| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
![]() |
|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Rhein-Sieg-Kreis | |
| Koordinaten: | 50° 41′ N, 7° 11′ O | |
| Höhe: | 51–460 m ü. NN | |
| Fläche: | 76,19 km² | |
| Einwohner: | 41.216 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 541 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53639 | |
| Vorwahlen: | 02223 und 02244 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SU | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 82 024 | |
| Stadtgliederung: | ca. 50 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Drachenfelsstraße 9–11 53639 Königswinter |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Wirtz (CDU) | |
| Lage der Stadt Königswinter im Rhein-Sieg-Kreis | ||
![]() |
||
Königswinter ist eine Stadt im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen mit über 40.000 Einwohnern, auf der östlichen Rheinseite gegenüber der Bundesstadt Bonn gelegen. Überregional bekannt geworden ist sie durch das Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland auf dem Petersberg, das aufgrund der Nähe zur Bundesstadt Bonn gelegentlich als Schauplatz für bedeutende internationale Kongresse und Konferenzen dient.
Die Stadt liegt am Rhein zwischen Bad Honnef und Bonn-Beuel am Fuße des Petersberges und bietet außerdem Zugang zu Deutschlands meistbestiegenem Berg, dem Drachenfels. Dieser hat mit der Burgruine aus dem 12. Jahrhundert, unterstützt durch die seit 1883 betriebene Zahnradbahn zu seinen Höhen hinauf, Königswinters Namen als Fremdenverkehrsort entscheidend mitgeprägt. Beide Berge gehören zum Naturpark Siebengebirge. Der Rheinsteig, der 2005 eröffnete rechtsrheinische Fernwanderweg, führt von Bonn über den Drachenfels nach Wiesbaden.
Die Lage Königswinter wird durch die Nähe zu Bonn und insbesondere das weniger als fünf Kilometer entfernte Bundesviertel begünstigt, das durch die dort ansässigen nationalen und supranationalen Institutionen wie Bundesministerien, Bundesbehörden, internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen sowie mehreren Global Players einen Arbeitsplatzschwerpunkt darstellt.
Die Hänge der Berge in Königswinter und Oberdollendorf werden seit jeher zum Weinanbau genutzt. Der Ortskern von Königwinter befindet sich auf 50,683° nördlicher Breite und 7,183° östlicher Länge in einer Höhe von 74 Metern über dem mittleren Meeresspiegel. Der höchste Punkt im Stadtgebiet Königswinter liegt bei 461 Metern über NN auf dem Großen Ölberg. Dieser Punkt ist gleichzeitig der höchste Punkt im Rhein-Sieg-Kreis.
Das Stadtgebiet Königswinter erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung von der Grenze zum Bad Honnefer Stadtteil Rhöndorf bis zum Bonner Stadtbezirk Beuel mit einer Ausdehnung von circa 10 Kilometern.
In Ost-West-Richtung erstreckt es sich von der Grenze in der Mitte des Rheins mit dem Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg bis zur rheinland-pfälzischen Gemeinde Buchholz. Die Ausdehnung beträgt hier ungefähr 14,5 Kilometer.
Das Stadtgebiet Königswinters streckt sich auf eine Fläche von 76,19 Quadratkilometern aus und besitzt damit die viertgrößte Ausdehnung im Rhein-Sieg-Kreis. Es gliedert sich in einen Berg- und Talbereich mit 54 Ortsteilen:
Altstadt, Bennerscheid, Berghausen, Bockeroth, Boseroth, Dahlhausen, Düferoth, Döttscheid, Eisbach, Eudenbach, Faulenbitze, Gratzfeld, Gräfenhohn, Hartenberg, Hasenboseroth, Heisterbach, Heisterbacherrott, Hühnerberg, Hüscheid, Ittenbach, Kellersboseroth, Kochenbach, Komp, Kotthausen, Lahr, Margarethenhöhe, Niederbuchholz, Niederdollendorf, Niederscheuren, Nonnenberg, Oberdollendorf, Oberpleis, Oberscheuren, Oelinghoven, Perlenhardt, Pleiserhohn, Pützstück, Quirrenbach, Rauschendorf, Ruttscheid, Rübhausen, Römlinghoven, Sand, Sandscheid, Sassenberg, Siefen, Stieldorf, Stieldorferhohn, Thomasberg, Uthweiler, Vinxel, Wahlfeld, Weiler, Willmeroth.
