Die Kamaldulenser sind ein katholischer Eremiten-Orden, der auf den Heiligen Romuald von Camaldoli zurückgeht.
Am Anfang des 11. Jahrhunderts ruft Romuald von Camaldoli ein neues Konzept des Ordenslebens ins Leben – das zusammengeschlossene Eremitentum. Aus mehreren, unzusammenhängenden Klöstern und Einsiedeleien entsteht der Orden der Kamaldulenser. Das von Romuald gegründete Mutterhaus und die Einsiedelei befindet sich in Camaldoli in Italien in der Provinz Arezzo, Toskana.
Die Kamaldulenser leben nach der Regel des Heiligen Benedikt und der eigenen, von Romuald verfassten Regel, den Ordensstatuten. Sie tragen ein weißes Ordensgewand und wohnen innerhalb einer Klostermauer in einzelnen Häuschen (Zellen mit kleinen Gärten).
Das Gebet, zu dem die gemeinsame Liturgie in der Kirche und das einsame Stundengebet in der Zelle gehören, die Arbeit und die geistliche Lesung erfüllen den Tag eines Kamaldulensermönches.
Einer der bedeutendsten Kamaldulenser, der zur Blüte und zur Entwicklung des Kamaldulenserordens beigetragen hat, war Petrus Damiani. Im Jahr 1828 ernannte ihn Papst Leo XII. zum Kirchenlehrer. Ein anderer wichtiger Ordensangehöriger war Ambrosius Camaldulensis, der im 15. Jahrhundert als päpstlicher Legat maßgeblich das Konzil von Basel geprägt hat.
Im Jahr 1510 betrachtet und durchdenkt Paolo Giustiniani nochmals Romualds Konzept und reformiert letztendlich die Regel der Kamaldulenser. Giustiniani, der den Ordensnamen Paolo angenommen hat, leitet seine Reform nicht durch strenge Werke der Askese an, sondern er lebt nach dem Motto: „Leben alleine mit Gott und für Gott allein.“ In seiner Theologie verkündet er, dass das Mysterium Christi und die Realität des sakramentalen Lebens alles durchdringen und den Mittelpunkt des christlichen Ordenslebens bilden.
Die Kamaldulenser schlossen sich als Congregatio Camaldulensis Ordinis Sancti Benedicti 1966 der Benediktinischen Konföderation an. In den zehn Klöstern (in Italien, Brasilien, USA und Indien) leben 107 Mönche (Stand: Catalogus OSB 2005).
Weiters entstand mit den Kamaldulenser-Eremiten von Monte Corona (lt. Congregatio Eremitarum Camaldulensium Montis Coronae, kurz: ECMC) eine neue Kongregation (Zweig) des Kamaldulenserordens. Dieser zählt heute 80 Mönche, davon leben 25 in Polen in zwei Klöstern. Diese Kamaldulenser gründeten nicht nur Klöster, sie haben auch bei der Gründung ganzer Städte in Polen geholfen und trugen zur Befreiung der Bauern von der Steuerzahlung bei.
Das ganze Leben der Kamaldulenser konzentriert sich auf die Verbindung mit Gott im Gebet und der Kontemplation:
Der Kamaldulenser Fra Mauro (d. i. Bartolomeo Alberto Cappellari) wurde 1831 als Gregor XVI. Papst.
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