Johannes de Britto

Johannes de Brito (Portugiesisch: João de Brito) (* 1. März 1647 in Lissabon; † 4. Februar 1693 in Oriur, Indien) war ein portugiesischer Jesuit, Missionar und Märtyrer, der oft als »Portugiesischer Franz Xaver« bezeichnet wird. Er wurde am 22. Juni 1947 von Papst Pius XII. heiliggesprochen.

Britto stammte aus eine mächtigen portugiesischen Adelsfamilie. Sein Vater starb als Vizekönig von Brasilien. Er trat 1662 in der Jesuitenorden ein und studierte im berühmten Kolleg von Coimbra. Er reiste 1673 zu den Missionsgebieten von Maduré, in Südindien, heute Tamil Nadu. 1683 kehrte er als Missionsprokurator nach Europa zurück. Der König Pedro II. versuchte ihn zum Bleiben zu bewegen, aber er kehrte zusammen mit 24 neuen Missionaren 1690 nach Indien zurück.

Die Maduré-Mission war ein kühner Versuch, eine indische Katholische Kirche zu begründen, die relativ frei von europäischer kultureller Domination war. Deshalb lernte Britto die lokalen Sprachen, kleidete sich und lebte wie ein hinduistischer Heiliger und versuchte den katholischen Glauben in Kategorien und Begriffen zu lehren, die im kulturellen Kontext Indiens verständlich waren. Diese Vorgehensweise war schon von Roberto de Nobili vorgeschlagen und praktiziert worden und war von beachtlichem Erfolg begleitet.

Am 28. Januar 1693 wurde Britto aufgrund seiner Predigttätigkeit von einem indischen König, dem Setupati von Marava zum Tod verurteilt und am 4. Februar 1693 hingerichtet.


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