14 Ortsteile in der Bergregion werden auch mit der inoffiziellen Bezeichnung Oberhau zusammengefasst.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Königswinter. Sie werden im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend, genannt:
Bundesstadt Bonn (Stadtbezirk Beuel), Stadt Sankt Augustin (Rhein-Sieg-Kreis), Stadt Hennef (Rhein-Sieg-Kreis), Gemeinde Buchholz (Verbandsgemeinde Asbach, Landkreis Neuwied), Stadt Bad Honnef (Rhein-Sieg-Kreis), Bundesstadt Bonn (Stadtbezirk Bad Godesberg).
Das Königswinterer Klima ist im Bundesvergleich mild. Die Jahresdurchschnittstemperatur (Mittel 1971 bis 2000) liegt bei 10,9 Grad Celsius, wobei es bedeutende Schwankungen zwischen Tal- und Bergbereich gibt. Nach Prognosen des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung wird die Jahresdurchschnittstemperatur, errechnet aus den Jahren 2001 bis 2030, 11,9 Grad Celsius betragen, zudem werde die Vegetationsperiode länger.
Spuren römischer Steinbruchtätigkeit am Drachenfels und der Gebrauch dieser Steine in römischen Gebäuden in den Orten rheinabwärts sind die mit ersten Zeugen menschlicher Tätigkeit in der Region.
Der Ort Königswinter wurde im Jahr 1015 erstmalig als Winetre erwähnt. Kaiser Heinrich II. schenkte dem Bonner Frauenstift Dietkirchen ein Gut, das ihm Graf Wilhelm und dessen Bruder Boppo in dem im Auelgau gelegenen Ort Winetre überlassen hatten. Es gibt jedoch Funde (so z. B. in Form eines fränkischen Grabsteines in Niederdollendorf), die auf das Jahr 680 n. Chr. zurückdatiert werden. Somit gab es zu dieser Zeit vermutlich schon Bewohner in der Region.
Zu den Grundbesitzern gehörte auch das Stift Essen und das Kloster Heisterbach. Königswinter gehörte zum kurkölnischen Amt Wolkenburg, welches die beiden Burgen Drachenfels und Wolkenburg sowie die Orte Königswinter und Ittenbach umfasste. Obwohl Königswinter eine Stadtmauer und damit eines der für eine Stadt typischen Merkmale hatte, besaß der Ort kein Stadtrecht, so dass er als sogenannter Flecken anzusehen war. 1689 brannten fast alle Gebäude ab, weil französische Soldaten Königswinter plündern wollten.
Nach der Säkularisierung des Erzstiftes 1803 fiel Königswinter an das Fürstentum Nassau-Usingen, 1806 an das Großherzogtum Berg und schließlich 1815 an das Königreich Preußen.
