| Infineon Technologies AG | |
|---|---|
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|
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE0006231004 |
| Gründung | 1999 |
| Unternehmenssitz | Neubiberg, Deutschland |
|
Vorstandsvorsitz: Wolfgang Ziebart |
|
| Mitarbeiter | 41.600 (2006) |
| Umsatz | 7,93 Mrd. Euro (2006) |
| Produkte | Halbleiter |
| Website | www.infineon.com |
Die Infineon Technologies AG ist ein im Jahr 1999 durch die Ausgliederung bzw. durch Spin-off des Halbleitergeschäfts der Siemens AG über einen Börsengang (IPO)(2000) entstandenes Hochtechnologieunternehmen mit Hauptsitz Neubiberg bei München.
Infineon Technologies bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Automobil-, Industrieelektronik & Multimarket, für Anwendungen in der Kommunikation sowie Speicherprodukte über ihr Tochterunternehmen Qimonda. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten über Landesgesellschaften, in den USA aus Milpitas (Kalifornien), im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur, in Japan aus Tokio und in Österreich aus Villach. Mit weltweit rund 41.600 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2006 (Ende September) einen Umsatz von 7,93 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist an der Frankfurter Wertpapierbörse und New York Stock Exchange (NYSE) unter dem Symbol IFX notiert.
Zum Jahresende 2005 zog Infineon die in München verstreuten Bürostandorte in der neuen Unternehmenszentrale Campeon in der Gemeinde Neubiberg (Landkreis München) zusammen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Siemens AG hatte Infineon ausgegliedert, da dem Konzern das Speicherchip-Geschäft zu zyklisch war. Nach dem zunächst erfolgreichen Börsengang sank der Anteil von Siemens durch Paketverkäufe unter 50 % im Dezember 2001, im Januar 2004 und im März 2006 wurden alle restlichen Anteile veräußert.
Als institutionelle Anleger sind investiert: Brandes Investment Partners: 5,13 %, Dox and Cox International: 5,07 %, Capital Group International: 4,95 %, General Capital Group (0,8 %).
Zum 1. Mai 2006 gliederte Infineon selbst wiederum seine Speichersparte unter dem Namen Qimonda als eigenständige Gesellschaft mit 12.000 Mitarbeitern aus. Das neue Unternehmen wurde im August 2006 an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet. Infineon gelang es allerdings zunächst nicht, Altaktien zu platzieren. Stattdessen ging der gesamte Emissionserlös durch Ausgabe neuer Aktien an Qimonda, Infineon hält noch 85,9 % aller Aktien an der neuen Gesellschaft.
Infineon (Kofferwort, zusammengesetzt aus infinity (englisch für Grenzenlosigkeit) und aeon (altgriechisch für Leben, Ewigkeit, Unendlichkeit)) bietet Halbleiter- und Systemlösungen für die Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket, für Anwendungen in der drahtgebundenen Kommunikation und sichere mobile Lösungen.
Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten über Landesgesellschaften in den USA aus Milpitas, Kalifornien, im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur, in Japan aus Tokio und in Österreich aus Villach. Seit dem 1. September 2004 leitet Wolfgang Ziebart das Unternehmen als Nachfolger von Ulrich Schumacher. Mit weltweit rund 41.600 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2006 (Ende September) einen Umsatz von 7,93 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist in Frankfurt am Main und New York (NYSE) unter dem Symbol IFX notiert.
Dr. Wolfgang Ziebart (CEO), Rüdiger A. Günther (CFO), Peter Bauer, Prof. Dr. Hermann Eul, Dr. Reinhard Ploss
| Anteil | Anteilseigner |
|---|---|
| 10 % | Capital Group Companies Inc. |
| 5,133 % | Brandes Investment Partners LP |
| 84,867 % | Streubesitz |
Stand: Mai 2006[1]
Im Juni 2002 wurden vom US-Justizministerium Untersuchungen gegen Infineon und andere DRAM-Hersteller wie die südkoreanischen Konzerne Samsung und Hynix angestrengt, nachdem sich Computerhersteller über die steigenden Speicherchippreise beschwert hatten. 2004 bekannte sich das Unternehmen gegenüber dem US-Justizministerium als erstes dieser Unternehmen für schuldig, zwischen Juli 1999 und Juni 2002 durch illegale Preisabsprachen bei DRAM-Speicherchips die Verbraucher – bzw. Computerhersteller wie Dell, IBM und Apple – geschädigt zu haben und erklärte sich bereit, in Raten bis zum Jahr 2009 160 Millionen US-Dollar als Entschädigung zu bezahlen.
Am 2. Dezember 2004 erklärten sich vier leitende Angestellte bereit, Gefängnisstrafen von vier bis sechs Monaten anzutreten und je 250.000 US-Dollar Geldstrafe (umgerechnet ca. 188.000 Euro) zu bezahlen. Ein Infineon-Sprecher erklärte hierzu, dass diese Verurteilung eine Angelegenheit der betroffenen Manager sei und die Firma Maßnahmen getroffen habe, weitere Geschehnisse dieser Art zu verhindern.
Im Juli 2005 erschüttert ein Korruptionsskandal das Unternehmen. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung gegen Infineon-Topmanager (namentlich genannt: Andreas von Zitzewitz, ehemals COO und Vorstand der Speicherchip-Sparte; Harald Eggers, früherer Infineon-Manager, der das Schweizer Technologieunternehmen Unaxis Holding AG leitet; Udo Schneider, Betreiber der Schweizer Sponsoring-Agentur BF Consulting). Nachdem der Skandal öffentlich wurde, ist Andreas von Zitzewitz mit sofortiger Wirkung zum 18. Juli als Vorstand zurückgetreten.[2]
Bei den Betriebsratswahlen erhielt am Hauptstandort Campeon die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB[3]) den größten Stimmenanteil. Von den vier kandidierenden Listen war die AUB die mit Werbemitteln bestausgestattete Gruppe. In Koalition mit einer anderen gewerkschaftsunabhängigen Arbeitnehmervereinigung, dem Arbeitskreis Ingenieure und Naturwissenschaftler (ain[4]), bildet sie eine knappe Mehrheit gegenüber zwei gewerkschaftsorientierten Listen, der IG Metall[5] und den Hi tecs[6]. Im Zusammenhang mit Zahlungen der Siemens AG an den damaligen AUB-Vorsitzenden Wilhelm Schelsky läuft gegen die AUB und gegen Johannes Feldmayer ein Ermittlungsverfahren. Johannes Feldmayer vertritt den Anteilseigner Siemens im Infineon-Aufsichtsrat.
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