| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Donnersbergkreis | |
| Verbandsgemeinde: | Kirchheimbolanden | |
| Koordinaten: | 49° 40′ N, 8° 1′ O | |
| Höhe: | 232 m ü. NN | |
| Fläche: | 26,36 km² | |
| Einwohner: | 7953 (30. Juni 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 302 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67292 (alt: 6719) | |
| Vorwahl: | 06352 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KIB | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 33 039 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Neue Allee 2 67292 Kirchheimbolanden |
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| Bürgermeister: | Klaus Hartmüller (CDU) | |
Kirchheimbolanden ist eine Kleinstadt im Südosten von Rheinland-Pfalz (Deutschland) und zugleich Sitz der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden sowie Kreisstadt des Donnersbergkreises.
In Kirchheimbolanden, das sich auf 26,36 km² Fläche erstreckt, leben 7.953 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
Kirchheimbolanden liegt in der Pfalz in der Nähe von Kaiserslautern an der Ostabdachung des Nordpfälzer Berglands an der Übergangsstelle zum östlich angrenzenden Alzeyer Hügelland. Die Kernstadt befindet sich rund vier km (Luftlinie) nordöstlich des Donnersbergs am Hang des Wartbergs, der auch Schillerhain heißt und wird in West-Ost-Richtung vom Pfrimm-Zufluss Leiselbach durchflossen.
Neben der Kernstadt, die aus den acht Gemeindeteilen Ambach, Bolanderhof, Edenbornerhof, Hessenhütte, Kohlhütte, Neuhof, Rothenkircherhof und Schillerhain besteht, existiert noch der Stadtteil Haide.
774 wird die Stadt erstmals erwähnt. Ab 1288 gehört Kirchheim zum Haus Nassau. 1368 werden Kirchheimern die Stadtrechte verliehen.
Seine größte Blütezeit erlebt es unter den Fürsten Carl-August (1719-1753) und besonders unter Carl-Christian (1753-1788) des Haus Nassau-Weilburg und seiner reichen, klugen und musikalischen Ehefrau Karoline, Prinzessin von Oranien-Nassau-Dietz. Um 1790 unterstand der Ort zeitweise Vorderösterreich. Zeitweise war es Teil des französischen Département Donnersberg (Mont tonnerre) unter dem Präfekten Jeanbon St. André in Mainz. Während und nach dem Wiener Kongress gehörten die Stadt und das Umland zum Generalgouvernement Mittelrhein, bis sie dann dem Königreich Bayern als Bayerische Pfalz zugeschlagen wurden. 1848/49 werden von aufmüpfigen Pfälzern während der so genannten 48er Revolution 17 Freischärler im Schloßgarten von der 4. Division des 1. Preußischen Armeekorps (Leitung hatte der spätere Kaiser Wilhelm I.) erschossen.
Den heutigen Namen Kirchheimbolanden erhält die Stadt erst im 19. Jahrhundert. Schon im 12. Jahrhundert wird eine Kirche des heiligen Remigius (später in Peterskirche umbenannt) erwähnt. Diese Kirche gab dem Ort den Namen. Da den Herren von Bolanden der Ort unterstand, wurde daraus später Kirchheimbolanden.
Umgangssprachlich nennt man die Stadt auch heute noch Kerchem oder neudeutsch Kibo. Die Einwohner nennt man daher auch Kerchemer oder Kibojaner.
Der Stadtrat wurde zuletzt am 13. Juni 2004 gewählt:
Das Wappen der Stadt zeigt weit in die Vergangenheit und erinnert an die Herren, die die Stadtrechte ertrotzten. Die untere Hälfte zeigt auf grünem Grund einen schwarzen Eber bzw. ein Wildschwein. Es deutet auf die Herrschaft der Grafen von Eberstein hin, während die obere Hälfte ein schwarz-weis kariertes Feld auf gleichem grünen Grund zeigt. Dies soll an die Grafen von Sponheim (Hunsrück) erinnern. Sie lösten die Herrschaft deren von Eberstein ab und sie waren es, die 1368 von Kaiser Karl IV die Stadtrechte für Kirchheim zugesprochen kamen. Historisch sollen allerdings ihre Farben gelb und blau gewesen sein.
