| Das Ordenskreuz | |
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| Basisdaten | |
| Rechtsstatus | Verein alten Rechts |
| Sitz | Allee nach Sanssouci Nr. 5 D-14471 Potsdam |
| Verwaltungssitz | Finckensteinallee 111 D-12205 Berlin |
| Leitung | Herrenmeister Dr. Oskar Prinz von Preußen |
| Mitglieder | 3 900 |
| Konfession | evangelisch |
| Ordenswerke | Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) Johanniter-Hilfsgemeinschaften Johanniter-Schwesternschaft Johanniter GmbH mit 14 Krankenhäusern und 56 Altenpflegeeinrichtungen. |
| ordensnah | Jugendarbeit im Orden (JiO) Johanniter-Jugend (JJ) |
Der Johanniterorden (volle Bezeichnung Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens Sankt Johannis vom Spital zu Jerusalem, genannt Johanniterorden) ist eine seit 1538 bestehende Evangelische Ordensgemeinschaft, die in Kontinuität zu dem 1099 gegründeten Ritterorden der Johanniter oder Hospitaliter steht. Dieser älteste noch existierende Ritterorden geht auf ein bereits einige Jahrzehnte zuvor von italienischen Kaufleuten in Jerusalem gestiftetes Hospital zum Heiligen Johannes zurück.
Der Johanniterorden ist Träger der international arbeitenden Johanniter-Unfall-Hilfe (1,4 Mio. Mitglieder in Deutschland), der Johanniter-Hilfsgemeinschaften, der Johanniter-Schwesternschaft sowie weiterer Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Dem Johanniterorden (Sitz in Potsdam) gehören weltweit in 18 Genossenschaften bzw. Kommenden 3.900 Ritter an. Als amtierender „Herrenmeister“ führt Oskar Prinz von Preußen den Johanniterorden seit 1999. Der Johanniterorden besteht heute aus den Führungsgremien in der Balley und den in Genossenschaften organisierten weiteren Ordensrittern. Die Genossenschaften sind an den Einrichtungen wie Krankenhäusern, Altenheimen und weiteren karitativen Einrichtungen beteiligt.
Gemeinsam mit dem „Johanniterorden in den Niederlanden“, dem „Johanniterorden in Schweden“ und dem „Most Venerable Order of St John“ in England, die der jeweiligen Krone ihres Landes unterstehen, gehört der Johanniterorden zur "Allianz protestantischer Johannesorden". Die Mitglieder dieser Vereinigungen sind durch die Eigenheiten einer christlichen Grundüberzeugung und des Anspruches tätiger Nächstenliebe verbunden.
Inhaltsverzeichnis |
Das Selbstverständnis des Johanniterordens ist in der Ordensregel niedergelegt. Grundlage dessen ist der „Doppelauftrag“ des Ordens als Bekenntnis zu Jesus Christus und der Evangelischen Kirche sowie der Dienst am Nächsten. Die Ordensregel des Johanniterordens verpflichtet alle Mitglieder. Sie gibt keine Einzelanweisungen für die Lebensordnung, sondern versteht sich als Leitlinie für Haltung und Handeln der Mitglieder. Die wichtigsten Pflichten im Orden sind das Bemühen um den christlichen Glauben, die Stärkung der Bruderschaft und das Einbringen der eigenen Kräfte und Fähigkeiten in die heutige Gesellschaft.
Johanniter und Malteser führen das identische Ordenskreuz, es wird linksseitig getragen. Die Kreuzform erinnert an den Opfertod Christi. Die acht Spitzen weisen auf die acht Seligpreisungen der Bergpredigt hin (Matthäus 5, 3-10). Jeder der vier Balken des Kreuzes steht für eine Kardinaltugend (Gerechtigkeit, Tapferkeit, Weisheit und Mäßigung). Als Erkennungszeichen trugen die Ritter im diakonischen Dienst von Beginn an zunächst einen schwarzen Mantel mit einem weißen Kreuz darauf. Im Kriegseinsatz legten sie einen roten Überwurf mit einem weißen Balkenkreuz darauf an.
Der Orden vom Spital des heiligen (St.) Johannes zu Jerusalem (als Johanniter oder Hospitaliter bezeichnet) entstand nach der Eroberung Jerusalems durch das Heer des 1. Kreuzzuges im Jahre 1099 .