Das neue Amt Königswinter umfasste die Gemeinden Honnef, Königswinter, Aegidienberg und Ittenbach. 1862 löste sich Honnef aus dem Amtsbereich und erhielt als Stadt seine Selbstständigkeit. Königswinter erhielt 1889 die Stadtrechte. Die Gemeinden Aegidienberg und Ittenbach verblieben im Amt, das nunmehr Königswinter-Land wurde. Der Bürgermeister der Stadt war in Personalunion Amtsbürgermeister. Bevor August Mirbach Bürgermeister wurde, war Königswinter ein Dorf und die einzige befestigte Straße war die Hauptstraße, an der man auch die ältesten Gebäude findet. Weinanbau, Forstwirtschaft, Steinbruch und eine Mine waren die Arbeitgeber. Als er 1841 sein Amt begann, war sein Ziel, die touristischen Möglichkeiten des Siebengebirges zu nutzen. Der Aufstieg zum Drachenfels ist vor allem am Anfang sehr steil und die Hilfe von Eseln war unbequem, deshalb versuchte er, die Technik des 19. Jahrhunderts zu nutzen. Nach einiger Zeit konnte er eine Firma für das Projekt Drachenfelsbahn gewinnen, die am 13. Juli 1883 eröffnet wurde. Der Drachenfels erlangte durch Richard Wagners Version der Nibelungensage internationale Berühmtheit. Hier erschlug Siegfried den legendären Drachen und badete anschließend in dessen Blut, um sich unverwundbar zu machen. Jedoch verdeckte ein Lindenblatt eine Stelle zwischen seinen Schulterblättern, was ihm später zum Verhängnis wurde. Somit besiegelte sich Siegfrieds Schicksal in Königswinter am Rhein.
1889 wurde mit der Petersbergbahn eine zweite Zahnradbahn eröffnet. Mit dem Bau der Bahnen kam der Massentourismus in die Stadt. In Hotels, Gastronomie und Souvenirläden fanden die Königswinterer neue Beschäftigungsmöglichkeiten.
Industrie siedelte sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts an: das Stella-Werk. 1919 gründete Paul Lemmerz seine Felgenfabrik, die sich heute von der Altstadt bis nach Niederdollendorf erstreckt und immer noch das wichtigste Unternehmen der Stadt ist. Seine Brüder Franz und Simon Lemmerz besaßen eine Automatenfabrik, die heute in der dritten Generation existiert. Eine weitere Gründung aus den 1920er Jahren ist die Zera.
Im Zweiten Weltkrieg blieb Königswinter von Bombenangriffen weitgehend verschont. Allerdings wurde die Stadt am 22. April 1944 zum Ziel eines Luftangriffs, bei dem schwere Zerstörungen im nördlichen Siedlungsgebiet angerichtet wurden. In der damaligen Hindenburgstraße (heute General-Konsul-von-Weiß-Straße) erhielt ein Haus einen Treffer und obwohl das Haus zerstört war, blieb das vor dem Haus befindliche Kreuz unbeschädigt. Zerstört wurde auch das Hotel Berliner Hof. Das Gelände blieb unbebaut und wurde zu einer Gartenanlage, dem Berliner Platz, umgebaut. Heute steht an dieser Stelle das Sea Life Center Königswinter.
Als Sitz der Hohen Kommissare erlangte der Petersberg große Berühmtheit. 1949 wurde hier das „Petersberger Abkommen“ geschlossen, das für die junge Bundesrepublik einen ersten außenpolitischen Erfolg bedeutete.
Bei der kommunalen Neuordnung im Jahre 1969 entstand die neue Stadt Königswinter aus der Stadt Königswinter, der Gemeinde Ittenbach aus dem ehemaligen Amt Königswinter, den Gemeinden Oberpleis und Stieldorf aus dem ehemaligen Amt Oberpleis, und den Gemeinden Heisterbacherrott, Niederdollendorf und Oberdollendorf aus dem ehemaligen Amt Oberkassel. Die Tagungen auf dem Petersberg (Afghanistan-Konferenz) haben den Namen der Stadt in alle Welt getragen.
