Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Werl befindet sich auf einem etwa zehn Hektar großen Gelände am Langenwiedenweg im Norden der Stadt Werl. Eine Erweiterung um ca. drei Hektar ist in Angriff genommen.
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Die JVA Werl wurde ab 1906 errichtet und am 1. Juli 1908 als "Königlich-Preußisches Zentralgefängnis" in Betrieb genommen. Später wurde sie umbenannt in "Zuchthaus und Sicherungsanstalt" und "Strafanstalt", bis sie die heutige Bezeichnung "Justizvollzugsanstalt" erhielt.
Die JVA Werl hat Platz für 868 Insassen, die in drei Hafthäusern auf insgesamt 628 Einzel- und 240 Gemeinschaftshaftplätzen untergebracht sind. Damit ist die JVA Werl eine der größten Justizvollzugsanstalten in Deutschland. Eine Erweiterung um ca. 3 ha ist in Angriff genommen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 26. April 2007.
Bei der JVA Werl handelt es sich um eine Anstalt mit einem hohen Sicherheitsgrad. Die Außensicherung ist durch eine bis zu sechs Meter hohe Mauer gewährleistet. In dieser sind sieben Beobachtungskanzeln integriert. Die Kanzeln sind mit Bediensteten besetzt, die unter bestimmten Voraussetzungen auch zum Schusswaffengebrauch verpflichtet sind. Die Anstalt wird zudem durch Kameras überwacht. Die innerhalb der Anstalt befindlichen Höfe sind z.T. durch elektronische Alarmzäune umwehrt.
Die Justizvollzugsanstalt Werl ist eine Anstalt des geschlossenen Strafvollzuges für erwachsene männliche Strafgefangene. Entsprechend ihrer Zuständigkeit werden hier vor allem längere Freiheitstrafen an ca. 800 männlichen erwachsenen Strafgefangenen vollzogen. Ferner sind etwa 60 Sicherungsverwahrte in der Anstalt in der Sicherungsverwahrung untergebracht. Die sachliche und örtliche Zuständigkeit der Justizvollzugsanstalt Werl richtet sich nach dem Vollstreckungsplan für das Land Nordrhein-Westfalen. Diesen erstellt das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.