Ein Kinegramm (richtige Schreibweise mit einem „m“ und Warenzeichenvermerk: Kinegram®) ist eine Technologie zum Schutz gegen Fälschungen von Banknoten, Reisepässen, Visa und Identitätskarten. Es wird sicherheitstechnisch als „OVD“ (optically variable device = optisch variables Merkmal) bezeichnet. Das Kinegramm wurde in den 1980er Jahren von der schweizer Firma Landis & Gyr Communication ursprünglich für Telefonkarten entwickelt und ist inzwischen ein eingetragenes Warenzeichen. Die Firma firmiert heute als OVD-Kinegram-AG.
Anders als beim Hologramm, das dreidimensionale Elemente besitzt, stellen die meist silbrig glänzenden Kinegramme einen bildlichen Bewegungsablauf dar. Der Name ist vom Begriff Kinematik abgeleitet, weil je nach Winkel der Betrachtung des Kinegramms ein fest definierter filmähnlicher Ablauf stattfindet.
Als erste Banknote wurde 1988 die österreichische 5000-Schilling-Note mit einem Kinegramm versehen. Sie war der erste Geldschein, der mit einer – inzwischen üblichen – Folienapplikation versehen wurde. Diese Technik wird auch auf anderen Sicherheitsdokumenten, wie z. B. bei Visa und deutschen Fahrzeugscheinen eingesetzt.