Die Kölnarena ist eine Multifunktionsarena in Köln-Deutz und die größte ihrer Art in Deutschland. Sie wird wegen des, das ganze Bauwerk überspannenden 76 m hohen Bogens, von der Presse und den Kölnern auch Henkelmännchen, in Anspielung auf ein tragbares Essgeschirr, genannt.
Mit bis zu 20.000 Plätzen (variiert je nach Veranstaltung) und 83.700 Quadratmeter Nutzfläche, diversen gastronomischen Einrichtungen, moderner Bühnen-, Ton- und Lichttechnik eignet sie sich für viele Arten von Veranstaltungen wie beispielsweise Sport, Musicals, Kongresse oder Tagungen.
Die Halle besitzt wegen der regelmäßig hier stattfindenden Spiele des Kölner Eishockey-Clubs („Kölner Haie“) eine abdeckbare Eisfläche. Erbaut wurde die Kölnarena in den Jahren 1996–1998 nach dem Entwurf des Architekturbüros Böhm (Peter Böhm).
Die Kölnarena hat ein eigenes Maskottchen mit dem Namen „Areni“, das auf allen größeren Veranstaltungen auftritt.
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Regelmäßig tragen in der Kölnarena folgende Vereine ihre Heimspiele aus:
2006 fand in der Kölnarena die European Club Championship im Handball statt, bei der Handball-Weltmeisterschaft 2007 fanden dann acht Spiele in der Kölnarena statt, darunter das Finale. Auch für die Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 wurde sie zu einem der offiziellen Ausrichtungsorte bestimmt. Die World Wrestling Entertainment veranstaltete hier die Wrestlemania revenge tour.
Zahlreiche Superstars gaben bislang in der Kölnarena Konzerte. Unter anderem spielten Kelly Clarkson, Britney Spears, Tokio Hotel, Christina Aguilera, Bryan Adams, U2, Metallica, Bruce Springsteen, Peter Gabriel, AC/DC, Mariah Carey, George Michael, Pink, A-ha, Aerosmith, Eric Clapton, Backstreet Boys, Destinys Child, Depeche Mode, Herbert Grönemeyer, Santana, Mark Knopfler, Elton John, James Last, Pur, Udo Jürgens, Bläck Fööss, Höhner, Justin Timberlake, Roger Waters, Mike Oldfield, Simple Minds, Peter Maffay, Modern Talking, Eros Ramazzotti, Lionel Richie, BAP, Mario Barth, David Copperfield, Shakira, Whitney Houston, R. Kelly, Prince, Paul McCartney und Xavier Naidoo in der Deutzer Arena.
Auch die international erfolgreiche Tournee der The Nokia Night of the Proms füllt regelmäßig an zwei Abenden im Dezember die Kölnarena. Im November 1998 fand dort auch die Deutschlandpremiere von Disney’s Mulan statt. Heimspiel haben zudem die großen, alteingesessenen kölschen Bands, wie beispielsweise die Bläck Fööss mit ihren Sylvesterkonzerten oder die Höhner, die beide regelmäßig die Arena ausverkaufen. Ein Publikumsmagnet im Kölner Karneval ist die Veranstaltung „Lachende Kölnarena“, der Nachfolger der „Lachenden Sporthalle“. Die Eintrittskarten für alle elf Termine pro Session sind jedes Jahr schnell ausverkauft und es gilt das Prinzip der Selbstverpflegung: Die Besucher können Essen und Getränke mit in die Arena bringen, was bei sonst allen Veranstaltungen in der Kölnarena, aber auch anderen Karnevalssitzungen in Köln, verboten ist.
Darüber hinaus finden in der Kölnarena einige Hauptversammlungen von deutschen Aktiengesellschaften statt. Dazu zählen u. a. die in der Nähe beheimateten Unternehmen Deutsche Post AG und Deutsche Telekom AG.
Jahrzehntelang besaß die Stadt keine Halle dieser Größenordnung, obwohl man sich spätestens seit den 1980er Jahren in Politik und Wirtschaft weitgehend einig war, dass ein Gebäude dieser Art fehle. Die 1958 erbaute Kölner Sporthalle im Messegelände mit 8.000 Sitzplätzen besaß weder die Größe noch die Funktionalität einer modernen Veranstaltungshalle.
Nachdem relativ schnell klar war, dass der Bau die öffentlichen Kassen nicht belasten dürfe, suchte man nach Investoren. Diese fand man 1989 unter Beteiligung der Bauholding STRABAG SE, die den sogenannten EuroPalast bauen wollte. Doch diese zog ihre Beteiligung kurze Zeit später zurück.