Er ging aus einem 1048 erstmals erwähnten Pilgerspital hervor, das von Kaufleuten aus Amalfi bereits lange vor dem ersten Kreuzzug gestiftet worden war. Ob dieses Johannes dem Täufer oder Johannes dem Almosengeber geweiht war, ist nicht mehr feststellbar, jedenfalls leitet sich der Name Johanniter von dort her ab. Die damals übliche Bezeichnung der Kranken als „die Herren Kranken“ jedenfalls deutet auf Johannes den Barmherzigen hin, der die Armen stets als „seine Herren“ bezeichnete. Nach der Eroberung von Jerusalem im Jahr 1099 durch die Kreuzfahrer unter Gottfried von Bouillon gewann der Orden erheblichen Zulauf. Das Hospital konnte später bis zu 700, nach anderen Quellen sogar 2.000 Pilger beherbergen. Unter Raimund von Puy (1120–1160), der dem Ordensgründer Bruder Gerhard Tonque nachfolgte, vollzog sich 1110-1140 der Wandel von der Spitalbruderschaft zum geistlichen Ritterorden. Hatte der Orden bis dahin das Ziel, kranken Mitmenschen zu dienen, trat als zweiter Auftrag des Ordens die Bekämpfung des Unglaubens und der Schutz der Pilger hinzu. Bereits um 1140 wurde dem Orden mehrere Festungen angedient, Raimund II. Graf von Tripolis verpflichtete sich ihnen gegenüber, keinen Frieden ohne ihre Zustimmung zu schließen. Imposante Zeugnisse der Geschichte des Johanniterordens im Heiligen Land sind die im 12. Jahrhundert errichtete Kreuzritterburg Belvoir in Israel, die 1142 übernommene Burg Krak des Chevaliers oder die 1186 in den Besitz der Johanniter gekommene Burg Margat/ Qal'at Marqab in Syrien.
Der Orden bestand damals aus (adligen) Rittern, den Kirchendienst übernahmen Priester, mit der Krankenpflege waren auch nichtadelige Laienbrüder betraut. Raimund selbst nannte sich noch Meister, der Titel Großmeister wurde erst 1267 von Papst Clemens IV. für Hugo von Revel bewilligt. 1185 stellte Kaiser Friedrich I. Barbarossa den Orden unter seinen Schutz und erließ ihm die Zahlung sämtlicher Steuern. 1187 fiel Jerusalem in die Hände des Sultans Saladin, so dass der Orden seinen Hauptsitz 1191 nach Akkon verlegen musste. Von dort aus wurden sowohl die Aktivitäten bei der Verteidigung des heiligen Landes als auch bei der Reconquista in Spanien gelenkt.
Die Krankenversorgung verschaffte der Hospitalbruderschaft einerseits große Bekanntheit und Stiftungen vieler Adeliger aus allen Teilen Europas. Das Vermögen wurde auch zur Einrichtung von Stationen und kleineren Hospitälern auf den Pilgerwegen verwendet. Bari, Otranto, Tarent, Messina, Pisa, Asti und Saint Gilles (Südfrankreich) wurden bereits 1113 in einem Privileg des Papstes Paschalis II. erwähnt. Zugleich erhielt die Bruderschaft die päpstliche Anerkennung. Ordensritter übernahmen auch die Verwaltung des Ordensbesitzes außerhalb des Mittelmeerraumes. Die Erlöse aus den Besitzungen wurden zum Teil an den Orden selbst abgeführt, zum Teil ermöglichten sie die Versorgung der Ritter vor Ort als Pfründe. 1154 gründeten die Johanniter ihre erste Niederlassung auf deutschem Boden vor den Mauern der Stadt Duisburg, wo sie die Duisburger Marienkirche errichteten und heute noch mit Maltersereinrichtungen vertreten sind. Kaiser Barbarossa bestätigte 1156 dem Orden alle Besitzungen in Österreich und dem Deutschen Reich. 1160 wurde die spätere Kommende Werben in der Mark Brandenburg erwähnt.
1206 wurden als nationale Zusammenschlüsse von Rittern sogenannte „Zungen“ gebildet. Innerhalb dieser Zungen bestanden (Groß-) Priorate, die wiederum in Balleien und Kommenden unterteilt waren. Eine Ballei fasste mehrere Kommenden eines (Groß-) Priorats zusammen. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts blieb diese Organisationsstruktur im wesentlichen unverändert. Der Deutschen Zunge waren zeitweilig Deutschland, Österreich, Dänemark, Norwegen, Schweden sowie Böhmen, Ungarn und Polen zugeordnet.
