Irmgard Möller

Irmgard Maria Elisabeth Möller (* 13. Mai 1947 in Bielefeld) ist ein ehemaliges Mitglied der Rote Armee Fraktion (RAF).

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Leben

Die Tochter eines Oberstudienrats studierte Germanistik. 1971 wurde sie Mitglied der Rote Armee Fraktion. Im Juli 1972 nahm die Polizei sie fest. 1976 verurteilte man sie wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Im Mai 1979 wurde sie wegen dreifachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Sie verbüßte 23 Jahre und wurde 1995 aus der Justizvollzugsanstalt Lübeck entlassen. Seit 2006 lebt sie in Hamburg und äußert sich hin und wieder in Interviews über ihre Zeit bei der RAF und die Jahre in Haft.

Als einzige der RAF-Gefangenen in Stammheim überlebte sie die so genannte Todesnacht von Stammheim. Am 18. Oktober 1977 hatten sich Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe im Hochsicherheitstrakt der JVA Stuttgart das Leben genommen. Irmgard Möller wurde mit zahlreichen Messerstichen ins Krankenhaus gebracht und notoperiert.

Sie bestreitet bis heute die offizielle Version eines kollektiven Suizids und spricht von staatlich angeordneten Morden. Die Selbstmorde gelten jedoch in der Fachliteratur als bewiesen.

In der Nachfolge dieser Ereignisse bildete sich aus verschiedenen Frauengruppen ein Solidaritätskomitee für Möller.[1]

Quellen

  1. Jacobs, Monica: "Civil Rights and Women's Rights in the Federal Republic of Germany Today", New German Critique 13 (Special Feminist Issue): 164-174, S. 171f.

Literatur

  • Oliver Tolmein: RAF - Das war für uns Befreiung: Ein Gespräch mit Irmgard Möller über bewaffneten Kampf, Knast und die Linke. Konkret-Literatur-Verlag, Hamburg 2002 (3. Auflage). ISBN 3-89458-149-2

Weblinks


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