Javier Sotomayor Sanabria (* 13. Oktober 1967 in Limonar in der Provinz Matanzas) ist ein ehemaliger kubanischer Hochspringer. Bei einer Körpergröße von 1,93 Meter betrug sein Wettkampfgewicht 80 kg.
Mit einem Olympiasieg, zwei Weltmeistertiteln im Freien und vier Weltmeistertiteln in der Halle ist Javier Sotomayor der erfolgreichste und beste Hochspringer in der Geschichte der Leichtathletik. Seine persönliche Bestleistungen von 2,45 Meter (Weltrekord am 23. Juli 1993) und 2,43 Meter in der Halle (Weltrekord am 4. März 1989) sind die aktuellen Weltrekorde in dieser Disziplin.
Javier Sotomayor ist ausgebildeter Sportlehrer. Seit 1989 ist er mit der Hochspringerin María del Carmen García verheiratet.
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1985 fanden in Paris die Hallenweltspiele statt, Vorläufer der späteren Hallenweltmeisterschaften. Mit 17 Jahren wurde Javier Sotomayor Zweiter, seine 2,30 Meter wurden nur vom Schweden Patrik Sjöberg mit 2,32 Meter übertroffen. 1986 wurde Sotomayor mit 2,25 Meter in Athen Juniorenweltmeister vor dem US-Amerikaner Hollis Conway mit 2,22 Meter. Bei der Hallenweltmeisterschaft 1987 belegte Sotomayor mit 2,32 Meter den vierten Platz. Mit 2,38 Meter siegte Igor Paklin vor Gennadi Awdejenko, beide aus der Sowjetunion. Bei den Panamerikanischen Spielen 1987 in Indianapolis siegte Sotomayor mit 2,32 Meter vor Troy Kemp von den Bahamas mit 2,28 Meter. Bei der Weltmeisterschaft 1987 in Rom sprangen Sjöberg, Paklin und Awdejenko über 2,38 Meter. Sotomayor wurde mit 2,29 Meter Neunter.
Zu den Olympischen Spielen 1988 in Seoul trat die kubanische Mannschaft nicht an. In welcher Form sich Sotomayor befand, bewies er am 8. September 1988 in Salamanca, als er den Weltrekord von Sjöberg um einen Zentimeter auf 2,43 Meter verbesserte. Bei der Hallenweltmeisterschaft 1989 in Budapest verbesserte Sotomayor auch den Hallenweltrekord auf 2,43 Meter und gewann vor Sjöberg, dem Deutschen Dietmar Mögenburg und dem Briten Dalton Grant, die alle 2,35 Meter sprangen. Bei der Karibik-Meisterschaft verbesserte Sotomayor am 29. Juli 1989 in San Juan (Puerto Rico) den Freiluftweltrekord auf 2,44 Meter.
1991 fand die Hallenweltmeisterschaft in Sevilla statt. Es gewann Hollis Conway mit 2,40 Meter vor dem Polen Artur Partyka mit 2,37 Meter. Mit übersprungenen 2,31 Meter teilte sich Sotomayor die Bronzemedaille mit Alexei Jemelin aus der Sowjetunion. Die Panamerikanischen Spiele wurden 1991 in der kubanischen Hauptstadt ausgetragen. Sotomayor gewann in Havanna mit 2,35 Meter vor Troy Kemp und Hollis Conway, die je 2,32 Meter überquerten. Bei der Weltmeisterschaft in Tokio gewann der US-Amerikaner Charles Austin mit 2,38 Meter. Sotomayor gewann Silber mit 2,36 Meter.
Javier Sotomayor gehörte bei den Olympischen Spielen 1992 zu den Favoriten, aber im Vorfeld hatten einige Springer gute Form gezeigt. Im Barcelona meisterten insgesamt fünf Springer im Finale die Höhe von 2,34 Meter, alle Versuche bei 2,37 Meter scheiterten. Sotomayor wurde nach der Mehrversuchsregel Olympiasieger vor Patrik Sjöberg. Partyka, Conway und der Australier Tim Forsyth gewannen bei gleicher Anzahl an Fehlversuchen jeweils Bronze.