Mit der Schlacht von Gaza 1244 begann der Rückzug aus dem Vorderen Orient. Personell wurde der Orden sehr geschwächt. Nach der Eroberung Akkons durch die ägyptischen Mamluken am 28.Mai.1291 und dem damit verbundenen endgültigen Verlust des Heiligen Landes für die Kreuzfahrer war vorübergehend Limassol auf Zypern Hauptsitz des Johanniterordens. Nach Auseinandersetzungen mit dem König Zyperns eroberte der Orden unter dem Großmeister Foulques de Villaret, das von Byzanz nur schlecht verteidigte Rhodos, das zwei Jahrhunderte (1306–1522) Zentrum des Ordens blieb, seit dem wurden sie auch Rhodeser genannt. Die Aufhebung des Templerordens (1312) bescherte den Johannitern zwar zusätzliche Besitzungen in Europa, aber auch entsprechende Auseinandersetzungen mit lokalen Rivalen um diese Güter. Diese Streitigkeiten, hohe Kreditforderungen für den Ausbau von Rhodos, und Probleme mit der Rekrutierung neuer Ritter führten dazu, dass die Kreuzzugaktivitäten vorübergehend vernachlässigt wurden. An Stelle der Wiedereroberung Jerusalems trat die Verteidigung des Mittelmeers gegen islamische Truppen als Aufgabe des Ordens. Die Johanniter bauten eine starke Galeerenflotte auf, die ein bedeutender Machtfaktor im östlichen Mittelmeerraum war. Der Orden geriet jedoch in die widerstreitenden Handelsinteressen Venedigs, Genuas, sowie des Papstes, was sich lähmend auswirkte. Unter Johann von Lastic (1437–1454) erschien eine ägyptische Flotte zweimal vor Rhodos und begann 1444 die Belagerung der Hauptstadt, wurde aber zurückgeschlagen. Selbst die Belagerung der Stadt Rhodos durch Sultan Mohammed mit einem Heer von 70.000 Mann 1480 hielt Pierre de Aubusson (1476–1503) glücklich aus. Der Orden musste erst am 25. Dezember 1522, nach sechsmonatiger Verteidigung, gegen die Truppen des Osmanen Süleymans I., des Prächtigen, kapitulieren. Die verteidigenden Ritter erhielten freien Abzug.
1530 nahm der Orden seinen Hauptsitz auf Malta und die Bezeichnung Malteserorden bürgerte sich ein. Kaiser Karl V. übergab die Insel den Rittern 1530 als Lehen. Auch Malta wurde im 16. Jahrhundert von den Osmanen belagert, die Johanniter konnten sich aber behaupten. Die „Umzüge“ sowie die Verteidigung seiner Besitzungen im Mittelmeerraum, wie auch der Schutz der christlichen Handelsschiffe durch die Flotte der Malteser zehrten wiederum stark am Vermögen des Ordens.
Die finanzeillen Belastungen durch den Ausbau von Rhodos zwangen den Orden, Besitzungen in Osteuropa zu verkaufen. Die Befürchtungen der norddeutschen Ritterbrüder, die sich aus der Veräußerung einiger Ordensgüter ergeben hatten, führten 1382 zum Vergleich von Heimbach mit dem deutschen Großprior. In diesem Vertrag, den das Generalkapitel des Johanniterordens bestätigte, errang die Balley Brandenburg weitgehende Autonomie. So durften ihre Ritter ihr Oberhaupt, den Herrenmeister, frei wählen. Auch veränderte sich maßgeblich die Höhe der Zahlungen an die Ordenszentrale auf Rhodos und später auf Malta. Dieser Selbständigkeit im Orden stand eine enge Verbindung mit den Kurfürsten von Brandenburg gegenüber.
Zur weiteren Entwicklung des katholischen Zweiges des Johanniterordens zum heutigen Malteserorden siehe den Hauptartikel Malteserorden.
1538 trat Joachim II., Kurfürst von Brandenburg, zur lutherischen Lehre über. Die Balley Brandenburg (Sitz: Sonnenburg, heute Słońsk, Polen) folgte ihm darin und behielt einen Großteil ihrer Besitzungen. Trotz dieser Spaltung blieb sie aber, zumindest nominell, durchgehend ein Teil des (katholischen) Großpriorates Deutschland (Sitz: Heitersheim/Baden) und des Gesamtordens (Rhodos, später Malta).
Durch den westfälischen Friedensschluss 1648 verlor der Malteserorden fast alle seine Besitzungen im protestantischen Teil Deutschlands. Der protestantische Teil verblieb zwar formal als Balley Brandenburg bis 1810 im Malteserorden, hatte jedoch durch den Heimbacher Vergleich eine unabhängige Stellung. Durch die französische Revolution verlor der Malteserorden die Zungen Provence, Auvergne und Frankreich, ab 1806 durch Auflösung des Großpriorat Deutschland auch seine Besitzungen im katholischen Deutschland. In Spanien, Italien und Russland wurde bis 1811 ebenfalls der Ordensbesitz eingezogen. Das Großpriorat in Böhmen-Österreich blieb jedoch bestehen, was das Überleben des Malteserordens in dieser schwierigen Zeit sicherte.
