Die Kabylei (von Al Qabayel ("Volksstämme")) ist die Region in Algerien, in der die große Mehrheit der Bevölkerung der Kabylen die Berbersprache Kabylisch spricht. Es sind aber auch die Namen Tamurt Idurar (Land der Berge) oder Tamurt Leqbayel (Land der Kabylen) gebräuchlich, vor allem der hier lebenden Bevölkerung. Zentren der Kabylei sind die küstennahen Städte Tizi Ouzou und Bejaia östlich von Algier. In jüngster Zeit kam es in der Kabylei immer wieder zu Zusammenstößen zwischen der einheimischen Bevölkerung und der Zentralregierung, vor allem wegen der Nichtanerkennung des Kabylischen als Amtssprache. Nach den blutigen Unruhen im Jahr 2001, bei denen über 100 Todesopfer zu beklagen waren, hat die Regierung eingelenkt und die Sprache als Nationalsprache, nicht jedoch als Amtssprache, in der Verfassung verankert. Die Kabylei ist eine der Regionen, in der sich ein Großteil der Bevölkerung gegen den islamischen Fundamentalismus stellt. In den letzten Jahren ist es vielfach zu Übertritten zum Christentum gekommen. Die Kabylei zählt zu den ärmsten Gebieten in Algerien. Der Boden ist steinig und meist sehr trocken und die bäuerliche Arbeit wenig ertragreich, jedoch gibt es kaum wirtschaftliche Alternativen. Hier drängt sich die Bevölkerung mit der höchsten Dichte im ganzen Land. Die Arbeitslosigkeit ist erdrückend, und die Regierung ändert daran wenig. Die meisten, die eine bessere Zukunft wollen, wandern hauptsächlich nach Europa (meist Frankreich) aus.
| Kabylei | |
|---|---|
| Gesamtbevölkerung: | 7,5 Millionen (geschätzt) |
| bedeutende Bevölkerung in: | Algerien – Kabylei-Region: 5 Millionen (geschätzt) |
| Sprache: | Kabylisch |
| Religion: | Überwiegend Muslime |
| verwandte ethnische Gruppen: | Berber |
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