Jazz

Dieser Artikel behandelt die Musikrichtung Jazz. Für weitere Bedeutungen siehe Jazz (Begriffsklärung).
Louis Armstrong – Einer der bekanntesten und beliebtesten Jazz-Musiker
Louis Armstrong – Einer der bekanntesten und beliebtesten Jazz-Musiker

Jazz bezeichnet im engeren Sinn eine von Afro-Amerikanern entwickelte Musikart, die ungefähr ab 1900 (zunächst insbesondere in New Orleans) entstanden ist. Sie verwendet im Wesentlichen das europäische Tonsystem, europäische Melodik und Harmonik, rhythmische Grundstrukturen (z.B. Marschrhythmus) und Formen (z. B. Songform) aus Europa sowie europäische Instrumente in einer spezifischen Weise. Dabei spielen vor allem folgende Elemente eine wesentliche Rolle: eine besondere, auf Bewegungsgefühl bezogene Rhythmik (Swing, Groove); am vokalen Ausdruck orientierte Tonbildung; kunstfertige Improvisation; eigenständiger persönlicher Ausdruck der Improvisatoren (eigener „Sound“, eigene „Story“) in einem gemeinschaftlichen Rahmen. Diese Elemente werden auf ein mit afrikanischen Musikkulturen verbundenes Musikempfinden zurückgeführt.

Ausgehend von dieser afro-amerikanischen Musik Nordamerikas, die bereits seit über einem Jahrhundert in vielfältiger Weise entwickelt wird, sind – häufig im Crossover mit anderen Musiktraditionen und Genres – weitere Musikformen entstanden, die oft nur lose oder kaum mit der afro-amerikanischen Tradition verbunden sind, sich jedoch ebenfalls als „Jazz“ verstehen.

Inhaltsverzeichnis


Charakteristik

Für die Zeit bis ungefähr 1970 ist in der Jazz-Geschichtsschreibung unbestritten, dass die dem Jazz zugerechneten Musikformen von afro-amerikanischem Musikverständnis geprägt waren, in enger Verbindung zu anderen Formen afro-amerikanischer Musik standen (z.B. Blues) und dass die bedeutendsten Jazz-Musiker Afro-Amerikaner waren. Diese nach hoher Kunstfertigkeit strebende und Kreativität fördernde Subkultur brachte in wenigen Jahrzehnten eine Vielfalt von Erweiterungen und Weiterentwicklungen hervor, die von den Beteiligten als Ausformungen derselben Musik verstanden wurden. Das ergab sich aus der gemeinsamen kulturellen Bezogenheit und auch aus der gemeinsamen Lebenssituation als Minderheit.

Vor allem die einflussreichsten Musiker-Persönlichkeiten - Louis Armstrong, Duke Ellington, Charlie Parker, Miles Davis, John Coltrane und andere – verliehen dieser Musik eine bis in die Gegenwart reichende Kontinuität. Für die meisten der bis in die 50er Jahre entstandenen Jazz-Stile und ihre Weiterentwicklungen lassen sich jedoch folgende typischen, häufig verwendeten Elemente benennen:

  • Die individuelle Tonbildung und Phrasierung,
  • Schleiftöne und Blue Notes
  • Eine mit erweiterten Akkorden angereicherte Funktions- oder Stufenharmonik,
  • Kollektive und individuelle Improvisation,
  • Call and Response zwischen den improvisierenden Musikern,
  • Rhythmische Intensität und polyrhythmische Komplexität und Swingrhythmik,
  • Spontanität, Vitalität und Expressivität,
  • Laut Archie Shepp „die Freiheit, viele Formen zu haben“ (Soul, eigene Story)

Der Selbstausdruck des Interpreten, sein Charakter und seine Botschaft stehen im Mittelpunkt einer Jazz-Darbietung. Ein wesentliches Merkmal des Jazz ist sein intensives Zeit- und Rhythmus-Gefühl. Dabei bleibt der 'swing' (klein geschrieben) an die Grundschläge, meist Viertelbeats, gebunden. Bereits Ende der 1940er Jahre wurde die kubanische Polyrhythmik, in der sich genuin afrikanische Musiktraditionen erhalten hatten, wieder verstärkt in die Jazzrhythmik integriert. Auch danach beeinflussten hispanische oder lateinamerikanische Musikstile (Bossa Nova, Samba, Salsa, Tango, Son und Andere) den Jazz immer wieder.

Joachim E. Berendt schrieb bereits 1975: „New Orleans Jazz und Free Jazz, Dixieland and Bebop, Swing und Electric Jazz, Cool und Hot Jazz, Mississippi Blues und Harlem Jump – das ist alles so verschieden voneinander, dass es – zumal für den Außenstehenden – schwer ist, dafür den einen gemeinsamen Nenner „Jazz“ zu finden und zu empfinden, warum das alles zusammengehört.

Improvisation

Jazz ist schwer zu definieren, aber Improvisation ist eine wichtige Kerneigenschaft. Sie war schon seit jeher ein Bestandteil der afrikanischen und afroamerikanischen Musikkultur und mit dem Prinzip des Call and Response verknüpft. Frühe Folk-Blues-Musik basierte oft auf einem Call- und Responsemuster, Text und Melodie wurden dabei durch Improvisation mitgestaltet.

