| 川崎市 Kawasaki-shi |
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|---|---|
| Position in Japan | |
| Region: | Kantō |
| Präfektur: | Kanagawa |
| Koordinaten: | 35° 31′ N, 139° 42′ O |
| Basisdaten | |
| Fläche: | 144,35 km² |
| Einwohner: | 1.350.014 (1. Mär. 2007) |
| Bevölkerungsdichte: | 9.352 Einwohner je km² |
| Gemeindeschlüssel: | 14130-5 |
| Symbole | |
| Baum: | Kamelie |
| Blume: | Azalee |
| Rathaus | |
| Adresse: | Kawasaki City Hall 1 Miyamoto-chō Kawasaki-ku, Kawasaki-shi 210-8577 |
| Webadresse: | |
| Lage Kawasakis in der Präfektur Kanagawa | |
Kawasaki (jap. 川崎市, -shi) ist eine Stadt auf der japanischen Hauptinsel Honshū im Nordosten der Präfektur Kanagawa.
Inhaltsverzeichnis |
Kawasaki befindet sich am rechten Ufer des hier in die Bucht von Tokio mündenden Flusses Tama. Wie ein schmales Band liegt die Stadt zwischen Tokio im Nordosten und Yokohama im Südwesten. Die Stadt verbindet die beiden Großtädte miteinander und ist damit Teil eines der größten und dichtest bewohnten städtischen Gebiete der Welt.
Das östliche Gebiet entlang der Küste der Bucht von Tokio ist eine dicht besiedelte Industriezone, Teil des Keihin-Industriegebietes. Im Kontrast dazu bestehen die westlichen Stadtteile, das Tama-Hügelland, größtenteils aus Wohngebieten für Pendler im Großraum Tokio/Yokohama. Kawasaki besteht, von Nordwesten nach Südosten, aus den sieben Stadtbezirken (-ku): Asao (olivgrün), Tama (lila), Miyamae (orange), Takatsu (violett), Nakahara (dunkelblau), Saiwai (hellblau) und Kawasaki (grün).
In Nordosten grenzt Kawasaki an die Tokioter Stadtbezirke (-ku) (beginnend an der Bucht von Tokio) Ōta und Setagaya, im Nordwesten umschließen die zur Präfektur Tokio gehörigen Städte (-shi) Komae, Chōfu, Machida, Inagi, Tama den Ort. Die gegenüberliegende Norwestseite wird gänzlich von den Bezirken Tsurumi, Kōhoku, Tsuzuki und Aoba der Stadt Yokohama eingenommen. Durch die Fertigstellung der Tōkyō-wan-Aqua-Line ist die auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht von Tokyo in der Präfektur Chiba liegende Stadt Kisarazu im Dezember 1997 ebenfalls zum Nachbarn geworden.
Zwei Flüsse queren das Stadtgebiet. Der Tama vereinigt sich dabei mit den Nebenflüssen [[Mizawa (Fluss), Yamashita, Gotanda und Hirase; in den Tsurumi münden Katahira, Asao, Shimpukuji, Arima, E, Shibu und Yabumi. Daneben ist Kawasaki von einem Kanalnetz durchzogen. (Tama-Kanal, Suehiro-Kanal, Chidori-Kanal, Yakō-Kanal, Daishi-Kanal, Mizue-Kanal, Shiohama-Kanal, Iriesaki-Kanal, Asano-Kanal, Ikegami-Kanal, Minami-Watarida-Kanal, Tanabe-Kanal, Shiraishi-Kanal, Sakai-Kanal, sowie der historische Nikaryū Yōsui (Kanal))
Archäologische Zeugnisse aus der japanischen Altsteinzeit und der Jōmon-Zeit finden sich nur im nordwestlich gelegenen Hügelland des heutigen Stadtgebiets. Der Verlauf des Tama und der Küste der Bucht von Tokio haben sich auch in historischer Zeit noch verändert, sodass große Teile des Stadtgebiets geologisch jungen Ursprungs sind.
