Jacques Vaché (* 1896, † 6. Januar 1919) gilt als Pionier und Mitbegründer des Dadaismus. Er war ein Freund von André Breton.
Schon auf dem Gymnasium eilte ihm der Ruf eines Exzentrikers voraus. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde er 1914 einberufen und kurz darauf verwundet. Zur Behandlung gelangte er nach Nantes, wo er im Krankenhaus in der Rue du Bocage lag (im heutigen Gymnasium Guist'hau). Er machte er die Bekanntschaft von André Breton, der dort Assistenzarzt war. An diesem Orte siedelt man im Sinne Bretons die Pioniertage des Surrealismus an. Mit Jacques Vaché und einigen Balladen im Parc de Procé habe alles begonnen, so Breton. Vaché kehrte 1916 zur Front zurück, als Dolmetscher und Übersetzer für die britischen Truppen. Im Zeitraum zwischen 1916 und 1918 verfasste er mehrere surrealistische Briefe an seine Freunde, die Mitbegründer des Dadaismus André Breton und Louis Aragon. Diese Briefe sind nach seinem Tode aufgefunden worden. Breton veröffentlichte sie unter dem Namen „Lettres de Guerre“ (Kriegsbriefe)
Am 6. Januar 1919 starb Vaché in einem Hotelzimmer in Graslin an einer Überdosis Opium.
In die Literatur ist er als einer jener jungen europäischen Literaten eingegangen, die im Geiste Werthers ihrem Leben vorzeitig ein Ende setzten. Gerade die unmittelbare Nachkriegszeit nach 1918 brachte viele dieser Taten mit sich.
Brockhaus-1809: Jean Jacques Rousseau · George Jacques Danton
Brockhaus-1911: Vache · Jean Jacques · Jacques
DamenConvLex-1834: Rousseau, Jean Jacques · Delille, Jacques
Eisler-1912: Rousseau, Jean Jacques · Turgot, Anne Robert Jacques · Béguelin, Jacques · Novicow, Jacques
Heiligenlexikon-1858: Jacques, S.
Meyers-1905: Vache · Mazas, Jacques Féreól · Jean Jacques · Coquilles de St. Jacques · Jacques
Pagel-1901: Reverdin, Jacques-Louis · Bertillon, Jacques · Joseph, Jacques · Espagne, Jacques Marie Guillaume Adolphe · Grancher, Jacques-Joseph · Maisonneuve, Jacques-Gilles
Pierer-1857: Vache [1] · Vache [2] · Jean Jacques · Jacques · Jacques, St.