Ein kartesisches Koordinatensystem ist ein orthogonales Koordinatensystem, dessen Koordinatenlinien Geraden in konstantem Abstand sind.
Das kartesische Koordinatensystem ist benannt nach dem latinisierten Namen Cartesius seines Erfinders René Descartes. Es handelt sich um das am häufigsten verwendete Koordinatensystem, da sich viele geometrische Sachverhalte in diesem am besten beschreiben lassen.
Mathematik (rechtshändiges Koordinatensystem): Die horizontale Achse wird als Abszisse, x-Achse oder Rechtsachse bezeichnet. Die vertikale Achse heißt Ordinate, y-Achse oder Hochachse. Als Abszisse und Ordinate werden auch die x- bzw. y-Koordinaten einzelner Punkte bezeichnet. Als Eselsbrücke kann man sich merken, dass immer die jeweils im Alphabet vornestehenden und hintenstehenden Bezeichnungen zusammengehören: X zu Abzisse und Y zu Ordinate. Noch eine Eselsbrücke: Die Ordinate zeigt nach oben (die Abszisse muss also nach rechts zeigen).
In der Geodäsie sind die Koordinatenachsen vertauscht, zudem beschränken sich Geodätische Koordinatensysteme generell auf den ersten Quadranten, um negative Werte zu vermeiden.
Die räumliche Achse (z-Achse, hier nicht abgebildet) wird Applikate (in der Geographie: Kote) genannt. In der Mathematik gibt es zudem die Möglichkeit höherdimensionaler Räume (siehe: 4D), die Achse für die Ausdehnung in der vierten Raumdimension wird dann manchmal als w-Achse bezeichnet, die Ausdehnungsrichtungen ana ("oben") und kata ("unten").
Andere Koordinatensysteme sind das Polarkoordinatensystem in der Ebene, sowie Kugelkoordinaten- und Zylinderkoordinatensystem im Raum.