Johann Georg Dirr, auch Dürr (* 2. April 1723 in Weilheim in Oberbayern; † 9. Oktober 1779 in Mimmenhausen bei Salem) war ein Bildhauer und Stukkateur des Rokoko, der in Süddeutschland tätig war.
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Johann Georg Dirr ist der Sohn des Bildhauers Martin Dirr und der Bruder von Franz Anton Dirr. Seine Lehre als Bildhauer absolvierte er vermutlich bei seinem Stiefvater Franz Xaver Schmädl (1705-1777). Am 8. Mai 1753 heiratete er Maria Anna Schwägler; in ihrem Herkunftsort Stockach eröffnete er eine eigene Bildhauerwerkstatt.
Im Jahr 1756 siedelte Dirr nach Mimmenhausen bei Salem über, wo er Teilhaber von Josef Anton Feuchtmayers Bildhauerwerkstatt wurde. Nach Feuchtmayers Tod übernahm Dirr im Jahr 1770 die Werkstatt.
1756 wurde die Tochter Maria Theresia geboren. Sie heiratete später den Bildhauer Johann Georg Wieland (1742-1802), der nach Dirrs Tod die Werkstatt in Mimmenhausen weiterführte.
Dirrs erste nachweisbare künstlerische Arbeiten finden sich in der Wallfahrtskirche Birnau, wo er als Gehilfe von Josef Anton Feuchtmayer tätig war. Künstlerische Prägung erfuhr er jedoch eher durch seinen Lehrmeister Schmädel als durch Feuchtmayer.
Von Dirr stammt ein Großteil der Ausstattung im Salemer Münster, der Klosterkirche der Reichsabtei Salem. Von seinem Schwiegersohn Johann Georg Wieland wurde sie ihm Stil des Klassizismus vollendet.
Dirr entwarf auch Stuckdekor für das Aulendorfer Schloss. Für das Kloster Baindt schuf er einen Hochaltar.
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