Schließlich einigte man sich auf den Entwurf der Philipp Holzmann AG und die Finanzierung durch einen Immobilienfonds Köln-Deutz Arena. Als Bauplatz wurden der Fest- und Messeparkplatz in Köln-Deutz ausgewählt. Was das Projekt schließlich noch bis 1996 herauszögerte waren Zweifel daran, dass sich der Bau einer Veranstaltungshalle alleine hinterher tragen würde, deshalb war schnell klar, dass die Halle eine Randbebauung erhalten sollte. Da Mieter hier im Vorfeld nicht in ausreichender Zahl zu finden waren, entschied der Stadtrat, dass ein Großteil der Stadtverwaltung in diese Gebäude ziehen sollte. Die Eröffnung der Kölnarena fand im Oktober 1998 statt. 2000 wurde zudem die „Kölnarena 2“ eröffnet, die ebenfalls zur Randbebauung gehört und in der seitdem die Kölner Haie ihr Trainings- und Verwaltungszentrum haben.
Der Bogen, der in Polen produziert wurde, ist im beleuchteten Innenraum zu Wartungszwecken begehbar. In Höhe oberhalb der Dachkante befindet sich auf beiden Seiten des Bogens ein Eingang. Ebenso im Mittelpunkt des Bogens in 76 m Höhe. Eine eingeschweißte Treppe im Bogenverlauf garantiert den Durchgang.
Der Bogen hat die Außenmaße von 3 m x 3 m und eine Abwicklung von 250 m. Die kurze Fläche hat eine Breite von 0,5 m.
Der Bogen besteht aus insgesamt 10 Einzelteilen. Das größte Einzelteil hat ein Gewicht von ca. 90 t. Bei der Montage wurden je zwei Teile einer Seite getrennt angeliefert und vor Ort verschweißt. Während der Montage wurden die jeweiligen Enden auf der Nord- und Südseite der Arena auf entsprechenden hydraulischen Betonplattformen abgestützt.
Die Abhängungen vom Bogen zum Dach haben einen Außendurchmesser von 220 mm und eine Wandstärke von 18 bis 30 mm. Der erste Abhänger auf der Südseite der Kölnarena kann eine Last von bis zu 360 t aushalten.
Aus Unwettergründen bestand ein hohes Risiko, dass sich die Abhänger aufwiegeln, ins Schlingern geraten und so erheblichen Schaden anrichten konnten. Aus diesem Grunde spannte man im unteren Drittel der Abhänger ein Edelstahl-Drahtseil mit einem Durchmesser von 6 mm.
Die Bodenlager des Bogens auf der Nord- und Südseite, sind so gearbeitet, dass sich der Bogen in alle Himmelsrichtungen frei bewegen kann. Diese Lager können eine Maximallast von 2.500 t aufnehmen.
In die Außenhülle des Daches sind Rippen eingearbeitet, die den gleichmäßigen und langsamen Abfluss von Regenwasser in die Regenrinne gewährleisten. Somit wird verhindert, dass sich die Regenrinne ungleichmäßig füllt und/oder durch die Dachneigung überläuft.
Die eingearbeitete, von unten nicht ersichtliche Regenrinne befindet sich im Randbereich und wird von der Verkleidung komplett verdeckt. Die Regenrinne hat die Innenmaßen von BxH 1,5 x 1,8 m und jedes der 24 Bauteile wiegt ca. 7 t. Aufgrund der Dachneigung von der Süd- zur Nordseite mit einem Höhenunterschied von 12 m wurden in die Rinne Stufen eingebaut, die das Wasser in seinem Fluss beruhigen sollen.
Auf der Nordseite fällt das Wasser durch zwei Durchlässe in ein Auffangbecken um es nochmals zu beruhigen, bevor es in das Kanalsystem abgeleitet wird.
Die Akustik in der Kölnarena ist aufgrund der baulichen Besonderheiten als nicht gerade ideal anzusehen und bereitete gerade in der Anfangszeit vielen Bands große Probleme, da es sich für nicht ausgebildete Tontechniker als nahezu unmöglich herausstellte, die leere Halle (ohne Zuschauer) im Soundcheck einzuschätzen. Die in der Kölnarena installierte Musikanlage, die alleine über 1 Mio DM kostete, wurde ebenfalls von vielen als nicht tauglich eingestuft und teilweise boykottiert. Obwohl sich viele klangliche Unzulänglichkeiten auf mangelnde Fähigkeiten der Abmischer zurückführen lassen, musste die tontechnische Anlage nachgebessert werden.
Zusätzlich zur KölnArena wurde auf dem Gelände ein technisches Rathaus gebaut. Dieses ist laut Presseberichten zu überteuerten Mieten und mit falschen Angaben zur Grundfläche an die Stadt Köln vermietet. So finanzieren angeblich die Kölner Bürger über ihre Steuern die hohen Mieten im technischen Rathaus und wiederum die Profite der „KölnArena“-Betreiber. Der für diesen Vorgang verantwortliche ehemalige Stadtdirektor Lothar Ruschmeier (SPD) ist heute Geschäftsführer der Oppenheim-Esch-Holding, die den Immobilienfonds Köln-Deutz Arena aufgelegt hat.
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