Kader Abdolah, eigentlich Hossein Sadjadi Ghaemmaghami Farahani (* 12. Dezember 1954 in Arak, Iran) ist ein iranischer Schriftsteller.
Während seines naturwissenschaftlichen Studiums in Teheran schließt er sich einer linken Untergrundbewegung an, die gegen die Shah-Diktatur und später die des Ayatollahs kämpft. Er schreibt für eine illegale Zeitschrift und veröffentlicht erste Erzählungen unter dem Pseudonym Kader Abdolah, das sich aus den Namen zweier ermordeter Freunde zusammensetzt. 1985 musste Abdolah aus dem Iran Flüchten, verbrachte zwei Jahre in der Türkei und wurde 1988 von den Vereinten Nationen in die Niederlande eingeladen, wo er zunächst in einem Asylbewerberheim in Apeldoorn, später in einem ihm zugewiesenem Haus in Zwolle lebt. Seit dem 12. Lebensjahr liest Abdolah westliche Literatur und hört verbotenerweise westliche Radiosender, um seinem Urgroßvater Qhaem Megham Ferahni nachzueifern, der zu den bekanntesten Schriftstellern des Iran/Persiens gehört. Abdolah schreibt Gedichte, Erzählungen, Romane und arbeitet z.Z. an einer Neuübersetzung des Korans. Unter dem Pseudonym Mirza (pers. = „Chronist“) schreibt er für die Zeitung De Volkskrant eine wöchentliche Kolumne.
Die Übersetzungen ins Deutsche besorgt Christiane Kuby.