In der Amtsstrasse 14 findet man das Heimatmuseum der Stadt, eines der größten in Rheinland-Pfalz. Die 26 Abteilungen geben eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte der Stadt und des Landes. Der Haupttrakt des Museums war ehemals als das Palais des Erbprinzen gedacht. Vier weitere Bauten sind angegliedert, darunter die ehemalige Volksschule. Insgesamt verfügt das Museum über 1.800 m² Ausstellungsfläche.
Die Kerchemer Bierwoche ist ein Fest, das in der Fronleichnamswoche im zweijährigen Turnus stattfindet. Zuletzt hatten 2005 die Besucher die Gelegenheit, anlässlich der 10. Kerchemer Bierwoche die verschiedensten Biersorten zu kosten.
Jährlich am zweiten Augustwochenende lädt das Residenzfest zum Verweilen hinter den Mauern Kirchheimbolandens ein. Zahlreiche Hofbetreiber bieten den Besuchern in sog. Hoflauben und mit heimischer Gastronomie allerlei kulinarische Köstlichkeiten.
Der Christkindlmarkt in der Kirchheimbolandener Altstadt zieht Besucher von nah und fern in dem zweiten Adventwochende an. Vereine, Hobbykünstler und Schausteller bieten den Besuchern ein abwechslungsreiches Sortiment an Waren aller Art.
Jährlich finden am zweiten Sonntag im Mai ein Maimarkt und am zweiten Sonntag im Oktober ein Oktobermarkt statt.
In Kirchheimbolanden gibt es das Nordpfalzgymnasium, das aus der 1681 gegründeten Lateinschule hervorgegangen ist und 1981 sein 300-jähriges Bestehen feiern konnte. Weiterhin existiert die Georg-von-Neumayer-Schule als regionale Schule. Außerdem besteht mit der Mathilde-Hitzfeld-Schule eine Sonderschule mit dem Förderschwerpunkt Lesen. Im Berufs- und Weiterbildungsbereich gibt es im Ort die Krankenpflegeschule, und die Schule für Altenpflege des Donnersbergkreises, das Heilpädagogium Schillerhain, die Kreisvolkshochschule Donnersbergkreis und die Kreismusikschule Donnersbergkreis. Auf privater Ebene besteht das CJD-Bildungszentrum des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands e. V.. Für Kinder gibt es drei Kindergärten und ein Haus der Jugend, welches derzeit unter der Verwaltung des CJD Kirchheimbolanden steht – dem größten Bildungsträger der Region.
Wichtige Sportvereine der Stadt sind der TVK, der für seine Basketball-Mannschaft der Herren-Regionalliga bekannt ist, der SVK, der auf dem Schillerhain beheimatet ist und dessen Aushängeschild die erste Mannschaft der Fußballabteilung ist, der Tennisclub TCK und die Tanzsportgemeinschaft Grün-Weiss.
Der Öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert. Die 1999 wieder eingerichtete Donnersbergbahn verbindet Kirchheimbolanden mit Alzey. Die Bahnverbindung Richtung Süden wurde in der Endphase des zweiten Weltkrieges durch die Zerstörung der Brücke bei Marnheim unterbrochen und nicht wieder aufgenommen.
Kirchheimbolanden ist durch die A 63 (Mainz - Kaiserslautern) an den überregionalen Straßenverkehr angebunden.
In Kirchheimbolanden befinden sich die Verwaltungen des Donnersbergkreises und der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden mit ihren Dienststellen. Außerdem ist es Sitz des Finanzamtes Worms-Kirchheimbolanden.
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