Im Dixieland spielt manchmal ein Teil der Musiker die Melodie, die Anderen improvisieren Gegenmelodien dazu. In der Swing-Ära spielten die Big Bands sorgfältig nach Noten, dazu traten dann spontan Bandmitglieder mit kurzen improvisierten Solos heraus. Im Bebop verlagerte sich der Schwerpunkt weg von gut durchdachten Arrangements hin zu geschickten Improvisationen. Die Musiker schenkten der komponierten Melodie (bzw. dem sogenannten "Head", der am Beginn und am Ende eines Stückes gespielt wurde) nur noch relativ geringe Beachtung.

Harmonik

Eine vollkommen eigenständige Jazzharmonik existiert im strengen Sinne nicht, da Jazz in der Gestaltung harmonischer Abläufe sehr weitgehend auf die in der europäischen Musik entwickelten Prinzipien wie Stimmführung und Funktionsharmonik zurückgreift. Typisch für die Harmonik des Jazz in ihrer gesamten bisherigen Entwicklung ist allerdings eine starke Bindung an die Melodik und allgemeine Ästhetik des Blues.

Melodik

Wie auch die Harmonik stammt die Jazzmelodik teilweise aus dem Blues. Sie baut auf der Pentatonik, der Tonleiter ohne die Halbtonschritte, auf. Dazu kamen die Blue Notes des Blues. Diese Töne lassen sich mit Blas- oder Saiteninstrumenten sehr gut erzeugen, mit Tasteninstrumenten allerdings nicht. Die Überlagerung von Moll-Melodik und Dur-Harmonik erzeugt den typischen Blues/Jazz-Klang. Zusätzlich wird eine Reihe verschiedener Tonleitern eingesetzt. Wichtige klassische Melodie-Instrumente des Jazz sind: Klarinette, Saxophon, Trompete, Kornett, Posaune.

Rhythmik

Der Rhythmus beim Jazz ist zwar eindeutig notiert, er wird aber im Bereich jenseits eines rhythmischen Rasters interpretiert und muss zum Beispiel auch in verschiedenen Geschwindigkeiten anders gespielt werden. Dabei trifft das afrikanische ternäre System mit Dreierunterteilungen auf ein europäisches binäres System (mit Zweier- bzw. geraden Unterteilungen). Dadurch hat sich hier (auch wie in der Melodik und Harmonik der Jazz-Musik) eine Art Fusion der beiden großen Kulturen im Nordamerika des ausgehenden 19. Jahrhunderts manifestiert.

Wichtige klassische Rhythmus-Instrumente des Jazz sind: Schlagzeug, Piano, Vibraphon, Gitarre, Bass.

Jazzstandards

Ein Jazzstandard ist eine Melodie mit festgelegter Harmoniefolge, die als Thema und Material einer Jazzimprovisation dient. Standards stammen seit etwa 1930 aus Schlagern, Chansons, Musicals, Filmmusik und Eigenkompositionen (vgl.: Original) von Jazzmusikern. Sie gehören zum Grundrepertoire eines traditionell orientierten Jazzmusikers. In den 1950er Jahren verwendeten Jazzmusiker wie Dizzy Gillespie, Miles Davis, Charlie Parker u. a. solche bereits bekannten Songs und schrieben neue Melodien über deren Akkordfolgen oder behielten die Melodie, veränderten aber die Akkordfolgen (Harmonien) dieser Songs. Auf diese Weise entstanden neue Standards. Die dabei neuentwickelten Themen werden mit dem Fachbegriff bebop head bezeichnet.

Entwicklung und Geschichte

Jazz-Stile

Überblick
Stilistische Abwandlungen und Stilmischungen

New Orleans Jazz (ab 1900)

Eine traditionelle Jazz-Band 2005 in New Orleans
Eine traditionelle Jazz-Band 2005 in New Orleans

New Orleans Jazz entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts in New Orleans (Louisiana) und verbreitete sich in den 1910er Jahren durch New Orleans Bands nach Chicago, Illinois und New York. Dixieland wird häufig als der erste wirkliche Jazz-Stil gesehen. Es war auch die erste Musik, die unter dem Begriff "Jazz" zitiert wurde. Vor 1917 wurde das Wort Jazz oft "Jass" buchstabiert. Ein bekannter späterer Vertreter des New Orleans Jazz und des Dixieland war Louis Armstrong, der allerdings darüber hinaus in vielen Bereichen des Jazz wirkte. Eine sehr bekannte Melodie aus dieser Stilrichtung ist "When The Saints Go Marchin In". Der historische Vorgänger war die Musik der Marching Bands, Märsche, Hymnen, Negro Spirituals und Blues. Auch der Ragtime floss in den New Orleans Jazz ein. In den 1950er Jahren erlebte der New Orleans Jazz eine Renaissance (New Orleans Revival). Stilmerkmale: Kollektivimprovisation, Breaks, Trompete Hauptstimme (wird von anderen Stimmen umspielt).