Mit der Einführung des Ritsuryō-Rechtsystems kam das Gebiet im 7. Jahrhundert an die Provinz Musashi. Vermutlich lag in der Nara-Zeit das Zentrum des Kreises Tachibana im Bereich des heutigen Stadtbezirks Takatsu. Seit der Heian-Zeit dehnte sich hier der Herrschaftsbereich des Inage-Clans aus. Um den 1128 gegründeten buddhistischen Tempel Heiken-ji (bekannter unter dem Namen Kawasaki-Daishi) entstand bald ein monzen-machi, ein umtriebiges Stadtviertel zur Versorgung der Pilger. Zwischen der Kamakura-Zeit und der Sengoku-Zeit herrschten kleinere Feudalherren über das Gebiet, bis es schließlich unter die Kontrolle der Späteren Hōjō gelangte.
1611 ließ Izumi Jidayū das „Nikaryū Yōsui“ bauen, ein Kanalsystem am rechten Ufer des Tama zur Bewässerung der Felder, das sich teilweise bis heute durch die inzwischen dicht bebaute Stadt zieht. An den durch das Edo-Bakufu errichteten Fernstraßen Tōkaidō und Nakaharakaidō entstanden auf dem Gebiet des späteren Kawasaki Stationen, wodurch seine Bedeutung wuchs. Die Station Kawasaki (Kawasaki-juku, in der Nähe des heutigen Bahnhofs Kawasaki) an der Tōkaidō wurde erst 1623 als letzte der 53 Tōkaidō-Stationen offiziell anerkannt. Das Bakufu ließ die Brücken über den Tama verfallen und es entstanden an mehreren Stellen im heutigen Kawasaki Fährverbindungen ins Nahe gelegene Edo, die den Grundstein der Entwicklung der Stadt legten.
In der Meiji- und Taishō-Zeit begann die bis heute anhaltende rasante Verstädterung des Gebiets. 1872 wurde der Bahnhof Kawasaki an der ersten Eisenbahnlinie Japans eingerichtet. 1889 entstand nach dem im Jahr zuvor eingeführten japanischen Gemeindesystem die Stadt (machi) Kawasaki im Kreis (gun) Tachibana. 1912 wurde die Grenze zwischen der Präfektur Kanagawa und Tokio im Tama festgelegt. Am 1. Juli 1924 entstand durch Zusammenschluss mit zwei Dörfern die kreisfreie Stadt Kawasaki mit 48.394 Einwohnern.
Am 15. April 1945 wurden große Teile des Gebiets um den Bahnhof und das Industriegebiet am Hafen durch Luftangriffe zerstört. Seit den 1950er Jahren entstanden im nordöstlichen Teil der Stadt Wohngebiete für Pendler, die durch neue Bahnlinien direkt mit den Zentren Tokios verbunden wurden. Am 1. April 1972 wurde Kawasaki zur durch Regierungserlass bestimmten Stadt mit 5 Stadtbezirken. 1974 überschritt die Einwohnerzahl die Millionengrenze. 1982 entstanden die neuen Bezirke Miyamae und Asao durch Abspaltung von den Bezirken Takatsu und Tama. In jüngster Zeit werden im Zuge der Deindustrialisierung verstärkt Industrieflächen in Wohngebiete (meist Mehrfamilienwohnhäuser) umgewandelt, sodass mit einem weiteren Anstieg der Bevölkerungsdichte zu rechnen ist.
Die Einrichtung des Nikaryū Yōsui-Kanals zu Beginn der Edo-Zeit führte zur Ausbreitung des Nassreisanbaus und zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktionskraft in der Region um das Tama-Becken. Seit dieser Epoche, in der mit dem nahen Edo ein großes Absatzgebiet entstanden war, nutzte Kawasaki seinen Standort für Obstplantagen; so erfreuten sich Pfirsiche von Shukugawara und Kaki von Tempel Ōzen (Ōzen-ji) im heutigen Stadtbezirk Asao großer Bekanntheit. Daneben wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts die neue Nashi-Sorte Nagajūrō entdeckt, die bald darauf im ganzen Lande kultiviert wurde. Mit den Industrialisierungsbestrebungen seit der Taishō-Zeit wich der Obstanbau aus den küstennahen Gebieten. Auch landeinwärts verschwanden mit der fortschreitenden Verstädterung seit der Nachkriegszeit die landwirtschaftlichen Anbauflächen. Heutzutage bestehen verschiedentliche Bemühungen seitens der Stadt, diese traditionellen Spezialitäten durch politische Maßnahmen wiederzubeleben.
Kawasaki liegt inmitten des Keihin-Industriegebietes. Seit der Meiji-Zeit entwickelte sich an diesem Standort die Schwerindustrie. Hauptsächlich bis zur Shōwa-Zeit waren durch Neulandgewinnung an der Küste riesige Areale entstanden, die bald von Stahl- und Chemiewerken, vom Maschinenbau und später der Elektroindustrie besiedelt wurden. Bis heute bestehen hier Großwerke von Firmen wie Nihon Kōkan (wörtl. "Japan Stahlrohr"; jetzt zu JFE Stahl gehörig), Fujitsu, NEC oder Toshiba sowie assoziierte Betriebe kleiner und mittlerer Unternehmen. In den letzten Jahren siedelten hier auch Spitzenforschungsinstitute. Die Einrichtung der "Kawasaki Micon-City" und des "Kanagawa Science Parks" unterstützte diese Entwicklung. Andererseits plant man mit dem Niedergang der Altindustrie in Küstennähe eine Wiederbelebung, indem man versucht das industrielle Erbe zu bewahren. Zudem erwartet die Stadt, dass der Flughafen Tokio-Haneda ein Kawasaki-Portal installiert und visiert die Einrichtung eines flughafennahen Industriegebiets an.
(Die Motorradfirma Kawasaki, Bestandteil von Kawasaki Heavy Industries, hat ihren Sitz nicht in Kawasaki, sondern ist nach ihrem Gründer benannt.)
Konsum
Die am Ostausgang des Bahnhofs Kawasaki befindliche unterirdische Einkaufsmeile Azeria und das am Westausgang liegende LAZONA Kawasaki Plaza bilden das Zentrum des Geschäftsviertels um den zentralen Bahnhof der Stadt. Daneben, sei auch historische Rotlichtviertel, dass bis in die Edo-Zeit zurückreicht, als eigentümliches Beispiel erwähnt. Desweiteren existiert am Bahnhof Mizonokuchi (Mizo no kuchi eki; wörtlich: „Eingang am Graben“) eine Kaufhausfiliale der Kette Marui und in Shin-Yurigaoka (wörtlich: „Neu-Lilienhügel“; Viertel im Stadtbezirk Asao) Filialen verschiedener Einzelhandelskaufhäuser. Wegen der zahlreichen Wohngebiete verteilen sich kleinere und mittelgroße Einkaufspassagen über das gesamte Stadtgebiet.
Kultur
In den letzten Jahren gab es verstärkt Bemühungen, Künstler in die Gewerbeförderung einzubinden, in deren Zuge in Bahnhofsnähe das Cinecittà-Projekt (shinechitta purojekuto; vermutlich in Anlehnung an die italienische Cinecittà, der „Filmstadt“, einem Filmstudio-Komplex vor Rom) und das Myūza-Kawasaki-Sinfonie-Gebäude erbaut wurden, woraufhin die Nihon eiga gakkō (wörtlich: „Japanische Filmschule“) und die Shōwa ongaku daigaku (wörtlich: „Shōwa Musikhochschule“) an den Standort Shin-Yurigaoka folgten. Alljährlich findet hier auch das KAWASAKI Shin-Yuri Film Festival statt.
Unternehmen mit Stammsitz in Kawasaki
Firmen mit Produktionsstätten etc. in Kawasaki
Die Häfen von Tokio, Yokohama und Kawasaki bilden eine strukturelle Einheit.
| Commons: Kawasaki – Bilder, Videos und Audiodateien |