Keuperbergland

Das Keuperbergland (seltener auch Keuperwaldberge) ist Teil der Süddeutschen Schichtstufenlandschaft und nimmt zusammengenommen eine Fläche von ungefähr 3.200 km² ein.

Zu den Keuperbergländern gehören von Südwest nach Nordost Kleiner Heuberg, Rammert, Schönbuch, Glemswald, Strom- und Heuchelberg, Schurwald, Schwäbisch-Fränkischer Wald, Ellwanger Berge, Frankenhöhe, Steigerwald und Hassberge. Die südwestlichste Keuperschichtstufe im Bereich der Baar hat aufgrund ihres geringen Umfangs keinen eigenen Namen.

Bestimmend für die Landschaft sind die namensgebenden Keuperformationen. Der Keuper ist eine geologische Formation der oberen Trias. Er weist eine wechselnde Ablagerungsvielfalt aus Sandschüttungen und Meeresablagerungen auf.

Das Keuperbergland ist größtenteils bewaldet, da der auf Keuper entstehende Boden wenig fruchtbar ist. Vor allem dort, wo fruchtbarere Löss- oder Liasböden erhalten geblieben sind, haben sich jedoch Rodungsinseln gebildet.

Die für das Keuperbergland typischen sehr steil eingeschnittenen Kerbtäler werden hier als Klingen bezeichnet. Solche Klingen treten in petrografisch härteren Sandsteinschichten des Keupers auf, wie zum Beispiel beim Stubensandstein. Diese Gesteine können den einwirkenden Erosionskräften (v.a. der Seitenerosion) des Wassers genügend Widerstand entgegenbringen. In weniger widerstandsfähigen Gesteinen des Keupers wie den Tonen oder Mergeln findet hingegen eine stärkere Ausformung des Tales statt, so dass hier viel breitere Formen entstehen.

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