| Jubilee Line | |
|---|---|
| Linienfarbe: | Grau |
| Eröffnungsjahr: | 1979 |
| Linientyp: | Röhrenbahn |
| Stationen: | 27 |
| Länge: | 36,2 km |
| Depot: | Stratford Market |
| Fahrgäste: | 127.584.000 (jährlich) |
Die Jubilee Line ist eine U-Bahn-Linie der London Underground. Sie ist 36,2 km lang und hat 27 Stationen (13 davon unterirdisch). Auf dem Liniennetzplan ist sie grau eingezeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
Die Jubilee Line wurde am 1. Mai 1979 eröffnet. Sie entstand einerseits aus der Übernahme eines bereits bestehenden Streckenastes der Bakerloo Line zwischen Baker Street und Stanmore (ursprünglich für die Metropolitan Line gebaut), andererseits aus einer vier Kilometer langen, unterirdischen Neubaustrecke zwischen Baker Street und Charing Cross.
Es gab bereits vorher eine Station namens Charing Cross, die von der Circle Line, der District Line, der Bakerloo Line und der Northern Line bedient wurde. Diese wurde in Embankment umbenannt. Die neue Station Charing Cross entstand aus dem Zusammenschluss der Stationen Strand der Northern und Trafalgar Square der Bakerloo. Diese beiden vorher getrennten Stationen erhielten eine neue gemeinsame Verteilerebene und wurden mit der Endstation der Jubilee ergänzt.
Die neue Linie hätte ursprünglich Fleet Line heißen sollen, benannt nach einem kleinen Fluss, der durch London fließt. Doch anlässlich des silbernen Thronjubiläums von Königin Elisabeth II. nannte man die noch in Bau befindliche Linie 1977 in Jubilee Line (Jubiläumslinie) um. Die graue Farbe auf dem Liniennetzplan soll Silber symbolisieren.
Die Jubilee Line von 1979 sollte eigentlich die erste Etappe einer viel längeren Linie sein, doch wegen Geldmangels wurde der Baubeginn der zweiten Etappe bis in die späten 1990er verschoben. Nach den ursprünglichen Plänen hätte die Jubilee Line die Fleet Street entlang führen, bei Aldwych die Themse unterqueren und bei Lewisham enden sollen.
Wegen der rasanten baulichen Entwicklung in den Docklands, dem ehemaligen Hafengebiet, änderte man jedoch die Pläne. Die Verlängerung nahm man 1999 in drei Etappen in Betrieb. Sie zweigt nach der Station Green Park von der ursprünglichen Linie ab, bedient die wichtigen Bahnhöfe Waterloo und London Bridge und erschließt in den Docklands das moderne Wolkenkratzer-Viertel Canary Wharf. Die Linie endet in Stratford, wo in wenigen Jahren die TGV-Züge nach Paris und Brüssel halten werden. Die Themse wird insgesamt vier Mal unterquert. Die ursprüngliche Endstation Charing Cross wurde nach nur zwanzig Jahren geschlossen und dient heute als Lokschuppen sowie als Wendestelle bei Problemen im Betriebsablauf.
Anfangs wurden Fahrzeuge der Bakerloo Line genutzt, die 1972 Tube Stock. 1984 wurde der 1983 Tube Stock in Dienst gestellt, das war auch die letztgebaute Bauart mit konventioneller Technik. Weil die Linie nach Stratford verlängert wurde, benötigte man neue Züge und die noch recht jungen 1983 Tube Stock wurden ausgemustert. 1 Motorwagen bleibt im Transport Museum erhalten. 2004 gammelten noch einige Einheiten in Uxbridge herum, sie sind an den Schienen festgerostet.
Für die Jubilee Line Extension, wo es Plattform Edge Doors gibt, ist es daher nicht möglich, die 1983 Tube Stock mit den neuen 1996 Tube Stock zu koppeln. Diese Züge wurden 1997 geliefert.
Die 1996 Tube Stock werden ab Ende Dezember 2005 um einen Wagen ergänzt, so das jeder Zug sieben Wagen besitzt. Die Stationen müssen dafür nicht umgebaut werden, da die PEDs (Platform Edge Door) schon vorhanden sind. Mit dieser Maßnahme kann die Kapazität der Linie um 17 Prozent erhöht werden.
Die Stationen haben je nach Epoche, in der sie gebaut wurden, ein ganz unterschiedliches Erscheinungsbild. Die von der Metropolitan Line gebauten oberirdischen Stationen zwischen Stanmore und Baker Street ähneln mit ihrer Backstein-Bauweise typisch englischen Landbahnhöfen. Die Tunnelstationen an der 1979 gebauten Strecke sind vom Gestalterischen her guter Durchschnitt.
Ganz anders präsentieren sich hingegen die Stationen, da an der 1999 eröffneten Verlängerung nach Stratford entstanden sind. Sie sind allesamt sehr geräumig, wenn nicht sogar riesig. Manche von ihnen haben gewaltige Eingangshallen und hohe Glaskuppeln, durch die das Tageslicht auf die Verteilerebenen fällt. Allgemein entsteht ein futuristischer Eindruck. Die Stationen sind mit Bahnsteigtüren ausgestattet, die sich erst dann öffnen, wenn die Züge anhalten. Dadurch werden Unfälle und Suizide verhindert.
Die Station Westminster, die 1868 eröffnet worden war, ist nicht mehr wiederzuerkennen, da sie komplett neu gebaut wurde. Der Bau erwies sich als äußerst komplex, da die bestehende Station der Circle und District Line unter laufenden Betrieb um 30 Zentimeter gesenkt werden musste. Die Station der Jubilee Line ist nach Hampstead die tiefstgelegene des ganzen Neztes, sie liegt über 50 Meter unter der Erdoberfläche und dient als Fundament des Portcullis House.
Das augenfälligste Merkmal der Station Canada Water ist die über 25 Meter hohe trommelförmige Glaskuppel über dem Empfangsgebäude. Canada Water ist die einzige Station, die gemäß den inzwischen verworfenen Plänen der Fleet Line gebaut worden ist.
Die Station Canary Wharf erschließt das gleichnamige Wolkenkratzer-Viertel in den Docklands. Sie ist die flächenmäßig größte Station im gesamten Underground-Netz, sie wurde vom renommierten Architekten Norman Foster entworfen und in einem leergepumpten Hafenbecken errichtet. Der Hauptgrund für die enormen Proportionen ist die große Anzahl Menschen, die diese Station benutzen; täglich steigen hier über 50.000 Fahrgäste ein oder aus. Damit ist Canary Wharf eine der meist genutzten Stationen überhaupt.
von West nach Ost
| Commons: Jubilee Line – Bilder, Videos und Audiodateien |
Bakerloo | Central | Circle | District | East London | Hammersmith & City | Jubilee | Metropolitan | Northern | Piccadilly | Victoria | Waterloo & City
Brockhaus-1911: Union Castle Line · Line
Herder-1854: Ashton under Line
Meyers-1905: City-Line · Castle-Line · British-India-Line · Clan-Line · Union Castle Mail Line · Dominion Line · Currie-Line · Brazilian-Line · Anchor-Line · American Line · Allan-Line · Bailey-Line · Blue Anchor-Line · Bibby-Line · Bell-Line