Als Köbes wird seit etwa 200 Jahren ein Kellner bezeichnet, der in Brauhäusern in Köln, Düsseldorf oder Krefeld Bier serviert. Traditionell trägt er stets eine blaue Schürze aus Leinen mit einer ledernen umgeschnallten Geldtasche.
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Die Ursprünge des Begriffs liegen im Mittelalter, als die Brauknechte, die Braufässer rollten, anschlugen und zapften, oft junge Männer auf Pilgerfahrt zum Grab des heiligen Jakobus im spanischen Santiago de Compostela waren und sich eine Weile in Köln aufhielten, um Geld für die Weiterreise zu verdienen. „Köbes“ ist die kölsche Koseform von Jakob.
Der Köbes und seine unverwechselbare Art zu servieren gehört zur typisch rheinischen Brauhauskultur. Wenn ein Glas Bier leer ist, stellt der Köbes ohne Bestellung ein neues Glas hin, es sei denn, der Gast legt einen Bierdeckel auf das Glas. Darüber hinaus ist sein oft derber Humor, aber auch Anteilnahme und Witz charakteristisch für einen typischen Köbes — heutzutage wird dies oft auch künstlich gepflegt, weil die Besucher diese „Behandlung“ von einem echten Köbes erwarten. Diese ruppige Art wird im Ursprung auf die in besucherfreundlicher Gastronomie wenig geschulten Brauknechte, die auch im Schankraum bedienen mussten, zurückgeführt.
Das Pendant zum Köbes ist der Zappes, der Zapfkellner, der das Bier aus dem Fass an den Köbes oder vereinzelt auch direkt an Gäste ausschenkt. Die Funktion des Zappes kann von den Köbessen abwechselnd ausgeführt werden. Da Köbesse wie andere Gastronomiebedienstete zu einem nicht unerheblichen Teil von Trinkgeld leben, ist es mancherorts gute Gewohnheit, dass die anderen den Dauer-Zappes an ihren Einnahmen beteiligen.
Heute finden sich vereinzelt auch Frauen, die in typischer Köbes-Kleidung bedienen.
Traditionelle Köbesse findet man heute noch in: