Der Indikativ (von lat.: indicare = anzeigen, verraten) als Terminus der christlichen Theologie bezeichnet den christlichen Glaubenssatz, der Mensch könne sich zwar der idealen, absolut friedfertigen Gesellschaft (christlich also: einer Gesellschaft, in der das Reich Gottes völlig durchgesetzt ist) selbst annähern, diese jedoch nicht ohne das göttliche Einwirken, die göttliche Gnade also, erlangen.
Dementsprechend kann der eschatologische Entwurf des Christentums aus christlicher Sicht nicht allein durch das Wirken des Menschen, sondern letztlich nur durch das Gottes erreicht werden. Der Indikativ steht im Zusammenhang mit dem christlichen Begriff des Imperativs, der die Nachfolge Christi, also die Beachtung der Botschaft Jesu Christi eines jeden Gläubigen einfordert.
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