Dixieland Jazz (ab 1910)

Durch die damalige Rassentrennung waren Bands nach Hautfarben getrennt. In New Orleans gab es von Anfang an sowohl afroamerikanische als auch weiße Bands. Sie lieferten einander oft musikalische Duelle in den Straßen. Es bildete sich schließlich eine weiße Spielart des New Orleans Jazz heraus; der Dixieland Jazz. Bei dieser Richtung traten die ursprüngliche Tonbildung, Schleiftöne, expressives Vibrato und der Gesamtausdruck zurück. Die Melodien waren glatter, die Harmonien reiner und die Technik versierter. Dixieland Jazz ist allerdings nicht scharf vom New Orleans Jazz abzugrenzen. Im Verlauf der Zeit spielten Musiker unabhängig von ihrer Hautfarbe beide Richtungen. Heute gibt es drei Hauptströmungen des Dixieland Jazz: Den Chicago Style, West Coast Revival und New Orleans Traditional.

Chicago Jazz (ab 1920)

In Chicago fand der New-Orleans-Jazz und der Dixieland-Jazz der Profis aus dem Süden viele Nachahmer. Dazu zählten insbesondere Junge Amateure, meist Schüler und Studenten. Es gelang ihnen nicht, die komplexen Konstruktionen gleichwertig nachzubilden. Daher wurde ein neuer Stil entwickelt; der Chicago Jazz. Die Melodien überkreuzen sich hier nicht mehr, sondern liegen parallel zueinander. Die einzelnen Soli haben hier größere Bedeutung. Erstmalig tritt hier das Saxophon als wichtiges Instrument auf. Der bedeutendste Vertreter dieser Stilrichtung war Bix Beiderbecke.

Symphonic Jazz (ab 1922)

Der sinfonische Jazz ist in New York entstanden. Er wurde von Paul Whiteman entwickelt. Es war der Versuch, sinfonische (klassische) Musik und Jazz zu verbinden, wie in der Rhapsody in Blue von George Gershwin.

Swing (ab 1926)

Der Swing war die populärste Stilrichtung der Jazzgeschichte. Sie entstand Mitte bis Ende der 1920er Jahre und hatte zwischen 1935 und 1945 ihre Boomzeit. Mit dem Swing ist auch die Entstehung der Bigband verbunden. Sie ist seine typische Musikerformation. Die Bigband geht in ihrer Besetzung auf die klassische siebenköpfige New-Orleans-Jazzband zurück. Die drei Blasinstrumente der Band (Posaune, Klarinette und Trompete bzw. Kornett) wurden nun mehrfach besetzt.

Darüber hinaus steht der Begriff "Swing" für ein rhythmisch-dynamisches Grundcharakteristikum des Jazz. Durch die minimale Verschiebung der Betonungen innerhalb des Taktes vom Puls (den vier Taktschlägen oder Beats) weg entsteht ein "federnder", als "Swing-Feeling" bezeichneter Rhythmuseindruck. (Siehe dazu auch Swing (Rhythmus))

Bebop (ab 1940)

Dizzy Gillespie – Ein Wegbereiter des Bebop
Dizzy Gillespie – Ein Wegbereiter des Bebop

Bebop löste ab 1943 Stück für Stück den Swing als Hauptstilrichtung des Jazz ab. Er bildete den Ursprung des Modern Jazz. Besonderheiten sind größere rhythmische Freiheiten für Schlagzeug und Bass, sehr schnelle Tempi und komplexe Harmonieschemata. Komponisten des Bebop griffen oft auf bestehende musikalische Themen und Harmonieabfolgen zurück und veränderten dabei das harmonische Schema. Alternativ wurden auch neue Themen geschrieben, die der Ausdrucksweise des Bebop gerechter wurden als die Originalthemen (ein Beispiel dafür ist der Titel How high the Moon von Ornithology). Ein weiteres Merkmal des Bebop sind Improvisationen auf langen formalen Strecken.

Latin Jazz (ab 1947)

Latin Jazz ist eine Spielart des Modern Jazz, die sich vor allem durch die Übernahme von Rhythmen und teilweise auch Kompositionen aus dem Repertoire der lateinamerikanischen Musik auszeichnet. Im engeren Sinne handelt es sich vorwiegend um einen Crossover zwischen Elementen des Jazz und verschiedenen Stilen aus der Karibik, wobei wiederum der Musik Kubas eine Schlüsselstellung eingeräumt wird. Im weiteren Sinne schließt der Begriff auch Einflüsse aus der brasilianischen Popularmusik mit ein. Der Pionier des Latin Jazz war Dizzie Gillespie. Er führte 1947 in der New Yorker Carnegie Hall zusammen mit kubanischen Kongospielern die "Afro-Cuban Drums Suite" auf.

Cool Jazz (ab 1950)

Cool Jazz wurde Ende der 1940er in New York, USA von progressiven Jazzmusikern aus dem Bebop heraus entwickelt. Es ist eine anspruchsvolle Jazzrichtung. Sie führt über ihre Unterart Modal Jazz zum klassischen Free Jazz der frühen 1960er. Miles Davis war ein Vorreiter und bekannter Vertreter des Cool Jazz.

Hard Bop (ab 1955)

Der Hard Bop (auch Hardbop) ist eine Weiterentwicklung des Bebop seit ca. 1950, die Einflüsse aus dem Cool Jazz, aber auch Elemente aus dem Soul und Blues vereinte, was eine insgesamt 'härtere' als die bisherige Spielweise mit sich brachte. Die traditionellen Elemente der genannten Richtungen wurden technisch an ihre Grenzen entwickelt. Eine Unterart des Hard Bop ist der Soul Jazz, der noch geradliniger aufgebaut ist.

