| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Wittenberg | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Kemberg | |
| Koordinaten: | 51° 47′ N, 12° 38′ O | |
| Höhe: | 76 m ü. NN | |
| Fläche: | 65,02 km² | |
| Einwohner: | 4714 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 73 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06901 | |
| Vorwahl: | 034921 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WB | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 91 160 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Burgstraße 5 06901 Kemberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Rainer Schubert (SPD) | |
Kemberg ist eine Kleinstadt im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt (Deutschland).
Zu Kemberg gehören die Ortsteile Bergwitz, Klitzschena, Ateritz und Dorna.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt am Nordrand des Naturparks Dübener Heide. Weiterhin ist Kemberg Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kemberg.
Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen:
Kemberg ist bereits seit der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts belegt. Es gehörte zur Grafschaft Brehna bzw. Wettin-Brehna, fiel aber 1290 an das askanische Sachsen-Wittenberg. Aus dem Jahr 1346 stammt die älteste urkundliche Erwähnung als Stadt. Noch im 14. Jahrhundert wird die teilweise erhaltene Stadtmauer errichtet. Um 1429 wird Kemberg im Zuge der Hussitenkriege gebrandschatzt. 1522 schließt sich Kemberg der Reformation an. Im 16. und 17. Jahrhundert bricht insgesamt sieben Mal die Pest aus. Zusammen mit den im Dreißigjährigen Krieg erlittenen schweren Verheerungen, mehreren Elbhochwassern und Stadtbränden führt dies dazu, dass die Bevölkerung von über 1.000 auf kaum mehr als 100 um das Jahr 1638 sinkt. Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Einwohnerzahl wieder auf über 1.000 gestiegen. 1815 kommt Kemberg zu Preußen. 1908 beginnen die Erschließungsarbeiten zur Braunkohleförderung, die Braunkohleförderung selbst wird 1912 aufgenommen. 1916 kommt dabei der erste Schaufelradbagger Deutschlands zum Einsatz. 1955 wird die Braunkohleförderung eingestellt und der Tagebau geflutet. Es wurden ca. 50 Mio t Braunkohle gefördert. [1]
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Am 1. Juli 2005 wurde die Gemeinde Bergwitz (mit dem Ortsteil Klitzschena) nach Kemberg eingemeindet, am 1. Januar 2006 die Gemeinde Ateritz (mit den Ortsteilen Gommlo und Lubast), am 1. Januar 2007 die Gemeinde Dorna.
Der Bürgermeister ist Rainer Schubert (SPD). Die aktuelle (2006) Zusammensetzung des Stadtrates ist wiefolgt:
Die markanteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die weithin über die Elbaue sichtbare Kirche „Unser Lieben Frauen“, ein dreischiffiger Hallenbau (15. Jh.?) mit ihrem 86 m hohen, imposanten Turm aus dem 19. Jahrhundert. 1854 stürzte der ursprüngliche Kirchturm teilweise ein und wurde in den folgenden fünf Jahren in der heutigen Form wieder aufgebaut. Noch heute besitzt die Kirche interessante Präsentationsstücke wie Reste spätmittelalterlicher Wandmalereien, ein Sakramentshaus aus Sandstein und einen Schnitzaltar (beide aus dem 15. Jahrhundert) sowie einen sehr schönen Taufstein. Sehenswert sind auch das spätgotische Rathaus mit den Renaissanceanbauten, die Kursächsische Postmeilensäule von 1725 und die zum Teil noch gut erhaltene Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert.
Der gut erhaltene Stadtkern von Kemberg versetzt den Besucher in die Vergangenheit und lädt immer zu einem Bummel ein; der Ort ist ideal für Ausflüge in die Heide sowie die nahe gelegene Lutherstadt Wittenberg.
| Commons: Kemberg – Bilder, Videos und Audiodateien |
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