Johann Michael Rottmayr (getauft 11. Dezember 1654 in Laufen an der Salzach; † 25. Oktober 1730) war ein Salzburger Barockmaler. Er gilt neben Martino Altomonte als erster aus Mitteleuropa stammender Meister dieses Stils in Österreich.
Er wurde in Venedig bei Karl Loth ausgebildet, der einen venezianisch-neapolitanischen Mischstil vermittelte. Ab 1689 ist er in Salzburg nachweisbar, wo er es zum fürstbischöflichen Hofmaler bringt. Auch für die Grafen Althan war er tätig.
Er erhielt 1703 das Adelsprädikat von Rosenbrunn. Ab 1706 lebte er dauernd in Wien und war dort sowie in niederösterreichischen Klöstern tätig. Er wurde zunehmend von Peter Paul Rubens beeinflusst und von Johann Bernhard Fischer von Erlach sehr geschätzt. Seine Fresken zeichnen sich durch expressive Erlebnishaftigkeit und eine klare Raumkonzeption aus. In seinem Spätwerk wird die Farbskala immer heller und kühler.
Daneben gibt es noch zahlreiche Altarbilder, etwa in Heiligenkreuz oder Melk.
Ein Deckenfresko im Schloss Schönbrunn aus den 1710er Jahren, das als eines seiner Hauptwerke gilt, ging beim Umbau des Schlosses in den 1740er Jahren verloren. Nach ihm benannt ist heute das Rottmayr-Gymnasium in Laufen a.d. Salzach.
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