Königliche Proklamation von 1763

Östliches Nordamerika im Jahre 1775 einschließlich der Trennungslinie der Königlichen Proklamation von 1763
Östliches Nordamerika im Jahre 1775 einschließlich der Trennungslinie der Königlichen Proklamation von 1763

Die Königliche Proklamation von 1763 wurde am 7. Oktober 1763 vom Britischen Parlament ausgestellt, nachdem, durch den Vertrag von Paris (1763) zur Beendigung des Franzosen- und Indianerkrieges, einige französische Kolonien in Nordamerika übernommen worden waren.

Unter anderem beschränkte die Proklamation die Siedlungsgebiete und untersagte das Siedeln westlich der Appalachen jenseits der sogenannten Proklamationslinie. Dies sollte die ausbeuterischen Käufe von indianischem Land verhindern. Es wurden bestimmte Anforderungen gestellt, unter denen Land von Eingeborenen gekauft werden durfte, zum Beispiel musste eine Versammlung aller am Verkauf beteiligten Indianer dem Vertrag zustimmen. Die in der Proklamation bestimmte Trennungslinie sollte also keineswegs dauerhaft sein, wie oft geglaubt wird, sondern nur dazu dienen, die weitere Eroberung des Westens in geregelte juristische Bahnen zu lenken. Die Trennungslinie wurde fünf Jahre später, im Vertrag von Fort Stanwix (1768), angepasst.

Östlich der Appalachen gab es darüber Ärger und Widerstand bei den Kolonisten und im Westen wurde das Gesetz einfach ignoriert und man siedelte illegal weiter im westlichen Pennsylvania. Weder britische Behörden noch das Militär konnte sie stoppen und um 1774 lebten schon fast 50.000 Weiße westlich der Appalachen.

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