Soul Jazz (ab 1960)

Soul Jazz ist eine Weiterentwicklung und Unterart des Hard Bop, die in den frühen 60er Jahren entstand. Blues-, Soul- und Gospelelemente spielen eine tragende Rolle. Soul Jazz ist meist gekennzeichnet durch verhältnismäßig einfache Rhythmen und eingängige Melodien. Der Soul Jazz erlangte in den 60er Jahren große Popularität. Herausragendes Beispiel hierfür ist das Stück Mercy, Mercy, Mercy von Joe Zawinul (gespielt mit Cannonball Adderley), das ein Charthit wurde.

Free Jazz (ab Ende der 50er Jahre)

Free Jazz ist einerseits ein historischer Begriff für freies ungebundenes Improvisationsspiel im Jazz seit den 60er Jahren. Andererseits ist es ein bis heute ausstrahlendes Paradigma, das die Möglichkeit zur freien Entfaltung immer neuer Formen im Jazz einfordert. Eine stilistische Analyse ist nur bedingt möglich. Die folgenden Merkmale sind typisch, aber nicht jedes für alle Stücke dieses Genres zutreffend: Aufhebung jeglicher musikalischer Regeln, Atonalität aber auch Zwölftonmusik, freie Rhythmik, Einflüsse aus verschiedenen Stilrichtungen (besonders Weltmusik), Aufhebung der Trennung zwischen Klang und Geräusch sowie keine Trennung mehr zwischen Solo- und Begleitstimmen (wodurch die Musiker kommunizieren und ihre Stücke entwickeln). Das Jazz-Merkmal des "Leadsheets" (kompositorischer Rahmen) existiert im Free Jazz nicht mehr (vereinfacht ausgedrückt spielt jeder Musiker, was er will).

Jazz Fusion (ab Ende der 60er Jahre)

Jazz Fusion ist ein Genre, das Jazz mit anderen Stilrichtungen kombiniert, speziell mit Rock, Funk, R&B, Elektronischer Musik und Weltmusik. Typischerweise mischen Jazz-Musiker hier Jazztechniken unter Einsatz elektrisch verstärkter Instrumente, wie der E-Gitarre, dem E-Piano und dem Synthesizer mit rhythmischen Strukturen afromerikanischer Popmusik, sowohl von Soul als auch von Rhythm and Blues aber auch Rockmusik.

Acid Jazz (ab 1977)

Acid Jazz ist im eigentlichen Sinne kein Jazzstil. Vielmehr wurde der Begriff in den späten 80er Jahren geprägt, als vorwiegend britische DJs tanzbare Soul- und Funkjazz-Aufnahmen der 60er und 70er wiederentdeckten und in Diskotheken spielten. Viele Aufnahmen der damaligen Zeit wurden unter diesem Label wiederveröffentlicht. Im Zuge dieses Revivals bildeten sich auch neue Formationen, die Jazz mit Soul und Funk kombinierten. Dabei wurden auch elektronische Klangerzeuger verwendet, speziell beim Beat aber auch sonst im Arrangement. Es ist tanzbarer Clubsound und steht dem Musikgenre Disco nahe.

M-Base (seit 1985)

Der Ausdruck „M-Base“ wird zur Bezeichnung der Musik des M-Base-Musikerkreises verwendet. Die Musik seiner bedeutendsten Vertreter ist hochkomplex und virtuos, bezieht zahlreiche Elemente der Jazz-Tradition mit ein und ist in der aktuellen afro-amerikanischen Groove-Musik verankert.

Nu Jazz (ab 1995)

Nu Jazz (gelegentlich auch als Electro Jazz bezeichnet) ist eine Richtung der elektronischen Musik der späten 1990er- und der 2000er-Jahre. Auch der Nu Jazz ist nur bedingt als originärer Jazzstil zu bezeichnen, da die Basis dieser Musik meist elektronische Musik ist, die mit Jazz-Elementen verbunden wird. Wie auch Electronica oder Downtempo ist Nu Jazz nicht genau definiert, sondern wird vielseitig eingesetzt und für viele verschiedene musikalische Variationen verwendet. Als Nu Jazz kann beispielsweise sowohl Drum ’n’ Bass oder House mit Jazz-Einschlägen (wie zum Beispiel bei St. Germain) als auch der so genannte Broken Beat von Bugz in the Attic oder 4Hero bezeichnet werden. Selbst der von Jazz und Detroit Techno stark beeinflusste Sound der britischen Technoproduzenten As One und Ian O'Brien lässt sich als Nu Jazz kategorisieren!

Ausbildung und Förderung

Ab Mitte der 70er Jahre verzeichnete die Ausbildung im Bereich des Jazz starken Aufschwung. Es sind mitunter akademische Ausbildungsrichtungen hervorgegangen. Die jungen Jazz-Musiker sind heute allgemein auf sehr gutem technischen Stand. Manche dieser Nachwuchskünstler fixieren sich vorwiegend auf das Imitieren. Andere hingegen setzen auch souverän ihre eigenen Vorstellungen musikalischer Gestaltung um.

Etymologie

Die Herkunft des Ausdrucks Jazz ist ungeklärt.