Der Name Königswinter entstand angeblich, nachdem Karl der Große am Drachenfels eine Weindomäne erwarb, und Königswinter somit ein königlicher Winzerort (lat: Vinitiorium) wurde. Einen Nachweis gibt es nicht. Im Jahre 893 taucht zum ersten Male der Name "Uintere" auf. In einer Urkunde der Abtei Prüm (Eifel) werden als Abteibesitz Weinberge bei Uintere genannt. Hierbei handelt es sich jedoch wahrscheinlicher um das stromaufwärts gelegene Oberwinter. 1015 nennt man in einer Urkunde vom 25. Februar erstmals unser Königswinter, aber noch in der Form "Wintere". 1342 tritt zum ersten Male der Name Kuningwinteren statt Wintere auf, womit der Unterschied zu Oberwinter getroffen wird.
In den vergangen Jahren stieg die Einwohnerzahl Königswinters wie im gesamten Rhein-Sieg-Kreis stark an, 2003 lag die Bevölkerung um 9,1 Prozent höher als 1996. Nach einer Prognose der Bertelsmann Stiftung soll sich diese Entwicklung fortsetzen, sie rechnet mit einer Zunahme bis 2020 um 8,1 Prozent. Das Wachstum ist hauptsächlich durch die Ausweisung einer wachsenden Zahl von Baugebieten im Bergbereich bedingt, wobei Nachbarstädte Königswinter vorwerfen, durch starkes Wachstum in unzureichend erschlossenen Gebieten in der ganzen Region Verkehrsprobleme zu schaffen und Zersiedelung zu betreiben.
| Jahr | Einwohner |
| 1816 | 7.786 |
| 1905 | 14.907 |
| 1925 | 16.596 |
| 1939 | 16.753 |
| 1946 | 21.501 |
| 1961 | 26.209 |
| 1970 | 31.106 |
| 1980 | 33.041 |
| 1987 | 33.783 |
| 1990 | 35.013 |
| 1992 | 35.916 |
| 1995 | 37.341 |
| 2003 | 40.356 |
| 2005 | 41.268 |
Im Zuge der Gebietsreform wurden 1969 die Gemeinden Ittenbach, Heisterbacherrott, Niederdollendorf, Oberdollendorf, Oberpleis und Stieldorf mit dem Stadtkern Königswinters zusammengelegt.
Hauptartikel: Petersberg (Siebengebirge)
Das Gästehaus auf dem Petersberg war nach der Ansiedlung der Bundesregierung in Bonn zur Residenz der Staatsgäste geworden. Dort wurde 1949 auch das Petersberger Abkommen unterzeichnet, das Königswinter einen Platz in den Geschichtsbüchern sicherte. Nach einer zwischenzeitlichen Schließung erwarb der Bund 1979 das Gebäude und ließ es von 1985 bis 1990 aufwändig umbauen. Dort werden gelegentlich bedeutende internationale Konferenzen, wie 2001 und 2002 die Afghanistan-Konferenz ausgerichtet. Bei Bedarf wird dann die Zufahrtsstraße gesperrt. Durch die Brisanz der Tagungen in dem bundeseigenen Gebäude wurde der Name der Stadt international bekannt. Das 5-Sterne-Hotel auf dem Berg wird außerhalb der Nutzung für größere Tagungen auch privat genutzt. Manchmal kommt es bei bedeutenderen Ereignissen wie der Afrika-Konferenz im November 2005 am Rande zu Protesten, meist am Königswinterer Rheinufer.
Im Stadtgebiet von Königswinter befanden sich die Botschaften der Islamischen Republik Pakistan sowie der Demokratischen Volksrepublik Laos. Dies waren zwei der wenigen Botschaften außerhalb von Bonn. Mit dem Wechsel des Regierungssitzes wurden sie nach Berlin verlegt. Direkt auf der anderen Seite des Rheins befand sich die US-amerikanische Botschaft. Diesen Umstand nutzte am 13. Februar 1991 ein Kommando der RAF und schoss von einer Außenmauer auf dem Gelände der pakistanischen Botschaft mehrere Gewehrkugeln auf das amerikanische Botschaftsgebäude. Dabei entstand aber nur Sachschaden. Auf der Bonner Rheinseite befindet sich heute nur noch eine Botschafts-Außenstelle.
