Karl XVI. Gustav (Schweden)

S.M. Karl XVI. Gustav von Sweden (links), 1990.
S.M. Karl XVI. Gustav von Sweden (links), 1990.

Karl XVI. Gustav (schwedisch Carl Gustaf Folke Hubertus; * 30. April 1946 auf Schloss Haga in Stockholm) ist seit 15. September 1973 König von Schweden.

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

Carl Gustav wurde als Sohn von Erbprinz Gustav Adolf von Schweden und dessen Gemahlin Sibylla von Sachsen-Coburg-Gotha und somit Enkel von Gustav VI. Adolf am 30. April 1946 auf Schloss Haga in Stockholm geboren. Er hat vier ältere Schwestern, Magaretha, Birgitta, Desiree und Christina, „die vier Hagaprinzessinnen“ (schw. „Hagasessorna“) genannt.

Er ist regierender König von Schweden seit dem 15. September 1973.

Am 19. Juni 1976 heiratete Carl XVI. Gustaf die Deutsche Silvia Sommerlath, die er als betreuende Chefhostess während der Olympischen Sommerspiele 1972 in München kennengelernt hatte. Der Verbindung entsprangen drei Kinder:

Offizielle Aufgaben

Die Schwedische Königsfamilie

Nach der Einführung des neuen schwedischen Grundgesetzes von 1974, der „Regierungsform“ (schwedisch Regeringsformen), sind die Pflichten des Staatschefs hauptsächlich repräsentativ und zeremoniell. So kontrasigniert der König keine Gesetze mehr, ernennt keine Minister und ist auch nicht Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Dagegen eröffnet er jeden Herbst den schwedischen Reichstag, leitet immer die erste Sitzung einer neuen Regierung, akkreditiert Botschafter anderer Länder zu Schweden und ist Vorsitzender eines Beirats für Auswärtige Angelegenheiten (schwedisch Utrikesnämnden). Zu offiziellen Anlässen tritt er fast immer in Admiralsuniform mit dem Ordensband der Seraphimerritter auf.

Anlässlich seines Staatsbesuchs im Sultanat Brunei lobte Carl Gustaf am 9. Februar 2004 den diktatorisch regierenden Sultan seines Gastlandes für seine angebliche Bürgernähe. Dadurch löste er in seiner Heimat einen Sturm der Entrüstung aus, worauf der Monarch, der ohnehin über keine politischen Befugnisse verfügt, seine „unbedarften“ Bemerkungen öffentlich bedauerte. Zum Ende dieser „Affäre“ kam die schwedische Regierung zu dem Entschluss, dem formalen Staatsoberhaupt in Zukunft auf Auslandsreisen ein Mitglied der Regierung als „kontrollierende“ Begleitung an die Seite zu stellen.

Nach der Tsunami-Katastrophe Weihnachten 2004, bei der über 500 schwedische Erwachsene und Kinder ums Leben kamen, hielt Carl Gustaf 2005 eine bewegende Rede mit großer persönlicher Betroffenheit, die die Brunei-Affäre vergessen machte und ihm im ganzen Land hohes Ansehen und erneute Beliebtheit verschaffte.

Privates

Carl Gustaf interessiert sich sehr für Natur und Naturschutz, Landwirtschaft, Sport und schnelle Autos. Er ist Ehrenvorsitzender der Weltpfadfinderorganisation und selbst noch aktiver Pfadfinder. Er hat dreimal erfolgreich am Wasalauf (89 km) teilgenommen, das letzte Mal im Alter von 50 Jahren. Er ist ein Anhänger des Sportvereins AIK Solna. Des Weiteren ist er leidenschaftlicher Jäger und wandert gerne in den Bergen.

Carl Gustaf leidet persönlich stark unter seiner Legasthenie, die in Schweden ein offenes Geheimnis ist. Privat gilt er als sehr gesellig und sympathisch.

Der König und seine Familie residieren in den Schlössern von Drottningholm und Solliden.

Weblinks


Quelle:
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