1909 tauchte der Begriff in dem Song „Uncle Josh in Society“ auf: „One lady asked me if I danced the jazz ...“, wahrscheinlich eine Art von Ragtime-Tanz meinend. 1913 ist der Begriff belegt als Bezeichnung einer Art von Musik, möglicherweise als Bezeichnung für die Musik zu jenem Ragtime-Tanz. Möglicherweise ist er abgeleitet aus einem Wort „jass“ aus dem kreolischen Patois, „jass“, für „tatkräftige Aktivität“, im speziellen Sexualverkehr. Dazu eine Quelle: „If the truth were known about the origin of the word 'Jazz' it would never be mentioned in polite society.“ [„Étude“, Sept. 1924]. (Auf Deutsch: "Wäre die Wahrheit über die Herkunft des Wortes 'Jazz' bekannt, würde es keinesfalls in der feinen Gesellschaft erwähnt werden.")

Ab spätestens 1915 gibt es Bands aus New Orleans, die das Wort Jass oder Jazz im Band-Namen tragen und/oder damit ihre Musik bezeichnen.

Möglich ist auch eine Ableitung des Wortes Jass oder Jazz aus der Verwendung des Begriffes jasm (französisches Wörterbuch von 1860) für Energie, Dynamik und Vitalität, als passender Ersatzbegriff für afrikanische Tanznamen wie etwa Mandingo jasi oder Temne yas), jedenfalls gilt ein anderes Slangwort (jism) auch daher abgeleitet. Jasi ist nicht nur der Name eines Tanzes, sondern steht auch für „in Erregung versetzen“.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass „Jazz“ von kreolisch „jizz“ kommt, was ebenso mit dem Ki-Kongo-Wort „dinza“ verwandt ist, und Ejakulation bedeutet.

New Orleans ist in der der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert nachhaltig durch die Spanier geprägt worden. Deshalb ist es möglich, dass sich das Wort Jazz vom spanischen payoso (Spaßmacher) ableitet. Das deutsche Wort Bajazzo (Spaßmacher) oder das jiddische Pojaz (Spassmacher) weisen darauf hin. Möglicherweise hinterließ die erste Jazzmusik bei den Hörern der damaligen Zeit den Eindruck, sie würden Zeuge einer spaßigen Parodie.

Manche Quellen wollen in „Jazz eine Verballhornung des französisch-kreolischen chasse für Jagd erkennen: eine Anspielung auf die Kollektivimprovisation der Instrumente im New-Orleans-Stil. Andere leiten das Wort eher von chasse-beau ab, einer Tanzfigur beim Cakewalk, oder auf einen berühmten Tänzer einer Minstrelshow, der sich Jasbo nannte, und dem das Publikum zurief „We want more Jasbo“. Wieder andere verweisen auf eine sexuelle Konnotation oder die verballhornte Version des Namens „Jézabel“, der zu Jazz-Belle („Jazz“-Schöne) umgedeutet wurde: So nannte man eine populäre Prostituierte im alten New Orleans. Möglich ist auch die Bedeutung „blödes Zeug“ wie in der verächtlichen Redewendung „... and all that jazz“. So sollen die weißen Amerikaner die ersten musikalischen Gehversuche ihrer Sklaven genannt haben, aus denen sich der Jazz später entwickelte. Jass ist ein Kartenspiel, das durch Einwanderer in New Orleans bekannt gewesen sein dürfte. Jas ist ein Jargon-Wort mit möglicherweise sexueller Bedeutung aus dem Senegalesischen.

Das englische Verb „to jazz“ für „to speed or liven up“, schneller werden oder beleben, in Schwung bringen, ist ab 1917 belegt.

In einer weiteren Theorie wird die Herkunft des Wortes „Jazz“ aus dem Begriff „Jass“ beschrieben. Die Kritiker dieser damals neuen Musikrichtung fanden, dass die Musiker wie eine Horde Esel klingen. Deshalb nannten sie es "Jackass Music" ("jackass" bedeutet im Englischen umgangssprachlich "Esel"). Aber weil man so etwas in der Öffentlichkeit nicht sagen konnte, machten sie aus "Jackass" das Wort "Jass". Nun gab es folgendes Problem: Immer wieder wurden von Vandalen bei Plakaten, die für Jasskonzerte werben sollten der Buchstabe J entfernt. Sie fanden es offenbar lustig, dass danach statt "Jass" "ass" zu lesen war ("ass" ist das englische Wort für "Arsch"). So wandelten sich die letzten beiden Buchstaben von „ss“ zu „zz“.

Problematik des Jazz-Begriffs und der Jazz-Stil-Kategorien

Quellenangaben
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Selbst so bedeutende Musiker wie Louis Armstrong und Miles Davis machten einige Aufnahmen, deren „Jazz“-Charakter umstritten ist, wie etwa Louis Armstrongs spätere populäre Songs (z.B. „Hello, Dolly!“) oder Miles Davis „Fusion“-Musik (z.B. CDs „On the Corner“, „Tutu“). Während der gesamten Jazz-Geschichte wurden Stilvarianten entwickelt, die eine Verbindung zu einer fixierbaren gemeinsamen Musikrichtung lösten: Überschneidungen etwa mit anderen Formen afro-amerikanischer Musik (z.B. Blues, Rhythm & Blues), mit Schlagermusik, lateinamerikanischer, „klassischer“, „experimenteller“ Musik und der „Moderne“ der europäischen Konzertmusik, „elektronischer“, „ethnischer“ Musik usw.. Angetrieben wurde diese Tendenz insbesondere durch die rasche, weltweite Verbreitung des Jazz. Bereits nach dem 1. Weltkrieg wurde er mit Hilfe der Schallplatte überregional bekannt und löste ab den 20er Jahren an vielen Orten der Erde Begeisterung aus, was zahlreiche Nachahmungen, Abwandlungen und eine Verwendung der Bezeichnung „Jazz“ für miteinander nur lose oder kaum verbundene Musikformen zur Folge hatte.