1993 war das erfolgreichste Jahr Javier Sotomayors. Be der Hallenweltmeisterschaft in Toronto gewann er mit 2,41 Meter vor Sjöberg mit 2,39 Meter. Am 27. Juli verbesserte er in Salamanca den Weltrekord auf 2,45 Meter. Und auch bei der Weltmeisterschaft in Stuttgart war er überlegen. Mit 2,40 Meter gewann er vor Partyka und dem Briten Steve Smith mit je 2,37 Meter.
Bei der Hallenweltmeisterschaft 1995 in Barcelona gewann Sotomayor mit 2,38 Meter vor dem Griechen Lambros Papakostas mit 2,35 Meter. Ebenfalls siegreich war er bei den Panamerikanischen Spielen in Mar del Plata. Mit 2,40 Meter sprang er hier elf Zentimeter höher als der Zweitplatzierte. Bei der Weltmeisterschaft 1995 in Göteborg überquerten Troy Kemp und Sotomayor je 2,37. Kemp hatte weniger Fehlversuche und gewann Gold vor Sotomayor. 1996 war Sotomayor meist verletzt. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta belegte er mit 2,25 Meter nur den elften Platz. In Athen bei der Weltmeisterschaft 1997 gewann er mit 2,37 Meter vor Partyka und Forsyth.
1999 gewann er in Maebashi seinen vierten Weltmeistertitel in der Halle. Mit 2,36 Meter sprang er gleich hoch wie der zweitplatzierte Russe Wjatscheslaw Woronin. In Winnipeg bei den Panamerikanischen Spielen gewann er erneut. Bei der Dopingprobe wurde allerdings Kokain festgestellt und er wurde disqualfiziert.
Gegen diese Disqualifikation und die damit zusammenhängende Sperre protestierte der kubanische Verband und erreichte, dass Sotomayor an den Olympischen Spielen 2000 teilnehmen durfte. Mit 2,32 Meter gewann er in Sydney Silber hinter dem Russen Sergei Kljugin mit 2,35 Meter. Bei der Hallenweltmeisterschaft 2001 in Lissabon wurde Sotomayor mit 2,25 Meter Fünfter. Im Freien bei der Weltmeisterschaft in Edmonton belegte er mit 2,33 Meter den vierten Platz bei gleicher Höhe zur Silbermedaille.
Javier Sotomayor sprang in seiner Karriere 230mal über 2,30 Meter und höher und 21mal 2,40 Meter und höher. Er ist seit 1988 Weltrekordinhaber, länger als jeder andere Hochspringer es war. Er war acht mal Weltjahresbester: 1988, 1989, 1992 bis 1995, 1997 und 1998; die nächstbesten Springer in dieser Kategorie waren vier Jahre Weltjahresbeste.
Lediglich in der Anzahl der aufgestellten Weltrekorde waren zwei andere Hochspringer erfolgreicher: der US-Amerikaner John Thomas mit vier offiziellen Weltrekorden und der Russe Waleri Brumel mit sechs offiziellen Weltrekorden.
1896: Ellery Clark | 1900: Irving Baxter & Raymond Ewry (aus dem Stand) | 1904: Samuel Jones & Raymond Ewry (aus dem Stand) | Zwischenspiele 1906: Cornelius Leahy & Raymond Ewry (aus dem Stand) | 1908: Harry Porter & Raymond Ewry (aus dem Stand) | 1912: Alma Richards & Platt Adams (aus dem Stand) | 1920: Richmond Landon | 1924: Harold Osborn | 1928: Robert King | 1932: Duncan McNaughton | 1936: Cornelius Johnson | 1948: John Winter | 1952: Walter Davis | 1956: Charles Dumas | 1960: Robert Schawlakadse | 1964: Waleri Brumel | 1968: Richard Fosbury | 1972: Jüri Tarmak | 1976: Jacek Wszoła | 1980: Gerd Wessig | 1984: Dietmar Mögenburg | 1988: Gennadi Awdejenko | 1992: Javier Sotomayor | 1996: Charles Austin | 2000: Sergei Kljugin | 2004: Stefan Holm
1983: Gennadi Awdejenko | 1987: Patrik Sjöberg | 1991: Charles Austin | 1993: Javier Sotomayor | 1995: Troy Kemp | 1997: Javier Sotomayor | 1999: Wjatscheslaw Woronin | 2001: Martin Buß | 2003: Jacques Freitag | 2005: Jurij Krymarenko