Katzem ist ein Dorf im südlichen Stadtgebiet von Erkelenz im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Zu Katzem gehören auch die Einzelhöfe Hauerhof und Eichhof. Der ländliche Ort bildet mit den benachbarten Ortschaften Lövenich und Kleinbouslar einen Stadtbezirk. Im Volksmund nennen sich die Katzemer "Katzeköpp". Der Ort hat 1216 Einwohner (Stand 30. Juni 2006).
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Katzem liegt in der Erkelenzer Börde, nördlich des Nysterbaches.
Im Westen liegt Lövenich, im Norden Kückhoven und der Wahnenbusch, im Nordosten der Hauerhof und Holzweiler, im Süden der Eichhof und Kleinbouslar. Jenseits dieser letzten beiden Siedlungen beginnt die Gemeinde Titz mit den Ortschaften Ralshoven und Gevelsdorf und der Kreis Düren.
Der Braunkohletagebau Garzweiler II reicht mit seinem zukünftigen Abbaufeld bis östlich des Dorfes. Der Hauerhof wird deshalb abgebaggert werden.
Der Nysterbach entspringt bei Katzem und fließt in ost-westlicher Richtung durch ein kleines Tälchen nach Lövenich, durch Baal und mündet, nunmehr Baaler Bach genannt, in die Rur.
Katzem gehört zur Gruppe der -heim Ortsnamen. Diese wurden in der Zeit der fränkischen Landnahme und frühen Ausbauzeit gebildet.
1369 wurde der Ort erstmalig als Katzheym urkundlich erwähnt, 1470 als Katthem und 1560 als Katzem.
Ein Beweis für die römische Besiedlung der hiesigen Landschaft ist der Fund eines provinzialrömischen Friedhofes bei Katzem. Eine Belegung ist bis zur Mitte des 5. Jahrhunderts nachzuweisen.
Katzem gehörte bis 1794 jahrhundertelang zum Herzogtum Jülich. Gelegen im Amt Kaster, war der Nachbarort Lövenich Gerichtsort für die Orte Katzem, Boslar und Gevelsdorf.
Von 1816 bis 1935 gehörte es mit den einzelliegenden Gutshöfen Hauerhof und Eichhof zur Bürgermeisterei Lövenich. Ab 1935 wurde diese Bürgermeisterei dem Amt Baal zugeschlagen. Seit dem 1. Januar 1972 ist Katzem ein Ortsteil der Stadt Erkelenz
Bis in die 1850er Jahre lag südlich des Dorfes der Buchholzbusch, ein großer Wald, der in Ost-West-Erstreckung eine Länge von ca. 7,5 km hatte. Seit dem Mittelalter wurde er von den sogenannten Erbberechtigten der umliegenden Dörfern als Gemeinschaftswald genutzt. Ab 1850 wurde er gerodet und sein fruchtbarer Lössboden als Acker genutzt. Der Eichhof wurde nach 1860 im Bereich dieses ehemaligen Waldes erbaut.
Der Hauerhof wurde erstmals 1467 in einer Urkunde erwähnt und zom Hauw genannt. Der Name bedeutet: Holzschlag im Wald.
Die Bevölkerung ist mehrheitlich katholisch. Jahrhundertelang gehörte Katzem zur Pfarre Lövenich. Im Jahre 1864 wurde Katzem zur Pfarrei erhoben, die Kirche St. Maria-Empfängnis erbaut und ein Friedhof angelegt.
Im Ort sind seit der Reformation evangelische Familien ansässig, die zur evangelischen Gemeinde Lövenich gehören
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