| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Bad Tölz-Wolfratshausen | |
| Koordinaten: | 47° 36′ N, 11° 26′ O | |
| Höhe: | 790 m ü. NN | |
| Fläche: | 128,63 km² | |
| Einwohner: | 869 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 7 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 83676 | |
| Vorwahl: | 08043 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TÖL | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 73 131 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Dorf 51 1/2 83676 Jachenau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Kaspar Danner | |
Jachenau ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.
Nach der Gemeindegebietsreform von 1975 ist sie mit 899 Einwohnern und einer eigenen Verwaltung von der Bevölkerungszahl her die kleinste selbständige Gemeinde in Bayern. Sie liegt 80 km südlich von München, zwischen Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen, an der Südseite der Benediktenwand (1801 m) nahe am Walchensee. Mit 7 Einwohnern je km² ist sie zudem die am dünnsten besiedelte Gemeinde in Bayern. Jachenau ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.
Als Jachenau wird auch das 15 km lange, idyllische Wald- und Wiesental bezeichnet, das sich von West nach Ost erstreckt und in dem der Ort liegt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Jachenau wurde im zwölften Jahrhundert - beginnend unter Abt Konrad (1091-1122) - vom Kloster Benediktbeuern aus gerodet und besiedelt. In der Abschrift einer Urkunde von 1192 wird Nazareth (in acereto = im Ahorngehölz) erstmalig genannt. Hierbei verkaufte Bischof Udalschalk von Augsburg den Neubruchzehnt (von Jachenau) an das Kloster Benediktbeuern für ein Gut bei Utting. Um diese Zeit wurde eine Kirche aus Stein errichtet. Hundert Jahre später weihte Bischof Wolfahrt von Augsburg die Kirche St. Nikolaus am 17. März 1291 persönlich ein. Im gleichen Jahr wurde ein Wirtshaus gebaut. 1294 waren im Salbüchl des Klosters 18 "Urhöfe" genannt, von denen bei folgenden sieben eine Beziehung zu den heute noch bestehenden Höfen hergestellt werden kann. Dies sind "Nazareth sup monte" = Berg, "Im ahorn" = Achner, "Chlezagelshof" = Hinterbichl, "Gerunershof" = bis 1500 als der Krinner benannt, danach als Luitpolder, "Erchenboltshütte" = Erbhof, "Im lohe" = Laich, "Saherpach" = Sachenbach. Ende des 15.Jahrhunderts gab es 22 Höfe; im Jahr 1733 kam die Jachenau auf 36 Höfe und 24 Sölden, die sich bis ins 19. Jahrhundert gehalten haben. Bis zur Säkularisation 1803 gehörte die Obmannschaft Jachenau zum Klostergericht Benediktbeuern. Im Zeitraum 1808 bis 1818 entwickelte sich die Jachenau zu einer selbständigen politischen Gemeinde. 1808 wurden den damals 60 Anwesen die heute noch gültigen Hausnummern 1 bis 60 zugeordnet. Mit der Säkularisation begann ein 200 Jahre währender Streit zwischen der Bayerischen Staatsforstverwaltung und den Jachenauer Anwesenbesitzern um deren Forstrechte, der 1983 (bis auf zwei Ausnahmen) mit einem Vergleich abgeschlossen wurde. Die Bauern wurden Eigentümer ihrer Wälder.
Megalodonten als eindrucksvolle Zeugen der Erdgeschichte in der Gegend um Jachenau finden sich nördlich der Ortschaft im Tal der Großen Laine an der Laindlalm.
Die Buslinie 9595 des Regionalverkehrs Oberbayern verbindet Jachenau mit Lenggries. Von dort fährt stündlich die Bayerische Oberlandbahn nach München.
Die Staatsstraße 2072 führt von Lenggries nach Jachenau und weiter über Sachenbach und am Ostufer des Walchensee entlang nach Urfeld (ab der Abzweigung "Zwerchweg", 1.5 km westlich Jachenau, für den allgemeinen Verkehr gesperrt). Eine mautpflichtige Privatstraße der Bayerischen Staatsforsten führt vom "Zwerchweg" weiter über Niedernach am Südufer des Walchensees entlang nach Einsiedl, wo sie in die Bundesstraße 11 mündet.
Die Gemeinde Jachenau umfasst 27 Ortsteile (gelistet in alphabetischer Reihenfolge und mit den alteingesessenen Hausnummern; bei dem neueren Ortsteil Rechen existieren nur Bruchteilhausnummern; im ebenfalls neueren Ortsteil Setzplatz wurden wegen der "allgemeinen Verwirrung" die Bruchteilhausnummern im Jahr 2005 durch normale Hs.-Nr. "Setzplatz 1 bis 34" ersetzt):
Die Weiler Letten und Leger liegen ebenfalls noch im Jachental, gehören aber verwaltungsmäßig zur Gemeinde Lenggries.
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