Als Künstler werden heute die auf dem Gebiet der Bildenden Kunst, der Angewandten Kunst, der Darstellenden Kunst und der Musik („Tonkünstler“) kreativ tätigen Menschen bezeichnet, die Kunstwerke schaffen oder Ideen zur Schaffung bereitstellen.
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird „Künstler“ oft im engeren Sinne als Bezeichnung für Bildende Künstler Maler, Bildhauer etc.) verwendet, während für andere künstlerische Berufe, z. B. Schauspieler, Musiker und Schriftsteller, eigene Berufsbezeichnungen verwendet werden.
Die Abgrenzung der künstlerischen Tätigkeit zum Kunsthandwerk und zum allgemeinen Handwerk ist fließend und hängt im Allgemeinen vom Grad der Originalität, also der Findung neuer Darstellungsformen bzw. der Verwertung bekannter Formen ab. Ebenso fließend wie die Abgrenzung zur „nutzbringenden“ Technik ist die Abgrenzung zur rituellen Betätigung: Was in archaischen Zeiten und bei „Naturvölkern“ zur Religionsausübung gehörte, wird heute in der Regel als Kunst verstanden. Der Künstler (und der Kunstbetrachter) in der modernen westlichen Kultur sollte also unabhängig von bestimmter Zweckerfüllung oder Religionsausübung sein.
Oft wird auch der Grad einer Befähigung Künstler zu sein, stereotypisch anhand einer Ausbildung bemessen; so wird reine Kunst eher an Hochschulen gelehrt, während kommerzielle, pragmatische Kunstaspekte eher in Fachhochschulen vermittelt werden (z.B. Grafikdesign, Fotografie). Weitergefaßt spielt dagegen eine Ausbildung zum Künstler keine Rolle; es finden sich zahlreiche Autodidakten in der Kunstszene, die sogar Wert darauf legen keine Ausbildung zu besitzen und mit der Floskel entweder man ist Künstler oder ist es nicht argumentieren. In diesem Zusammenhang wird gern das berühmte Zitat „Jeder Mensch ein Künstler“ von Joseph Beuys nach Bedarf interpretiert.
In Zeiten des Internet bezeichnen sich vereinzelt auch Webdesigner als Künstler, was sich auch darauf begründet, dass damit beim Finanzamt der Status des Freiberuflers (freischaffender Künstler) erlangt werden kann, was für Einzelgewerbetreibende mit unter Vorteile bringt.
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In der Zeitgenössischen Kunst sind Künstler, die im internationalen Kunstbetrieb wahrgenommen werden, nicht auf traditionelle Kunstsparten zu reduzieren. Ihre Rolle verändert sich durch interdisziplinäre Herangehensweisen, durch Bezüge zu geisteswissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, durch neue Kunstformen in neuen Medien, durch die ständige Veränderung des Kunstmarkts und des Kunstbetriebs. Die Grenzen, beispielsweise zwischen Literatur, Film, Musik, Theater und Bildender Kunst sind fließend wobei auch die Grenzen zwischen „reiner Kunst“ per se (L’art pour l’art) und Kunstkommerz ebenso fließend verlaufen.
Die öffentliche Präsenz des Künstlers hängt zu einem großen Teil davon ab, ob er sich zum medialen Hochleistungsmanager seiner individuell ausgeformten Kunst und Kunststrategie eignet und mit einschlägigen Spezialisten zusammenarbeitet. Der Name des Künstlers kann zur Handelsmarke werden und seine mediale Präsenz sein Kapital. Der weitaus größte Teil der künstlerisch Tätigen versucht allerdings, persönliche Befriedigung im Schaffen selbst zu finden (ohne dass die öffentliche Anerkennung unwillkommen wäre). Nach dem Kunstkompass von Capital sind die bedeutendsten und höchstgehandelten Künstler 2006:
Eine allgemeine Liste bekannter zeitgenössischer Künstler an dieser Stelle wäre wohl zu groß. Zugänge zu Namenslisten und Portalen sind deshalb unten angeführt. Im Sinne der Zeitgenössischen Kunst ist es dagegen, sich unvoreingenommen auf einzelne Werke einzulassen und sich dann für die jeweilige Künstlerin oder den Künstler zu interessieren.
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Nach den strigenteren Kriterien der Künstlersozialkasse (§ 13 KSVG) als Gesetzesvorlage gibt es nur vier Berufssparten: Bildende Kunst/Design (hierzu wird auch die Visuelle Kommunikation gezählt), Darstellende Kunst, Musik und Wort. Überdies gelten in allen vier Kategorien auch Pädagogen oder Ausbilder als Künstler.
| Wiktionary: Künstler – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |