Als Kanalkodierung bezeichnet man in der Nachrichtentechnik das Verfahren, digitale Daten bei der Übertragung über gestörte Kanäle durch Hinzufügen von Fehlererkennungs- und Korrekturzeichen gegen Übertragungsfehler zu schützen.
Im Gegensatz dazu reduziert die Quellenkodierung die Ursprungsmenge digitaler Daten, indem es Irrelevanzen und Redundanzen entfernt.
Die mathematischen Grundlagen für die Kanalkodierung stellt die Kodierungstheorie bereit.
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Die Kanalkodierung fügt den Daten am Eingang eines Übertragungskanals Redundanzzeichen hinzu und dekodiert die Daten an seinem Ausgang. Wenn die Zusatzinformationen lediglich auf einen Fehler hindeuten und eine Neuübertragung der Daten erfordern, spricht man von Rückwärtsfehlerkorrektur. Genügt die Redundanzinformation, den Fehler zu korrigieren, handelt es sich um eine Vorwärtsfehlerkorrektur. Eine effizientere Kanalkodierung kann das zur Erreichung einer bestimmten Datenübertragungsrate erforderliche Signal-Rausch-Verhältnis um mehrere dB senken.
Ein Datencode wird durch seine Rate gekennzeichnet: R = k / n, wobei k die Anzahl der Zeichen eines Wortes am Eingang des Kodierers ist und n die Anzahl am Ausgang. Es werden also k Symbole am Eingang auf n Symbole am Ausgang abgebildet. Eine kleine Rate (großes n) bedeutet einen höheren Anteil an der Datenübertragungsrate. Durch geschicktes Verketten von Codes und das Streuen von Fehlern kann diese Rate oft erheblich vergrößert werden. Die Codes einer Compact Disc erreichen zum Beispiel eine Rate von 3 / 4.
Kennt man die Fehlerarten, die in einem Übertragungskanal auftreten, kann man verschiedene Codes konstruieren, die die häufigen Fehlerarten gut, weniger häufigere Fehlerarten weniger gut korrigieren können. Die folgende Abbildung zeigt eine Übersicht häufig verwendeter Codeklassen.