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Joschija

Joschija (hebr. יאשיהו‎; auch Josia) war von 640 bis 609 v. Chr. König des Reiches Juda (Südreich) aus der Dynastie der Daviden in der Königszeit Israels. Joschija nutzte eine Periode der Schwäche der Großmächte Ägyptens und Assyriens, um die Macht Jerusalems und Judas auf die Stadtstaaten des Nordens auszudehnen. Er vertrat eine Politik der nationalen Einigung der Stämme Palästinas, darunter auch fremde eingewanderte bzw. von den Assyrern deportierte Volksgruppen, zu einem einheitlichen Staat Juda unter der Führung Jerusalems. In seiner Zeit begann die Sammlung und Redaktion der biblischen Schriften zu einem Gesamtwerk der Geschichte Israels unter der religiösen Führung des Jerusalemer Allgottes JHWH (Monotheismus), die vor allem durch den Propheten Jeremia befördert und intensiviert wurde. Lokale Kulte und Götter wurden in ihrer Bedeutung zurückgedrängt. Diese Redaktion der Bibel wurde erst im Babylonischen Exil vollendet.

Geschichte

Juda hatte sich mit Ägypten gegen Babylon verbündet. Im Jahre 612 wurde die assyrische Hauptstadt Ninive von Nebukadnezar II., Großkönig Babylons, erobert. Joschija nutzte die assyrische Schwäche und eroberte einige Teile des ehemaligen Nordstaates Israels. Es kam zu Streitigkeiten mit Ägypten, das ein erstarkendes Mesopotamien fürchtete und den Assyrern zu Hilfe eilen wollte. Joschija schien sich hingegen geweigert zu haben, den Ägyptern freien Durchzug durch Juda zu gewähren. Zumindest zog er Pharao Necho II. entgegen und wurde 609 v. Chr. bei Megiddo durch diesen getötet. Darauf brachten ihn die Seinen nach Jerusalem und begruben ihn dort. Zu seinem Nachfolger wurde Joahas, der jedoch nur drei Monate regierte, da ihn Necho abgesetzte, gefangennahm und später nach Ägypten deportierte.

Einige Autoren verbinden mit Joschija das Wirken des Propheten Jeremias, des von Gott berufenen Völkerpropheten.

Siehe auch

Quelle:
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