So besteht heute eine große Vielfalt weitgehend eigenständiger Musikerkreise mit jeweils eigenem „Jazz“-Verständnis und eigener Anhängerschaft unter Hörern und Kritikern. Dementsprechend unterschiedlich und auch widersprüchlich sind die Auffassungen davon, was „Jazz“ im erweiterten Sinn seinem Wesen nach ist, welche Kriterien für ihn maßgeblich sind sowie welche Entwicklungen und Musiker als bedeutend anzusehen sind. Diese Beliebigkeit des „Jazz“-Begriffes lässt ihn mehr denn je als fragwürdig erscheinen. Bereits Duke Ellington, Miles Davis und andere Musiker haben diesen Begriff abgelehnt, er wird aber dennoch gerade wegen des hohen Ansehens dieser Musiker nach wie vor geschätzt.

Jazz-Kritik und Jazz-Forschung

Im Zuge der Verbreitung des Jazz entstand die bis heute weitgehend von Euro-Amerikanern und Europäern beherrschte Jazz-Kritik und –Forschung. Sie verstand den Jazz nicht nur als eine mitreißende Unterhaltungsmusik, sondern auch als ernstzunehmende kulturelle Leistung und trug so entscheidend zur Wertschätzung und zum Verständnis eines größeren Publikums für diese Musik bei. Damit bereitete sie den Boden dafür, dass auch die ab den 40er Jahren hervorgebrachten Entwicklungen, die nicht mehr als Pop-Musik geeignet waren, eine weltweite Hörerschaft fanden. Allerdings widersprach die Kritik und Forschung mit ihren Kategorisierungen und Deutungen häufig dem andersartigen, unakademischen, von afro-amerikanischer Kultur geprägten Zugang der Musiker.

Jazz-Stile und Jazz-Geschichtsschreibung

Die Jazz-Kritik entwarf eine Reihe von Jazz-Stilen und deutete ihre Abfolge so, dass die Jazz-Geschichte zumindest bis in die 60er Jahre als annähernd „folgerichtige“ Entwicklung erschien. Spätestens ab den 80er Jahren gelang dies angesichts der Vielfalt der musikalischen Formen nicht mehr. Diese Stil-Kategorien werden von der Forschung selbst als überblicksartige Abstraktionen verstanden und – wie der Begriff „Jazz“ – von Musikern häufig abgelehnt.

So warf etwa Duke Ellington dem Trompeter Dizzy Gillespie vor, er hätte nie zulassen dürfen, dass das „Etikett Bebop“ auf seine Musik „geklebt“ wird, und Gillespie pflichtete ihm später bei. Unter diesem Etikett produzierten nämlich die Medien in den 40er Jahren eine Mode-Erscheinung, hinter der die Musik zurücktrat. Der Begriff „Bebop“ ist jedoch auch auf die Musik bezogen nur eingeschränkt zutreffend: Thelonious Monk - neben Parker und Gillespie der dritte der berühmtesten Musiker der „Bebop“-Ära – spielte in Wahrheit keinen „Bebop“ (P.N. Wilson 2005, J. Fordham 1993 u.a.). Selbst Gillespies Musik entsprach nur ein paar Jahre lang ganz den Vorstellungen von typischer „Bebop“-Musik: Bereits ab dem Jahre 1947 verwob er die Musik seines Orchesters mit afro-kubanischer Musik, womit der Jazz erstmals in stärkerem Maß mit tatsächlich aus Afrika stammender Musiktradition in Berührung kam. Schon Jelly Roll Morton – ein maßgeblicher Musiker der Frühzeit des Jazz – wies auf die Bedeutung der lateinamerikanischen Färbung („latin tinge“) des Jazz hin. Die Errungenschaften Gillespies, der auch unter Lateinamerikanern hoch angesehen war, verstärkten dieses Element und gaben musikalisch, aber auch hinsichtlich der kulturellen Identität, einen bis in die Gegenwart nachwirkenden Anstoß. Gillespie erklärte: „Als sie unsere Trommeln wegnahmen, entwickelte sich unsere Musik monorhythmisch weiter, sie war nicht mehr polyrhythmisch wie die afrikanische Musik. Ich war immer besonders an Rhythmus interessiert und dieses Interesse brachte mich dazu, dass ich jede Gelegenheit wahrnahm, etwas über die Verbindungen mit Afrika und afrikanischer Musik zu erfahren.“ (Gillespies Memoiren).

