Jenbach

Wappen Karte
Wappen von Jenbach
Jenbach
Österreichkarte, Position von Jenbach hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Schwaz (SZ)
Fläche: 15,22 km²
Koordinaten: 47° 24' N, 11° 47' O
Höhe: 563 m ü. A.
Einwohner: 6896 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 453 Einwohner je km²
Postleitzahl: 6200
Vorwahl: 05244
Gemeindekennziffer: 7 09 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Südtiroler Platz 2
6200 Jenbach
Offizielle Website:
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Holub (SPÖ)
Gemeinderat: (2004)
(19 Mitglieder)
12 SPÖ,
3 ÖVP,
3 Bürger für Jenbach,
1 FPÖ
Lage in Tirol
Lage in Tirol

Jenbach ist eine Marktgemeinde im Bezirk Schwaz, Tirol, Österreich. Der Name leitet sich von "Jenseits des Baches" ab.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Jenbach liegt im unteren Inntal 36 km östlich von Innsbruck zwischen den Ausläufern des Karwendelgebirges und dem Rofangebirge, südlich des Achensees. Touristisch gehört Jenbach zur Silberregion Karwendel

Nachbargemeinden

Buch bei Jenbach, Eben am Achensee, Stans, Wiesing

Geschichte

In Jenbach konnten Besiedelungen aus dem Ende der frühen Bronzezeit und aus der frühen La-Tène-Zeit nachgewiesen werden. Das erste Mal wurde Jenbach in einer Urkunde von 1269 erwähnt. Ab 1410 entstanden in Jenbach - unter Führung der Fugger - Schmelzhütten für die Verhüttung von Silber und Kupfer vom Schwazer Erzberg und - nach dem Versiegen des Erzreichtums und der Stilllegung der Kupfer und Silberhütte ab 1685 eine Eisenhütte. Diese war 1773/74 bis auf ein Drittelanteil auf das Ärar übergegangen; 1865 wurde der Staat Alleinbesitzer. 1870 wurde die Hütte an die Salzburg-Tiroler-Montangesellschaft verkauft. 1881 erwarben Julius & Theodor Reitlinger um 75.000 fl. im dritten Anlauf von dieser Gesellschaft das Werk und modernisierten es. Unter anderem wurde eine Drahtseilbahn zur Erzförderung auf die Schwader errichtet. Ab 1916 über nahm der Sohn von Julius, Friedrich Reitlinger, den Betrieb. 1938, nach dem Suizid Friedrich Reitlingers, im Zuge des "Anschlusses", ging das Werk zunächst in Staatsbesitz über und wurde 1939 an Ernst Heinkel verkauft ("arisiert"). Nach 1945 wurde der Betrieb nicht restituiert, sondern verblieb bis 1955 unter "öffentlicher Verwaltung". 1959 wurde "Jenbacher Werke Aktiengesellschaft" gegründet, die an der Wiener Börse notierte. Die Firma stellte nun unter anderem Lokomotiven und Dieselmotoren her. 1998 erfolgte ein Besitzerwechsel und eine Namensänderung in JENBACHER AG. 2003 wird die AG von General Electric (GE) übernommen. Die jetztige GE Jenbacher AG ist Weltmarktführer in der Herstellung von Gasmotoren zur dezentralen Stromgewinnung und Blockheizkraftwerken (BHKW) im Bereich von 0,3 - 3 MW (Megawatt).

Wirtschaft und Verkehr

Wirtschaftliche Bedeutung hat der Ort heute durch die GE Jenbacher und Holz Binder. Im 20. Jahrhundert erzeugten die Jenbacher Werke Eisenbahnwaggons, Diesellokomotiven, Kompressoren u. v. a. Heute werden in der GE Jenbacher praktisch nur noch Blockheizkraftwerke bzw Gasmotoren erzeugt und in alle Welt exportiert. Holz Binder stellt vor allem Leimbinder für Dachkonstruktionen her. Der Kasbach dient einigen Kleinkraftwerken zur Stromversorgung. Jenbach hat u.a. eine HTL für Maschineningenieur- und Wirtschaftsingenieurwesen.

Der Bahnhof Jenbach ist Schnellzugshalt und hat als Besonderheit Bahnstrecken in drei verschiedenen Spurweiten:

Weblinks

Quelle:
Artikel Jenbach aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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