1890 entschied der Rheinische Provinziallandtag, ein Denkmal für den zwei Jahre zuvor verstorbenen Kaiser Wilhelm I. zu errichten. Als Standpunkt war Koblenz als Sitz des Oberpräsidenten der Rheinprovinz und das Siebengebirge im Gespräch. Es gab nur eine knappe Mehrheit für das Siebengebirge, deshalb überließ man die Entscheidung Kaiser Wilhelm II. Dieser entschied im März 1891, dass das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Koblenz gebaut werden sollte. Das Denkmal im Siebengebirge, von dem es Entwurfszeichnungen gibt, sollte auf dem Hardtberg erbaut werden. Die Entscheidung für Koblenz wurde in Königswinter bedauert. Das Denkmal in Koblenz wurde 1945 zerstört, das Deutsche Eck zum Mahnmal für die deutsche Einheit umgewandelt. Als ein Koblenzer Geld für die Wiedererrichtung zur Verfügung stellte, entbrannte in Koblenz, aber auch überregional ein Streit um die Aufstellung und insbesondere um die Person Kaiser Wilhelms, der als „Kartätschenprinz“ 1848 die Revolution bekämpft hatte. Der damalige Königswinterer Bürgermeister bot an, das Denkmal im Siebengebirge zu errichten, so wie es ursprünglich einmal überlegt worden war. Letztendlich erfolgte die Wiederaufstellung dann doch in Koblenz.
Die 40 Sitze des Gemeinderat verteilen sich wie folgt:
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
| Zeitraum | Bürgermeister |
| 1808–1814 | Clemens August Freiherr von Schall |
| 1814–1835 | Clemens August Schäfer |
| 1835–1841 | Georg Karl Bülle |
| 1841–1890 | August Mirbach |
| 1890–1909 | Fritz Kreitz |
| 1909–1933 | Josef Clever |
| 1933 | kom. Ludwig Buttlar |
| 1933–1938 | Heinrich Lorenz |
| 1938–1944 | August Müller |
| 1944–1945 | Paul Wilhelm Müller |
| 1945 | Jakob Mehlkop |
| 1945–1949 | Peter Liedgens |
| 1949–1952 | Wilhelm Kirfel |
| 1952–1956 | Wilhelm Peerenboom |
| 1956–1961 | Heinrich Reingen |
| 1961–1969 | Richard Faßbender |
| 1969–1990 | Günther Hank |
| 1990–1999 | Herbert Krämer |
| seit 1999 | Peter Wirtz |
Das Wappen zeigt die Stadtmauern von Königswinter. Das Kreuz symbolisiert die ehemalige Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Köln, der Löwe ist Symbol des Herzogtums Berg, dem große Teile Königswinters angehörten. Das Wappen in seiner jetzigen Forum wurde offiziell am 6. Juni 1972 vom damaligen Kölner Regierungspräsidenten zum Königswinterer Stadtwappen erklärt.
Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: „Das Wappen zeigt in Rot eine silberne Torburg mit zwei dreifenstrigen Zinnentürmen und einem spitzbogigen Tor, das durch ein goldenes Fallgitter etwa zur Hälfte ausgefüllt wird. Zwischen den Türmen schwebt ein großes Schild, der auf gespaltenem Feld in Silber vorne einen linksgewendeten, doppelschwänzigen, blaugekrönten, -bezungten und -bewehrten roten Löwen, hinten ein durchgehendes Schwarzes Kreuz zeigt.“[1]
Königswinter unterhält eine Städtepartnerschaft mit North East Lincolnshire (früher: Cleethorpes) in England und mit Cognac in Frankreich.
Königswinter liegt am und im Siebengebirge, dem ältesten Naturschutzgebiet in Deutschland.
