Klettgau ist der Name einer Region, an der sowohl der schweizerische Kanton Schaffhausen als auch das bundesdeutsche Baden-Württemberg Anteil haben.
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Der Klettgau erstreckt sich westlich der Jura-Schichtstufen von Randen und Klettgaujura bis etwa zur Wutach. Bis zum Ende der Riss-Eiszeit vor ca. 200'000 Jahren floss der Rhein von Schaffhausen westlich durch den Klettgau. Das frühere Flussbett wurde mit Alpenschotter aufgefüllt. Ein weiteres Relikt davon ist die "Klettgaurinne", ein großes Grundwasservorkommen, aus dem unter anderem die Kommunen Klettgau, Wutöschingen, Lauchringen und Waldshut-Tiengen ihr Trinkwasser beziehen
Durch den Regenschatten von Schwarzwald und Randen gilt das Klettgau als trocken. Es fallen nur rund 900 Millimeter Regen pro Jahr.
Der Klettgau ist landwirtschaftlich geprägt und eine der Kornkammern der Schweiz. Die Weinbauregion hat Zentren in Erzingen, Rechberg (D) und Hallau (CH). Das Rebbaugebiet im eidgenössischen Klettgau ist das grösste in der Ostschweiz und tritt als Blauburgunderland auf.
Nur in Beringen sind nennenswerte Industriebetriebe angesiedelt. Sonst ist die Wirtschaft im Klettgau durch Kleingewerbe geprägt.
Römische Siedlungsfunde u. a. bei Schleitheim, Siblingen, Osterfingen, Beringen und Geißlingen – durch den Klettgau verlief die wichtige Straße vom Hochrhein zur Oberen Donau. Auch der Weinbau geht auf die Römer zurück.
Die deutsche B 34 führt von Westen her ins Klettgau. Von Schaffhausen her führen die Hauptstrassen 13 und 14 durch das Klettgau. Die DB betreibt die Bahnlinie Basel – Schaffhausen – Singen – Friedrichshafen – Ulm. Sämtliche Dörfer im schweizerischen Klettgau sind per Bahn oder Bus gut mit der Kantonshauptstadt Schaffhausen verbunden.
Im schweizerischen Teil des Klettgaus lagen bis 1999 die Bezirke Oberklettgau und Unterklettgau des Kantons Schaffhausen. Die folgenden Dörfer werden zum Klettgau gezählt: Beringen SH, Gächlingen, Guntmadingen, Hallau, Löhningen SH, Neunkirch, Oberhallau, Siblingen, Trasadingen, Wilchingen. Im Jahre 2005 wurden die Gemeinde Osterfingen und Wilchingen zur neuen Gemeinde Wilchingen fusioniert. Weitere Fusionen sind nicht ausgeschlossen.
Die Gemeinde Klettgau wurde am 1. August 1971 im Rahmen der baden-württembergischen Gebietsreform aus den bis dahin selbständige Ortschaften Erzingen, Grießen, Rechberg, Riedern am Sand und Weisweil gebildet. 1975 kamen Bühl und Geißlingen hinzu.