Iller

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Iller
Illerursprung bei Oberstdorf

Illerursprung bei Oberstdorf

Daten
Lage Deutschland, Bayern, Baden-Württemberg
Länge 147 km
Quelle Oberstdorf im Allgäu
Quellhöhe 1.012 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-QUELLE_fehlt
Mündung Ulm in die Donau
Mündungshöhe 470 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt
Höhenunterschied 542 m
Einzugsgebiet 2152 km²
Abflussmenge 2 m³/s - 950 m³/s
Großstädte Ulm
Mittelstädte Sonthofen, Kempten, Memmingen, Illertissen, Senden (Bayern)
Rechte Nebenflüsse Rottach, Ostrach,Starzlach, Konstanzer Ach, Durach, Aitrach, Memminger Ach
Schiffbar nur auf größeren Stauseen möglich
8 Kraftwerke und 4 Stauseen
Verlauf und Einzugsbereich der Iller
Iller bei Kempten im Allgäu
Iller bei Kempten im Allgäu
Die Iller bei Arlach Flusskilometer 48
Die Iller bei Arlach Flusskilometer 48

Die Iller (lat. Hilaria, kelt. ilara = eilig) ist ein rechter Nebenfluss der Donau. Der 147 km lange Fluss entspringt am Zusammenfluss von Breitach, Trettach und Stillach, dem Illerursprung bei Oberstdorf, fließt durch die nördlichen Kalkalpen und mündet südwestlich von Ulm in die Donau. Die größten Städte an der Iller sind Kempten im Allgäu und Memmingen. Sie hat einen Einzugsbereich von 2.152 km². Sie weist sehr viele Kiesbetten auf und markiert mit 90 m³/s am Unterlauf den siebten Platz in der Liste der größten Flüsse Bayerns.

Im Gegensatz zu den Flüssen Rhein und Inn, die einem sehr weitläufigen und geologisch vielfältigen Einzugsgebiet in den Zentralalpen entstammen, liegt der Ursprung der Iller in den Allgäuer Alpen. Dieser Teil der Nördlichen Kalkalpen hat ein relativ begrenztes, geologisch homogen aufgebautes Einzugsgebiet. Der weitaus größte Teil des Flusslaufes liegt in der tertiären Hügellandschaft des Allgäus und Oberschwabens, also des Alpenvorlandes.

Die Iller bildet von Lautrach bis Neu-Ulm die Grenze zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg im Westen und Bayern im Osten. Sie fließt oder grenzt an die Landkreise Oberallgäu, Unterallgäu, Ravensburg, Biberach, Alb-Donau-Kreis und Neu-Ulm, passiert die kreisfreien Städte Kempten (Allgäu) und Memmingen.

Entlang des Flusses führt der Iller-Radweg von Ulm in Richtung Oberstdorf. Wandern an seinem Ufer und Rafting sind sehr beliebt. Einmal im Jahr findet in Immenstadt der Iller-Marathon statt.

Auch zur Energieversorgung wird der Fluss genutzt. Verschiedene kleinere und größere Versorger betreiben acht Laufwasserkraftwerke mit einer Netto-Leistung von 51 MW (1998). Dazu zählen der Stausee Dettingen und der Stausee Tannheim.

Inhaltsverzeichnis

Übungsunglück in der Iller

Am 3. Juni 1957 ertranken bei einer Übung (siehe: Iller-Unglück) 15 wehrpflichtige Soldaten der Bundeswehr in der Iller, als ein Unteroffizier der 2. Kompanie des Luftlandejägerbataillons 19 in Kempten seinen Untergebenen befahl, ungesichert den Fluss zu durchqueren. Diese gefährliche Unternehmung war zwar im Vorfeld verboten worden, wurde aber trotzdem durchgeführt. In der Folge dieses Unglücks wurde das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr gegründet, das Soldaten und ihren Angehörigen in Not unterstützt.

Städte und Dörfer an der Iller

Nebenflüsse der Iller

Literatur

  • Otto Kettemann, Ursula Winkler (Hrsg.): Die Iller, 2000, ISBN 3-931915-05-0 (2. erweiterte Auflage)

Weblinks

Denkmal Illerunglück
Denkmal Illerunglück
Commons
Commons: Iller – Bilder, Videos und Audiodateien
Wiktionary
Wiktionary: Iller – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
Quelle:
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