Der nahe Heisterbacherrott gelegene Weilberg ist als Steinbruch genutzt worden. Dank dieser Nutzung kann hier die Erdgeschichte etwa 30 Millionen Jahre zurückverfolgt werden.
Die Tallage von Königswinter ist mit den Anschlussstellen Königswinter und Königswinter-Oberdollendorf über die vierstreifige Bundesstraße B 42 angebunden und verfügt damit über eine direkte Verbindung zur angrenzenden Bundesstadt Bonn und über die sich anschließende Flughafenautobahn A 59 nach Köln. Die südliche Nachbarstadt Bad Honnef wird ebenfalls über die Bundesstraße erreicht, die danach in Richtung Unkel zweispurig ausgebaut ist.
Im Bergbereich gibt es einen direkten Zugang zur sechsspurigen A 3 über die Anschlussstelle Siebengebirge (Nr. 33). Man erreicht sie vom Talbereich über die Landesstraße 331 (Stadtkern) und über die Landesstraße 268 (Oberdollendorf), die durch das Siebengebirge führen.
Insgesamt sind die durch Königswinterer Stadtgebiet führenden Straßen des überörtlichen Verkehrs (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) 61 km lang.
Die Autofähren im Bereich der Altstadt und in Niederdollendorf ermöglichen das Übersetzen nach Bonn-Mehlem bzw. Bonn-Bad Godesberg.
Die Deutsche Bahn hat im Stadtgebiet zwei Bahnhöfe, einen am Rand der Altstadt von Königswinter und einen weiteren in Niederdollendorf. Beide werden von den im Halbstunden-Takt verkehrenden Regionalverkehrslinien RE 8 (Rhein-Erft-Express) und RB 27 (Rhein-Erft-Bahn) bedient, die Richtung Köln und Koblenz fahren. Seit Juni 2004 ist Königswinter über die Linie RE 8 über die neu gebaute Flughafenschleife auch an den Flughafen Köln/Bonn angebunden.
Die Siebengebirgsbahn (Stadtbahnlinie 66) der SSB fährt Richtung Bad Honnef bzw. Siegburg über Bonn und Sankt Augustin. Die Trasse führt im Altstadtbereich am Rheinufer vorbei und befindet sich in Oberdollendorf im Tunnel; auf Stadtgebiet von Königswinter befinden sich dabei sechs Haltestellen. Die Linie verkehrt tagsüber montags bis freitags im 20-Minuten-Takt, sonst im 30-Minuten-Takt. Im Berufsverkehr wird sie teilweise auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet. Weiter nördlich auf der Strecke Ramersdorf–Bonn Hauptbahnhof–Siegburg wird tagsüber montags bis freitags ständig im 10-Minuten-Takt gefahren. Bei besonderen Veranstaltungen werden Sonderzüge von Bonn aus kommend bis zur Abstellanlage Oberkassel Süd/Römlinghoven eingesetzt. Sofern in Königswinter das Rheinufer wegen Hochwasser gesperrt ist, verkehrt die Linie 66 je nach Grad der Überflutung nur bis zu den Haltepunkten Clemens-August-Straße, Longenburg (CJD Königswinter) bzw. Oberdollendorf. Auf der restlichen Strecke wird dann ein Schienenersatzverkehr angeboten.
Während die Tallagen durch die Stadtbahn für den öffentlichen Nahverkehr erschlossen sind, wird die Verbindung in die Berglagen durch elf Buslinien mit unregelmäßigen Fahrten und wechselnden Linienwegen dargestellt.
Die Linie 512 fährt von der Ittenbach nach Siegburg und zurück. Sie fährt werktags alle halbe Stunde zwischen 6 und 19 Uhr. Samstags verlängert sich der Takt auf 1 Stunden, Sonntags auf 1,5 Stunden.
Die Linie 520 fährt von der Haltstelle Clemens-August-Straße nach Ittenbach und Oberpleis. Von dort geht die Fahrt nach Oberdollendorf und zurück zur Haltestelle in Königswinter. Sie fährt werktags alle halbe Stunde zwischen 5 und 17 Uhr, dann jede Stunden bis 22:00 Uhr. Der Takt samstags ist vergleichbar mit werktags, hier wechselt der Takt auf eine Stunde um 13 Uhr. Sonntags beginnt der Busverkehr um 7 Uhr und kommt jede Stunde.
Die Linie 521 fährt die Gegenrichtung der Buslinie 520. Fahrtakt ist identisch.
Die Linie 525 fährt vom Oberpleiser Busbahnhof nach Hennef. Diese Linie fährt von 7 bis 19 Uhr, der Takt ist unregelmäßig aber der Abstand bewegt sich im Bereich von einer Stunde. Samstags verkehren 10 Busse zwischen den Haltestelle in einen sehr unregelmäßigen Takt von 7 bis 22 Uhr und sonntags sind es 6 Busse zwischen 12 und 19 Uhr.
Die Linie 526 fährt einmal nur an Schultagen zwischen Ittenbach, Aegidienberg, Hövel und zurück nach Ittenbach. Die zweite Fahrt geht nur von Ittenbach nach Aegiedienberg.
Die Linie 534 fährt jeden Tag viermal von Siegburg nach Heisterbachrott. Zwischen 20 und 22 Uhr.
Die Linie 535 fährt von Oberpleis nach Siegburg und zurück. Sie fährt werktags zwischen 4 und 19 Uhr. Der Takt ist unregelmäßig aber bis 16 Uhr kann man von einer Stunde ausgehen, ab dann alle 30 Minuten. Samstags ist vergleichbar, es erfolgt nur kein Wechsel auf 30 Minuten. Sonntags fährt ein Buss alle 90 Minuten zwischen 7 und 19 Uhr.
Die Linie 536 fährt von Oberpleis nach Asbach und zurück. Sie fährt werktags zwischen 8 und 18 Uhr. Der Takt ist sehr unregelmäßig und nicht alle Haltestellen werden angefahren. Samstags und Sonntags fahren nur jeweils vier Busse (in eine Richtung) und dann nur von Sassenberg nach Oberpleis und umgedreht.
Die Linie 537 fährt von Oberpleis nach Bonn und zurück. Sie fährt werktags zwischen 4 und 22 Uhr. Der Takt ist sehr unregelmäßig und nicht alle Haltestellen werden angefahren. Bis 17 Uhr kann man von einem Takt von 30 Minuten ausgehen, ab dann ist es eine Stunde. Samstags und sonntags sind vergleichbar, nur hier mit einem Takt von einer Stunde.
Die Linie 541 fährt von Oberpleis nach Bonn Hochkreuz und zurück. Sie fährt von Oberpleis nur werktags viermal zwischen 6 und 8 Uhr, dann von 13 bis 17 Uhr in die Gegenrichtung.
Die Linie 560 fährt von Oberpleis nach Bad Honnef und zurück. Sie fährt nur werktags zwischen 6 und 19 Uhr unregelmäßig etwa alle zwei Stunden.
Königswinter gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) an.
An Rheinpromenade (Altstadt) und -ufer entlang führen besonders im Sommer häufig genutzte und ausgebaute Rad- und Fußwege in Richtung Bonn. Zum Süden hin sind die Radwege noch bis Erpel in unmittelbarer Rheinnähe, im weiteren Verlauf führen sie dem Berg zugewandt neben der B 42 entlang.
Der Einzelhandel ist bis auf die östlichsten Gebiete relativ gleichmäßig auf die Stadt verteilt, es existieren zahlreiche Lebensmittelläden und Discounter. In Oberdollendorf gibt es ein Einkaufszentrum mit einem Baumarkt und einem Rewe Supermarkt. Ein Schwerpunkt des Einzelhandels sowie des Tourismus bildet die Altstadt und die Rheinpromenade. Dort wurde im Dezember 2005 ein Sea Life-Aquarium eröffnet, das viele Besucher anzieht und von dem auch die übrigen Geschäfte profitieren.
