Köln-Nippes (Stadtbezirk)

Abgrenzung Stadtbezirk Nippes in Köln
Abgrenzung Stadtbezirk Nippes in Köln
Blick über das Nippeser Tälchen mit Altenberger Hof und Bezirksrathaus
Blick über das Nippeser Tälchen mit Altenberger Hof und Bezirksrathaus

Nippes ist ein linksrheinischer Bezirk der Stadt Köln.

In Bezirk leben 109.413 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2006 [1]) auf einer Fläche von 31,8 km².

Nippes ist außerdem der Kölner Stadtteil, der dem Stadtbezirk seinen Namen gegeben hat.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Gebiet des heutigen Kölner Stadtteils Nippes lag nachweislich bereits in der Römerzeit eine Villa. Am Rande des Nippeser Tälchen, einem heute verlandeten Altarm des Rheines, lag der alte Siedlungskern des heutigen Nippes, die Herrlichkeit Mauenheim. Die Wohnplatzbezeichnung Nippes selbst erscheint erstmals in Urkunden des 16. Jahrhunderts. Der Name Nippes (Nipp-Haus) lässt sich möglicherweise als Haus auf einer Anhöhe deuten. Im 17. Jahrhundert war die Gastronomie om Nippes berühmt-berüchtigt. 1794 beginnt die französische Besatzungszeit durch die Revolutionstruppen. Mehrere nördlich von Köln gelegene Ortschaften des vormaligen Kurköln werden zur Mairie de Longerich zusammengefasst, einem politischen Gebilde, das als eine Art Vorläufer des späteren Kölner Stadtbezirks Nippes gelten kann. 1815 wird Europa auf dem Wiener Kongress neu geordnet. Das Rheinland und Westfalen fallen Preußen zu, die Mairie heißt nun Bürgermeisterei Longerich und ist Teil des Landkreises Köln. 1888 wird die ehemalige Bürgermeisterei Longerich, die sich inzwischen in zwei Bürgermeistereien aufgespalten hat, nach Köln eingemeindet. In Köln-Nippes entstanden als bedeutende Eisenbahneinrichtungen ein Ausbesserungswerk und ein Rangierbahnhof, die aber heute stillgelegt sind.

Gegenwart

Der Bezirk umfasst die Stadtteile Bilderstöckchen, Longerich, Mauenheim, Niehl, Nippes, Riehl, Weidenpesch.

Das Bezirksrathaus befindet sich an der Neusser Straße, Nr. 450, etwa am Berührungspunkt der Stadtteile Weidenpesch, Mauenheim und Nippes.

Die Wahlen zur Bezirksvertretung in Nippes am 24. September 2004 hatten das folgende Ergebnis: SPD 31,31 %, CDU 27,36 %, Grüne 19,84 %, FDP 6,18 %, Pro Köln 5,47 %, PDS 3,72 %, Bürger Bündnis 3,46 %.

Nippeser Straßennamen

In Nippes sind die Straßen und Plätze in bestimmte Quartiere eingeteilt mit seltenen Ausnahmen, die aber ebenfalls weiter unten aufgelistet sind. Ebenso fehlen noch die neu angelegten Straßen und Plätze, die durch die Bebauung des ehemaligen Eisenbahngeländes entstanden sind bzw. noch entstehen:

  • 1. Das Eisenbahn-Quartier (gebaut bzw. umbenannt ab 1893) -> Hartwichstraße, Kleine Hartwichstraße, Nohlstraße, Sechszigstraße, Werkstattstraße, im Jahr 2006 erfolgte die Benennung der Straßen auf dem Gelände des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes Köln-Nippes, die Straßennamen Wagenhallenstraße, Kesselhausstraße, Am Alten Stellwerk, Bahnwärterweg, An der Alten Kantine, Am Ausbesserungswerk, Lokomotivstraße und An der Drehscheibe orientieren sich an den alten Betriebseinrichtungen und Orten des Geländes
  • 2. Das Preußen-Quartier (gebaut ab 1900) -> Blücherstraße, Bülowstraße, Einheitsstraße, Freiherr-von-Stein-Straße, Gneisenaustraße, Leipziger Platz, Louis-Ferdinand-Straße, Nettelbeckstraße, Scharnhorststraße, Schillstraße, Schwerinstraße, Tauentzienstraße, Waterloostraße, Wilhelmplatz, Yorckstraße
  • 3. Das Thüringer-Quartier (gebaut bzw. umbenannt ab 1892) -> Eisenachstraße, Thüringer Straße, Wartburgplatz, Wartburgstraße
  • 4. Das Künstler-Quartier (gebaut bzw. umbenannt ab 1893) -> a. Adam-Wrede-Straße, Cranachstraße, Gellertstraße, Grabbestraße, Holbeinstraße, Joseph-Bayer-Straße, Kuenstraße, Schenkendorfstraße, Schneider-Clauss-Straße -> b. Geldorpstraße, Hogenbergstraße, Simon-Meister-Straße
  • 5. Das Niederrhein-Quartier (gebaut vor und umbenannt ab 1880 (unter a.)/1893 umbenannt bzw. gebaut ab 1932 (unter b.)) -> a. Dormagenerstraße, Knechstedenerstraße, Ürdingerstraße, Zonser Straße -> b. Eltener Straße, Isselsburger Str, Kalkarer Straße, Kevelarer Straße, Walsumer Straße, Xantener Straße
  • 6. Das Kolonial-Quartier (gebaut ab 1935) -> Gustav-Nachtigall-Straße, Kamerunstraße, Lüderitzstraße, Tangastraße, Togostraße
  • 7. Das Botaniker-Quartier (gebaut ab 1956)-> Correnstraße, De-Vries-Straße, Nägelistraße
  • 8. Alte Nippeser und Kölner Familien -> Auerstraße, Auguststraße, Christinastraße, Eichstraße, Franziskastraße, Lohsestraße, Siebachstraße, Steinbergerstraße (Anmerkung: In den Gründerjahren war es Mode den Vornamen, vor allem der Ehegattin zu verwenden.)
  • 9. Das Flora-Quartier (gebaut bzw. umbenannt vor 1880) -> Florastraße, Gartenstraße, Nelkenstraße

Ausnahmen:

  • 1. Kirchbauten -> Josephkirchplatz, Turmstraße
  • 2. besondere Ehrungen -> Baudriplatz, Baudristraße, Erzberger Platz, Franz-Clouth-Straße, Kretzerstraße, Krüthstraße

Literatur

  • Peter Schreiber: Mauenheim einst und jetzt.Ein Beitrag zur Geschichte von Köln-Nippes. Köln (2. erw. Auflage) 1962
  • Stadtteilarchiv Köln-Nippes e.V. : Loß mer jet durch Neppes jon.Ein Streifzug durch die Geschichte. Köln (1. Auflage) 1987

Weblinks

Quelle:
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