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Nippes |
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| Fläche | 3 km² | |
| Einwohner | 32.405 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte | 10.802 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung | 1. Apr. 1888 | |
| Postleitzahlen | 50733, 50735 | |
| Vorwahl | 0221 | |
| Stadtbezirk | Nippes (5) | |
| Verkehrsanbindung | ||
| Bundesstraße | B9 | |
| DB-Anschluss | Köln-Nippes | |
| Stadtbahn-Linien | 6 12 13 15 | |
| Bus-Linien | 140 142 147 148 | |
| Quelle: Strukturdaten der Stadt Köln (.zip) | ||
Nippes ist ein linksrheinischer Stadtteil innerhalb des gleichnamigen Kölner Stadtbezirks 5.
Inhaltsverzeichnis |
Der Stadtteil grenzt im Süden an die Neustadt-Nord, im Osten an Riehl, im Norden an Weidenpesch und Mauenheim und im Westen an Bilderstöckchen und Neuehrenfeld.
Es gibt zahlreiche Deutungen des Namens Nippes, so z.B. die Bezeichnung nepp = kleine Anhöhe oder am Niep = an einer feuchten Senke.
Zum Ende der Steinzeit gab es im heutigen Stadtgebiet, in Nippes und in der Innenstadt sowie in Merheim und Brück weitere Ackerbau-Siedlungen, die der Michelsberger Kultur zugerechnet werden.
1199 ist zum ersten Mal von der "Herrlichkeit Mauenheim" die Rede, in deren Mitte der heutige "Altenberger Hof" und zwei weitere größere Höfe standen. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass das erste Gehöft dort wesentlich früher erbaut wurde. - Die "Herrlichkeit Mauenheim" umfasste mehr oder weniger das Gebiet des heutigen Stadtteils Nippes - das heutige Köln-Mauenheim entstand erst in den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts.
1549 wird Nippes erstmals urkundlich erwähnt ("Johann van Wermißkirchen am Nippis" wird in einem Pachtvertrag genannt). Der Ort entwickelt sich im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts immer mehr und wird bedeutender als Mauenheim. Nachdem die „Herrlichkeit Mauenheim“ 1794 von den Franzosen aufgelöst worden war, ging der Name Nippes schließlich auf die ganze Ansiedlung über, die dann nach dem Wiener Kongress zur preußischen Bürgermeisterei Longerich gehörte. 1888 wurde dieses Gebiet nach Köln eingemeindet; Nippes wurde bald eng mit dem Stadtzentum verbunden (Eisenbahn; Pferdebahn).
Da in der Kölner Innenstadt kein Platz mehr vorhanden war, siedelten sich zahlreiche Unternehmen in Nippes an. Bekannteste Beispiele: die Gummiwarenfabrik Clouth oder die Auermühle (die später als Aurora in Deutz bekannt wurde). Außerdem entstanden eine zentrale Eisenbahnwerkstatt und ein Rangierbahnhof, die aber heute stillgelegt sind.
Heute ist Nippes ein sehr lebendiges "Veedel", in dessen Zentrum sich die Neusser Straße mit all ihren Geschäften befindet. Einen Stadtteil im Stadtteil stellt das "Sechzigviertel" dar (Sechzigstaße, Hartwichstraße und Nebenstraßen), das seinen Ursprung in einer Werkssiedlung des Ausbesserungswerks der Eisenbahn hat.
Bekannt ist Nippes unter anderem für seinen täglich (außer sonntags) stattfindenden Markt auf dem Wilhelmplatz. Es gibt reizvolle Grünflächen an der Rändern des Stadtteils: Das "Nippeser Tälchen" im Norden, die "Nippeser Schweiz" im Südwesten und der "Johannes-Giesberts-Park" im Osten. Ganze Straßenzüge präsentieren Hausfassaden aus Gründerzeit und Jugendstil, z.B. die Schwerinstraße, der Leipziger Platz und die Eisenachstraße. Sehenswert sind auch der "Altenberger Hof", der jetzt das Nippeser Bürgerzentrum beherbergt, und die Nippeser Kirchen. Die älteste unter ihnen ist die Kirche "St. Heinrich und Kunigund" (1850-52 nach Plänen des Baumeisters Vincenz Statz errichtet) an der Mauenheimer Straße.
Nippes ist der Geburtsort des amtierenden Oberbürgermeisters von Köln Fritz Schramma.
Das Gymnasium Köln-Nippes (inoffiziell auch "Blüchergymnasium" genannt), mitten in Nippes gelegen, hat eine jüngst sanierte ansehnliche Fassade aus rotem, weiß gebändertem Miltenberger Sandstein und beherbergt ein Planetarium und zwei Sternwarten.
Bilderstöckchen | Longerich | Mauenheim | Niehl | Nippes | Riehl | Weidenpesch