Dieser Beitrag Gillespies schlägt sich im Raster der Jazz-Stile nur am Rande nieder. Die Jazz-Kritik entdeckte nach dem „Bebop“ vielmehr den so genannten „Cool-Jazz“, eine weniger rhythmische, stärker an europäischer Musik orientierte Variante, als deren Star der junge Miles Davis hervortrat. Davis erzählte über seine damalige Musik in seiner Autobiographie: „Bird [Charlie Parker] und Dizzy [Gillespie] spielten diese schrägen, wirklich schnellen Sachen, aber wer nicht genauso schnell hörte, dem entging der Humor und das Gefühl in ihrer Musik. Ihr Sound war nicht weich und es fehlten die Harmonien, die man auf der Straße vor sich hin summte, um ein Mädchen aufs Küssen einzustimmen. … „Birth of the Cool“ konnte man nicht nur summen, es spielten auch Weiße mit, und zwar in wichtigen Positionen. Den weißen Kritikern gefiel das. … Wir spielten uns etwas sanfter in die Ohren der Leute als Bird und Diz, bewegten uns in Richtung Mainstream. Mehr war’s nicht.“

Die Entdeckung eines neuen Jazz-Stiles kurz vor dem Beginn der 50er Jahre passte aber ins Konzept der „folgerichtigen“ Jazz-Entwicklung. Der bekannteste deutsche Jazz-Kritiker Joachim E. Berendt (Das Jazzbuch) fand: Das „Imposanteste“ am Jazz sei seine stilistische Entwicklung. Sie sei „mit der Folgerichtigkeit und Logik, Zwangsläufigkeit und Geschlossenheit vor sich gegangen, die die Entwicklung von Kunst seit je kennzeichnen. … Alle 10 Jahre – vereinfacht gesehen - ein neuer Hauptstil …“. - Max Roach, einer der bedeutendsten Schlagzeuger (zumindest) der 40er und 50er Jahre sagte hingegen: „Wir leben in einer Gesellschaft, wo du jedes Jahr ein neues Auto haben musst und ein neues Modell von diesem und jenem. … Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass die Musik der 40er Jahre gestorben ist. Ich glaube, dass sie immer weiter und weiter lebt … Leute wie Art Tatum, Dizzy Gillespie, Charlie Parker und Bud Powell sind immer noch die Impulsgeber für alles, was geschieht … und die Dinge auf der heutigen Szene (ca. 1979), die sich nicht darauf beziehen, die kannst du vergessen, die verblassen daneben. John Coltrane war eine Weiterentwicklung der Dinge aus den 40er Jahren, McCoy Tyner, Rahsaan Roland Kirk, sie alle.“ (Gillespies Memoiren). Der von Max Roach erwähnte Pianist Art Tatum war bereits in den 30er Jahren ein Virtuose mit einem „wohl noch immer unerreichten technischen Standard“ (M. Kunzler 2002). Noch mehr als seine Technik fasziniert und inspiriert jedoch seine Musikalität Pianisten, aber auch andere Instrumentalisten bis heute – durch sein harmonisches Verständnis, seine „geniale“ (M.R. Abrams) Rhythmik und seinen Einfallsreichtum. Tatums Musik wird von der Stil-Kategorie „Swing“, die die Jazz-Forschung den 30er Jahren zuschreibt, nicht adäquat erfasst.

Als das Interesse der Jazz-Kritik am „Cool-Jazz“ und an den mit ihm verbundenen euro-amerikanischen Musiker-Kreisen („West-Coast“) abkühlte, wandte sie sich wieder dem Kontinuum, das Max Roach beschrieb, zu und fand die mittlerweile entwickelten, abgewandelten Ausformungen dieser Musik vor, die sie nun als neuen Stil – als „Hard-Bop“ – präsentierte. Aber auch die dem „West Coast Jazz“, dem „Cool Jazz“ und „Third Stream“ zugeordneten Musiker blieben aktiv. Welchen Musikern in der jeweiligen Zeit Aufmerksamkeit gebührt, ist eine Frage der Perspektive, die von eigenen kulturellen Erfahrungen und letztlich weitgehend von Empfindungen abhängt. Eine Beschreibung von Stilen und ihrer Bedeutung ist daher – wie die hier dargestellten kleinen Ausschnitte der Jazz-Geschichte zeigen – immer nur begrenzt zutreffend, auch wenn Stilbegriffe in mancher Hinsicht durchaus nützlich sein können.

Fortschritts-Idee und Ende des Jazz

Im schwierigen Unterfangen der Jazz-Forschung, musikalische Entwicklungen zu beschreiben, erscheint die Darstellung musiktechnischer Merkmale, wie z.B. der Verwendung der „flatted fifth“ im „Bebop“, als objektive Herangehensweise. Die rasche Ausweitung des Spektrums der musiktechnischen Mittel bis ins Atonale und in rhythmische Auflösung legt den Eindruck eines zielgerichteten Fortschritts nahe und führte in den letzten Jahrzehnten zur Frage, ob sich der Jazz nun nur mehr wiederholen könne, nachdem er die größtmögliche „Freiheit“ bereits erreicht habe, nachdem „alles bereits gespielt“ worden sei. Die Idee des Fortschritts ergibt sich jedoch eben aus der Perspektive, die den musiktechnischen Ausdrucksmitteln eine vorrangige Bedeutung verleiht. Viele Jazz-Musiker verstehen technische Aspekte hingegen mehr als Teil der „Grammatik“ ihrer jeweiligen musikalischen „Sprache“, mit deren Hilfe sie etwas darüber Hinausgehendes, ihre „Story“ zu vermitteln versuchen, die häufig auch spirituellen Charakter hat. Diese „Stories“ sind der Person und ihrer jeweiligen Umstände entsprechend unterschiedlich, sie schließen aber einen Fortschritt aus, denn sie sind Ausdruck zwar vielfältiger, in ihren Grundzügen jedoch gleich bleibender menschlicher Erfahrung. Insbesondere für afro-amerikanische Musiker ist Jazz häufig auch Ausdruck kultureller Zugehörigkeit, sodass auch aus diesem Grund eine Verbundenheit mit den zentralen Persönlichkeiten der Jazz-Geschichte als wertvoll gilt - was eigenständigen Ausdruck und eigene musikalische Entwicklungen keineswegs ausschließt.

