Köln-Neuehrenfeld

Wappen von Köln

Neuehrenfeld
Stadtteil 402 von Köln

Lage des Stadtteils Neuehrenfeld im Stadtbezirk Ehrenfeld
Fläche 2,5 km²
Einwohner 23.164 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte 9266 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Apr. 1888
Postleitzahlen 50823, 50825
Vorwahl 0221
Stadtbezirk Ehrenfeld (4)
Verkehrsanbindung
Autobahn A57
Stadtbahn-Linien 5 13
Bus-Linien 141 142
Quelle: Strukturdaten der Stadt Köln (.zip)

Neuehrenfeld ist ein Stadtteil innerhalb des Kölner Stadtbezirks 4 - Ehrenfeld.

Neuehrenfeld - Stuckfassaden in der Hauffstraße, vom Lenauplatz aus gesehen
Neuehrenfeld - Stuckfassaden in der Hauffstraße, vom Lenauplatz aus gesehen


Inhaltsverzeichnis

Lage

Neuehrenfeld grenzt im Osten und Südosten an die Stadtteile Bilderstöckchen und Neustadt Nord, im Süden an Ehrenfeld und im Nordosten an Ossendorf

Geschichte

Das erste Haus auf dem Gebiet des heutigen Stadtviertels wurde im Jahre 1871 in der Ottostraße gebaut - damals noch außerhalb der Stadt Köln. Um das Jahr 1908 wurden die heutige Siemensstraße, Eichendorffstraße, Röntgenstraße und Nussbaumerstraße mit Wohnhäusern bebaut. Hierbei wurden hohe Standards an die Wohnungsgröße und -qualität gelegt, und man ließ das Innere der Wohnblocks für Gärten frei. Die bunten Fassaden verzierte man, im Stil der Gründerzeit, reich. Da sich nur wohlhabendere Bürger eine solche Wohnung leisten konnten, nannten die Kölner die Gegend, in Anlehnung an die häufig vertretenen Berufe der Bewohner „Tintenkleckserviertel“, denn hier lebten Kaufleute, Lehrer, Beamte oder höhere Angestellte.

Mit der großen Eingemeindung im Jahre 1888 gehört das im Westen Kölns liegende Viertel zur Stadt. Nach einem Ratsbeschluss aus dem Jahre 1954 erhielt der Stadtteil offiziell den Namen Neuehrenfeld.

Plätze

Panorama Lenauplatz in Köln-Neuehrenfeld
Panorama Lenauplatz in Köln-Neuehrenfeld

Im Mittelpunkt des Viertels liegt der Lenauplatz mit den ihn umgebenden Bürgerbauten aus der späten Gründerzeit. Auch wenn durch die Bombenabwürfe des zweiten Weltkrieges große Lücken in diesen Baubestand gerissen wurden, deren Wiederaufbau in den Nachkriegsjahren heute nicht immer als vorteilhaft empfunden wird, lassen sich in Neuehrenfeld doch noch viele reich dekorierte Stuckfassaden finden.

So wie im sogenannten Chinesenviertel rund um den Takuplatz sind Teile des Neuehrenfelder Stadtgebietes auch durch wohnungsgenossenschaftliche Mietshäuser, die im Zeitalter des Neuen Bauens entstanden, geprägt.

Neuehrenfeld verfügt, nicht zuletzt durch den Zuzug von Migranten aus vielen Ländern, heute über ein vielfältiges Spektrum kleiner Handwerksbetriebe, Geschäfte, Restaurants, Weinstuben und seit einigen Jahren eine zunehmende Anzahl von Szenekneipen.

Herausragende Bauwerke im Stadtteil

Versöhnungskirche (ev) Köln Neuehrenfeld
Versöhnungskirche (ev) Köln Neuehrenfeld

Evangelische Versöhnungskirche

Das Kirchengebäude in Form eines Hexagons wurde 1963 nach den Plänen der Architekten Dr. Ing. F. W. Bertram und Dr. Ing. Lang aus Aachen begonnen und am 1964 fertig gestellt. Eingeweiht wurde die die Kirche der evangelischen Gemeinde Ehrenfeld am 31. Mai 1964. Das Westfenster stellt die Botschaft des Apostels Paulus, die Universalität des Heilgeschehens dar, es wurde von der Ehrenfelder Künstlerin Elfriede Fulda gestaltet.

St. Peter

Auf dem Simarplatz an der Subbelrather Straße gelegen ist St. Peter die zuständige katholische Pfarrkirche für einen großen Teil Neuehrenfelds. Die Kirche wurde 1901 im damals beliebten neugotischen Stil errichtet. Architekt war Theodor Roß. Der 62 Meter hohe Turm gehört zu den Blickfängen des Stadtteils. Da der Krieg die Kirche nur in geringem Maße beschädigte, ist die Ausstattung aus der Erbauungszeit noch zu einem großen Teil erhalten.

St. Barbara

Durch den Bau der Siedlungshäuser im Chinesenviertel wurde die bisherige Pfarrkirche St. Peter zu klein für die zunehmende Zahl von Gläubigen. Daher wurde von 1927–1929 die Kirche St. Barbara errichtet. Architekt war Karl Colombo.

Die Beseitigung von Kriegsschäden und die geänderten liturgischen Erfordernisse nach dem 2. Vatikanischen Konzil führten zu umfangreichen Umbaumaßnahmen zwischen 1965 und 1976. Seitdem macht die Kirche den Eindruck eines Kirchenbaus der 1960er Jahre.

Literatur

  • Christian Schuh: Kölns 85 Stadtteile. Emons, Köln 2003, ISBN 3-89705-278-4
  • Gerhard Wilczek: Ehrenfeld einst und jetzt. Höfer in Komm., Köln 1967

Weblinks


Quelle:
Artikel Köln-Neuehrenfeld aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Bookmarks
delicious wong linkarena google
Sponsoren