Unter Küstenlänge versteht man umgangssprachlich die Länge einer Küste. Der Begriff ist jedoch äußerst problematisch, da die Länge einer Küste gar nicht korrekt gemessen werden kann, da es sich dabei um fraktale Gebilde handelt, die nicht rektifizierbar sind.
Möchte man die Länge einer Küste messen, so geht man in der Regel so vor, dass man entlang der Küstenlinie Punkte markiert und die Abstände zwischen diesen Punkten misst. Dabei macht man zwangsläufig Fehler, denn zwischen zwei markierten Punkten gibt es Ausbuchtungen, die man hierbei nicht beachtet. Die logische Konsequenz ist, dass man genauer misst, also die Punkte dichter zusammenrückt.
Man erhält dabei folgendes Ergebnis: Je genauer man misst, desto länger wird die Küste; theoretisch wird sie sogar beliebig groß. In der Praxis ist es aber irgendwann nicht mehr sinnvoll, genauer zu messen, da der exakte Punkt, an dem das Festland beginnt und das Wasser endet, aufgrund der Gezeiten gar nicht genau genug angegeben werden kann.