Durch Edikt vom 30. Oktober 1810 und Urkunde vom 23. Januar 1811 wurde die Balley Brandenburg aufgehoben, ihre Besitzungen im Zuge der Säkularisierung eingezogen. König Friedrich Wilhelm III. stiftete am 23. Mai 1812 als Auszeichnung für ehrenvolle Dienstleistung, als Beweis königlicher Gnade und zur Erinnerung an die aufgelöste Balley Brandenburg den Königlich Preußischen St. Johanniterorden. Der neue „Johanniterorden“ war somit ein preußischer Verdienstorden.
Durch Kabinettsorder vom 15. Oktober 1852 stellte König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, die Balley formell wieder her, jedoch ohne Einsetzung in ihre vorigen Besitztümer. Die Kontinuität wurde gewahrt, weil einige vor 1810 zum Ritter geschlagene Mitglieder noch lebten und sie zu Kommendatoren ernannt, einen neuen Herrenmeister wählen konnten.
Seitdem besteht der Johanniterorden in der Rechtsform eines altrechtlichen Vereins. Aufgrund der durch die Balley Brandenburg beanspruchten Kontinuität als durchgängig bestehender Orden seit 1099 wurde nach dieser Wiedererrichtung die Wahl des neuen Herrenmeisters beim Großmeister des Malteserordens in Rom angezeigt.
Der Orden residierte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Berlin. Am 17. Mai 1853 wurde Prinz Carl von Preußen feierlich zum Herrenmeister des Ordens eingesetzt. Das erste Ordenskapitel tagte am 23. Juli 1853 und entwarf die Statuten, welche durch Urkunde vom 8. August von dem König als Protektor des Ordens genehmigt wurden. 1885 wurde als erstes noch bestehendes Ordenswerk die Johanniter-Schwesternschaft gegründet.
Heute sind die evangelische Balley Brandenburg des Johanniterordens (=Johanniter) und der katholische Johanniterorden (= Malteser) rechtlich getrennte Organisation. Die Erneuerung der Balley Brandenburg im 19. Jahrhundert hatte nicht unwesentlichen Einfluss darauf, dass sich auch die katholischen Ritter in Deutschland wieder neu organisierten.
Nach 1945 verlor der Orden alle Besitzungen in den Ostgebieten sowie auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone des vormaligen Deutschen Reiches.
1947 begann der Wiederaufbau der Balley Brandenburg mit ihren Genossenschaften in den westlichen Besatzungszonen unter dem 35. Herrenmeister Oskar Prinz von Preußen († 1958). Die Balley und ihre deutschen Genossenschaften sind auf der Grundlage des Schutzbriefes des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wurm, vom 2. Mai 1947 Bestandteil der Evengelischen Kirchen in Deutschland.
1951 wurden die Johanniter-Hilfsgemeinschaften (JHG) gegründet.
1952 Gründung der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH).
Ab 1990 wurden die Johanniter-Hilfsgemeinschaften und die Johaniter-Unfall-Hilfe auch in Ostdeutschland tätig. Der Orden konnte die Rückübertragung der in den neuen Bundesländern gelegenen Ordenshäuser erreichen; diese gingen in die Trägerschaft der Genossenschaften über.
1999 konnte das 900-jährige Bestehen des Ordens von Johannitern und Maltesern gefeiert werden und der 37. Herrenmeister Dr. Oskar Prinz von Preußen (* 1959) erhielt seine Investitur.
2001 wurde der Ordenssitz nach Berlin verlegt, 2004 nach Potsdam, wobei der Verwaltungssitz in der Hauptstadt blieb.
| Organigramm des Johanniterordens | |
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Der Johanniterorden hat die Rechtsform eines „Vereins alten Rechts“, das Korporationsrecht wurde ihm 1852 verliehen. Er hat seinen Sitz in Potsdam, der Verwaltungssitz ist Berlin. Der Johanniterorden ist durch den Schutzbrief des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 2. Mai 1947 Teil der evangelischen Kirche Deutschlands.