Jedoch brachte die in den letzten Jahrzehnten erfolgte Ausweitung des Jazz-Begriffes auf viele unterschiedliche Musikformen ebenso viele andere Perspektiven mit sich, denen die Jazz-Kritik und –Forschung gefolgt ist. Dadurch setzten sich auch ästhetische Maßstäbe und Sichtweisen durch, die früher als dem Jazz fremd angesehen worden wären, z.B. ein aus „moderner Kunst“, Film- und Konzept-Kunst abgeleitetes Musikverständnis. Die Unterschiedlichkeit der Perspektiven schließt heute eine auch nur annähernd allgemein akzeptierte Weiterführung der Jazz-Geschichte aus.


Siehe auch

Liste von Jazzmusikern (alphabetisch geordnet) | Liste von Jazzmusikern nach Epoche und Instrument | Liste von Jazzsängerinnen und -sängern | Jazzmusiker in Deutschland | Liste von Jazzkomponisten | Jazzmuseum, Jazz-Piano, Blues, Jugend jazzt | Stilrichtungen der Musik | Liste von Jazzstandards und -kompositionen | Musik der DDR | Liste von Jazz-Festivals

Wikibooks
Wikibooks: Jazzgitarre – Lern- und Lehrmaterialien
Wiktionary
Wiktionary: Jazz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Literatur

  • Wolfgang Sandner (Hrsg.): Jazz. Handbuch der Musik im 20. Jahrhundert 9, Laaber-Verlag 2005, ISBN 978-3-89007-429-0
  • Joachim-Ernst Berendt, Günther Huesmann (Bearb.): Das Jazzbuch. 7. Auflage. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3100038029
  • Ken Burns, Geoffrey C. Ward: Jazz – eine Musik und ihre Geschichte. Econ, München 2001, ISBN 3430116090. (Nach einer Dokumentarfilm-Reihe von Ken Burns mit Beiträgen von Wynton Marsalis)
  • Geoff Dyer: But Beautiful: Ein Buch über Jazz. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 359615314X
  • John Fordham: Das grosse Buch vom Jazz : Geschichte, Instrumente, Musiker, Aufnahmen. Christian, München 1998, ISBN 3884723952
  • Dita von Szadkowski: Grenzüberschreitungen Jazz und sein musikalisches Umfeld der 80er Jahre. Fischer Taschenbuch Verlag, ISBN 3-596-22977-4
  • Ekkehard Jost: Sozialgeschichte des Jazz. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-86150-472-3
  • Wolfram Knauer (Hrsg.): Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung Band 3 – Jazz in Deutschland. Wolke Verlag, Hofheim 1996, ISBN 3-923997-70-1
  • S. Frederick Starr: Red and hot: Jazz in Russland 1917–1990. Hannibal-Verlag, Wien 1990, ISBN 978-3854450627
  • Dirk Sutro: Jazz für Dummies. MITP-Verlag, Bonn 1999, ISBN 3-8266-2836-5
  • Studs Terkel: Giganten des Jazz. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-86150-723-4
  • Klaus Wolbert (Hrsg.): That's Jazz: der Sound des 20. Jahrhunderts; eine Musik-, Personen-, Kultur-, Sozial- und Mediengeschichte des Jazz von den Anfängen bis zur Gegenwart. Bochinsky, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3923639872
  • Peter Niklas Wilson (Hrsg.): Jazz-Klassiker. Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-15-030030-5

Lexika

  • Ian Carr et al.: The Rough Guide to Jazz. Rough Guides, New York/London 2004, ISBN 1843532565
  • Barry Kernfeld (Herausgeber): The New Grove Dictionary of Jazz. Oxford University Press, 2005, ISBN 0195169093
  • Martin Kunzler: Jazz Lexikon. Directmedia Publ., Berlin 2005, ISBN 3-89853-018-3
  • Richard Morton & Brian Cook: The Penguin Guide To Jazz On CD, Sixth Edition, Penguin, London, 2002

Kataloge

Manfred Scheffner (Hrsg): Bielefelder Katalog Jazz. Vereinigte Motor Verlage, 2005, ISBN 3-89113-137-2

Jazz-Fotografie

  • Bühnen/Konzert und Portrait Fotos by Marianne Hamann-Weiss, Photo Archiv mit mehr als 1000 Künstlern der Internationale Jazz und R&B Szene. 15 Jahre in Folge mit Aufnahmen/Bilddokumenten vom (1987–2002) Montreux Jazz Festival. Klassische B&W und Digitale Farb Aufnahmen.

Bildbeispiele [1]


Quelle:
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