Königswinter ist mit dem Siebengebirge, das neben dem Kottenforst wichtigstes Fremdenverkehrsziel und Naherholungsraum für die Bewohner der Region Bonn Rhein-Sieg ist und auch überregional Bedeutung hat, ein beliebter Tourismusort. Mit Drachenfels, Großem Ölberg und Petersberg liegen auf dem Stadtgebiet neben Bad Honnef mit der Löwenburg die touristisch wertvollsten Berge des Naturparks. Die Rheinpromenade ist im Sommer hochfrequentiert, weshalb es dort viel Gastronomie gibt. Auch das neue Sea Life ist dort wichtiger Bestandteil des Tourismus geworden. Voraussichtlich bis 2007 wird das Schloss Drachenburg saniert, das einen Haltepunkt an der Drachenfelsbahn hat.
Zu den bedeutenden Unternehmen in Königswinter gehören:
Aufgrund der räumlichen Nähe zur Bundesstadt Bonn sind in Königswinter zahlreiche überregionale Verbände und Institutionen ansässig, darunter:
Von 1984 bis 1999 war der „Margarethenhof“ im Stadtteil Margarethenhöhe Sitz der Friedrich-Naumann-Stiftung, einer der FDP nahen Stiftung.
Der weithin sichtbare Sendemast auf dem Königswinterer Großen Ölberg versorgt die Siebengebirgsregion und die Bundesstadt Bonn mit Radioprogrammen und sendet auf den Frequenzen für den Mobilfunk. Seit 2004 strahlt der Sendemast auf dem Bonner Venusberg das digitale Antennenfernsehen DVB-T aus.
In Königswinter hat ein Amtsgericht seinen Sitz, das für die Städte Königswinter und Bad Honnef zuständig ist. Es gehört zum Bezirk des Landgerichtes Bonn.
Eine Postexpedition wird in Königswinter im Jahre 1808 erwähnt, 1817 eine Postwärterei. Die 1825 genannte Postexpedition wird 1863 zur Postexpedition 1. Klasse. 1871 gibt es eine Postverwaltung, 1876 wird sie zum Postamt 2. Klasse und 1901 schließlich zum Postamt 1. Klasse erhoben.
Ab 1880 existierte auf dem Drachenfels eine Postagentur, die nur im Sommer geöffnet war. Heute gibt es sie nicht mehr.
In Ittenbach bestand seit 1904 eine Postagentur.
In Oberdollendorf gibt es seit 1871 eine Postexpedition, die 1876 zum Postamt 3. Klasse wird.
Im Bereich der Stadt Königswinter gibt es heute nur noch Postagenturen. Sie befinden sich im den Stadtteilen Altstadt, Berghausen, Ittenbach, Oberdollendorf, Oberpleis, Stieldorf und Thomasberg.
Die früher in Königswinter-Altstadt gelegene Außenstelle der Arbeitsagentur befindet sich heute im Stadtteil Oberdollendorf.
d. h. Personen, die hier geboren sind
| Commons: Königswinter – Bilder, Videos und Audiodateien |
Alfter | Bad Honnef | Bornheim | Eitorf | Hennef (Sieg) | Königswinter | Lohmar | Meckenheim | Much | Neunkirchen-Seelscheid | Niederkassel | Rheinbach | Ruppichteroth | Sankt Augustin | Siegburg | Swisttal | Troisdorf | Wachtberg | Windeck
Alzey | Beerfelden | Fürth (Odenwald) | Gernsheim | Gran (Esztergom) | Grasellenbach | Königswinter | Lindenfels
Lorsch | Mautern | Miltenberg | Passau | Plattling | Pöchlarn | Traismauer | Tulln an der Donau | Wien | Worms | Xanten