Der Johanniterorden selbst ist regional in Genossenschaften, auch Kommenden genannt, gegliedert. Führungsorgane der Ordens sind, neben dem „Herrenmeister“, das Kapitel und die Ordensregierung. Zur Zeit (2007) besitzt der Orden insgesamt 3.900 Mitglieder in Deutschland, Europa und Übersee. Die Mitglieder des Ordens sind, bis auf Ehrenmitglieder, ausschließlich männlich. „Mitgliedsstufen“ des Ordens sind:
Der Johanniterorden ist Initiator und Träger der sogenannten Ordenswerke, diese sind neben der Johanniter- Unfall- Hilfe e.V. die Johanniter- Schwesternschaft e.V. sowie etwa 70 Johanniter- Hilfsgemeinschaften. In den Ordenswerken sind über 1,4 Mio. aktive und fördernde Mitglieder tätig. Der Orden selbst verleiht als Ehrenzeichen das Herrenmeisterkreuz, das Kreuz der Ehrenmitglieder, das Kommendatorenkreuz, das Rechtsritter-Kreuz, und das Ehrenritterkreuz. Diese Insignien sind staatlich geschützt. Weitere Ehrenzeichen verleihen die Ordenswerke.
Der Herrenmeister leitet den Orden. Ihm stehen das Kapitel das aus den Regierenden Kommendatoren und den Mitgliedern der Ordensregierung gebildet wird, zur Seite. Der Herrenmeister selbst wird durch das "erweiterte Kapitel" gewählt.
Das Kapitel wird aus dem Herrenmeister und der Ordensregierung gebildet. Es stellt das zentrale operative Entscheidungsgremium des Ordens dar. Dem erweiterten Kapitel gehören zusätzlich die Kommentatoren und Ehrenkommendatoren der Genossenschaften an. Das Erweiterte Kapitel entscheidet über die Wahl des Herrenmeisters, das Procedere bei einer eventuellen Auflösung des Ordens sowie über Angelegenheiten, die ihm durch den Herrenmeister als besonders bedeutend vorgelegt werden.
Die Genossenschaften (auch Kommenden) werden von einem Kommendator geleitet, der die Genossenschaften auch gegenüber der Ordensregierung vertritt. Die Kommendatoren leiten als Führungsgremium der Genossenschaften den Konvent. Als Zusammenschluss von Ritterbrüdern eines Ortes oder einer Region werden durch die Kommendatoren Subkommenden gebildet und einem Subkommmendeleiter zugewiesen. Zur Zeit bestehen folgende Genossenschaften und Kommenden des Johanniterordens:
| Taufe Jesu Christi | |
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Taufe Christi, Miniatur aus dem Hitda-Evangeliar, um 1020
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Ebenfalls der Balley Brandenburg angeschlossen sind die nicht-deutschen Genossenschaften:
| Die Johanniter-Unfall-Hilfe | |
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Der Johanniterorden ist Träger der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), der Johanniter-Hilfsgemeinschaften (JHG), der Johanniter-Schwesternschaft, der Johanniter-Arbeitsgemeinschaften für Gegenwartsfragen (JAG) sowie von 15 Krankenhäusern und 56 Altenpflegeeinrichtungen. Hinzu kommen Tageskliniken und betreute Wohnungen. Um den heutigen Anforderungen an die Versorgung von Patienten und Bewohnern in stationären Einrichtungen bestmöglich nachkommen zu können, hat der Johanniterorden gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe die Johanniter GmbH als Trägergesellschaft für die Johanniter-Krankenhäuser und Johanniter-Altenpflegeeinrichtungen gegründet.
Der Johanniterorden führt seinen Namen zurück auf ein Hospiz in Jerusalem welches als Patron die biblische Gestalt Johannes des Täufers hatte. Er sieht es als seine Aufgabe an, dem christlichen Glauben im Diesseits den Weg zu bereiten – insbesondere durch „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“.
| Bruder Gerhard vom Hospital zu Jerusalem, ca. 1120 gestorben |
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| Doppelauftrag des Ordens | |
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| Ordensflagge | |
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| Aus der Bibel: | |
| Das Abendmahl | Matthäus 26, 26-29. |
| Die Seligpreisungen | Matthäus 5, 3-10. |
| Die Geistliche Ritterschaft | Epheser 6, 10-17. |
| Doppelgebot der Liebe | Matthäus 22,37 |
| Nähe zu Johannes | Johannes 3,30 |
Der erste bekannte Vorsteher vom Hospital zu Jerusalem, Bruder Gerhard (lat.: Gerardus), schrieb um 1120: „Unsere Bruderschaft wird unvergänglich sein, weil der Boden, auf dem diese Pflanze wurzelt, das Elend der Welt ist, und weil, so Gott will, es immer Menschen geben wird, die daran arbeiten wollen, dieses Leid geringer, dieses Elend erträglicher zu machen.“
von der Reformation bis zur Säkularisierung
Die Herrenmeister nach der Neugründung des Ordens (1852)
Ritterorden, Templerorden, Malteserorden, Ballei, Deutscher Orden