| Kanonade von Valmy | |||||||
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| Teil von: Französische Revolutionskriege | |||||||
![]() Die Kanonade von Valmy |
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| Kontrahenten | |||||||
| Befehlshaber | |||||||
| Dumouriez, François-Christophe Kellermann | Ferdinand von Braunschweig | ||||||
| Truppenstärke | |||||||
| ca. 47.000 Mann | ca. 35.000 Mann | ||||||
| Verluste | |||||||
| 300 Tote und Verwundete | 184 Tote und Verwundete | ||||||
| Erster Koalitionskrieg (1792–1797) |
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| Valmy – Jemappes – 1. Schlacht von Mainz – Neerwinden – Entrames – Toulon – Famars – Fontenay-le-Comte – Pirmasens – Cholet – Luçon – Hondshoote – Wattignies – Truillas – Boulou – Tourcoing – Fleurus – Vosges – Tournay – San-Lorenzo de la Muga – Genua – Hyères – Mainz – Handschuhsheim – Amberg – Malsch – Kircheib – Deinig – Rovereto – Bassano – Montenotte – Millesimo – Dego – Lodi – Arcole – Kap St Vincent – Santa Cruz – Rivoli – Camperdown |
Die Kanonade von Valmy vom 20. September 1792 markierte den Wendepunkt des ersten Koalitionskrieges. Die französischen Revolutionsarmeen gingen von da an zur Offensive über und besiegten die Truppen der anti-revolutionären Allianz.
Inhaltsverzeichnis |
In der Pillnitzer Deklaration vom 27. August 1791 drohten Kaiser Leopold II., König Friedrich Wilhelm II. von Preußen und Prinz Karl von Artois, der Bruder des französischen Königs Ludwig XVI., der revolutionären Regierung in Frankreich mit einer militärischen Intervention für den Fall, dass die Monarchie dort angetastet werde. Aufgrund dieser Provokation erklärte Ludwig XVI., von den Girondisten unter Druck gesetzt, am 20. April 1792 Österreich den Krieg, Preußen stellte sich daraufhin an die Seite Österreichs.
Nach anfänglichen Erfolgen in den Österreichischen Niederlanden wurden die schlecht ausgebildeten und ausgerüsteten Revolutionstruppen von der Koalitionsarmee unter dem Befehl des Herzogs Ferdinand von Braunschweig zurückgeschlagen. Anschließend marschierten die Koalitionstruppen scheinbar unaufhaltsam auf Paris vor.
Bei einer Mühle nahe dem Dorf Valmy, etwa 10 Kilometer westlich von Sainte-Menehould im Departement Marne kam es jedoch am 20. September zu einem Artillerieduell beider Seiten. Das strategisch eher unbedeutende Gefecht erlangte historische Bedeutung, da die Revolutionssoldaten dabei erstmals einem massiven Angriff der gegnerischen Truppen standhielten. Geschwächt durch Krankheit, Hunger und Regen traten die preußischen Truppen 10 Tage später ohne einen weiteren Schuss abzugeben den Rückzug an. Die Revolutionsarmeen unter den Generälen Dumouriez und Custine gingen nun von der Defensive zur Offensive über. Sie eroberten Savoyen, das gesamte linke Rheinufer und die Niederlande und beendeten den Krieg 1795 siegreich. In den eroberten Gebieten wurden revolutionsfreundliche Regime wie die Batavische Republik oder die Mainzer Republik installiert.
Johann Wolfgang von Goethe, der in Begleitung des Herzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach an dem Feldzug teilgenommen hatte, schrieb später in seinem Bericht Kampagne in Frankreich, er habe am Abend nach der Kanonade von Valmy im Kreis einiger Offiziere den Ausspruch getan: "Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen."