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Merheim |
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| Fläche | 3,8 km² | |
| Einwohner | 8416 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte | 2215 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung | 1. Apr. 1914 | |
| Postleitzahl | 51109 | |
| Vorwahl | 0221 | |
| Stadtbezirk | Kalk (8) | |
| Verkehrsanbindung | ||
| Autobahn | A4 | |
| Bundesstraße | B55 | |
| Stadtbahn-Linie | 1 | |
| Bus-Linie | 157 | |
| Quelle: Strukturdaten der Stadt Köln (.zip) | ||
Merheim ist ein rechtrheinischer Stadtteil im Osten von Köln.
Inhaltsverzeichnis |
Merheim grenzt im Nordosten an den Stadtteil Dellbrück, im Osten an den Stadtteil Brück, im Süden an den Stadtteil Neubrück im Südwesten an Ostheim, im Westen an Höhenberg und im Norden an Holweide.
Durch eine Verwaltungsreform der französischen Besatzungstruppen im Jahre 1808 und der damit verbundenen Auflösung des Amtes Porz wurde aus dem ehemaligen Botenamt Merheim die Mairie (Bürgermeisterei) Merheim im zum Bergischen Land gehörenden Arrondissement (Kreis) Mülheim. Zur Bürgermeisterei gehörten die Orte Brück, Dellbrück, Höhenberg, Holweide, Ostheim, Rath, Dünnwald, Flittard, Höhenhaus und Stammheim.
Nachdem die französischen Truppen im Jahre 1813 geflohen waren, kam das Gebiet 1815 unter die Herrschaft des Großherzogtums Niederrhein und wurde somit preußisch. Das große preußische Zollgebiet der Bürgermeisterei verhalf dem Ort zu großem Wohlstand, da die anderen Gemeinden ihre Zölle nach Merheim abführen mussten. Eine Redensart aus dieser Zeit lautet:
„Merheim und Hand sind die reichsten Gemeinden im Bergischen Land!“
Die Bürgermeisterei wurde mit der Eingemeindung in die Stadt Köln im Jahre 1914 aufgelöst.
Der Name Merheim leitet sich von der früheren Schreibweise von Meer (Mer) und Heim ab. Das Gelände des Ortes lag ursprünglich an einem großen Süßwassersee, später als der Rhein das Rheinische Schiefergebirge durchbrach, verlief das Flussbett durch den Merheimer Bruch. Im 6. Jahrhundert siedelten sich dort die ersten Bewohner an.
Das Ortszentrum lag rund um die Kirche St. Gereon zwischen der Fußfallstraße und der Abshofstraße, wo sich auch die Bürgermeisterei befand. Am östlichen Ende der damaligen Hauptstraße, der Rüdigerstraße, befand sich ein großer Viehmarkt. Der im bergischen Fachwerkstil im Jahre 1665 errichtete Marktgasthof existiert noch heute und ist die älteste Gastwirtschaft im rechtsrheinischen Köln. Sie trägt erst seit 1937 den Namen Em ahle Kohberg, was vermutlich auf eine kluge Werbeidee der damaligen Wirtsleute Bering zurückzuführen ist, die den Gasthof nach einer Textzeile des bekannten, im Jahre 1930 erschienenen Heimatliedes von Willi Ostermann „Och wat wor dat fröher schön doch en Colonia, wenn d´r Franz mem Nies nohm Ahle Kohberch jing“, benannten.
Mit dem Bau der Vorortbahn von Cöln nach Brück im Jahre 1906 erhielt auch Merheim eine eigene Haltestelle. Durch den guten Verkehrsanschluss wurde auch der südliche Teil des Ortes attraktiv. In diesem Bereich entstanden 1910 die Maschinenfabrik Krauss und kurze Zeit später die Firma Schwarze. Das Ortszentrum verlagerte sich nach und nach zur Olpener Straße.
Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelte sich im Süden des Ortes die Arzneimittelfabrik Dr. Madaus & Co an, da das alte Firmengelände in Radebeul/Sachsen von den Sowjets enteignet worden war. Auch entstand auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes Ostheim das unter anderem durch die Schwerstverbranntenstation landesweit bekannte Klinikum Köln-Merheim.
Durch den Bau der A 4 am Anfang der 1970er-Jahre wurde der nördliche Teil des Ortes vom übrigen Merheim etwas abgegrenzt. Auf dem Gelände der durch den Autobahnbau zugeschütteten Kiesgruben wurde ein Heizkraftwerk der GEW und der Bertriebshof Merheim der Kölner Verkehrsbetriebe gebaut. Der Bau des Straßenbahn-Betriebshofes erwies sich als sehr schwierig, da das ehemalige Kiesgrubengelände sehr instabil war und absackte.
Durch den Wegzug der 1989 umfirmierten Madaus AG im Jahre 1998 entstand eine große Industriebrache, auf der zur Zeit das Wohngebiet Merheimer Gärten entsteht.
Die katholische Pfarrkirche St. Gereon gehörte mit dem ursprünglichen Bau zum Kölner Gereonsstift. Nach dem Einsturz der Kirche 1818 wurde nach Plänen von Johann Peter Weyer bis 1821 der heutige Kirchenbau errichtet. Dieser Bau wurde 1907 nochmals von Heinrich Renard umgestaltet. Im Zweiten Weltkrieg musste der ursprüngliche spitze Kirchturm aufgrund seiner Lage in der Einflugschneise zum Fliegerhorst Ostheim verkürzt werden.
In den Jahren 1996 und 1997 wurde die Kirche umfangreich saniert. Dabei wurden die ursprünglichen Marmorverzierungen freigelegt. Im Jahre 1997 wurde aus St. Gereon die Christmette am Heiligen Abend deutschlandweit im ARD-Fernsehen übertragen.
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