Das Kloster Paulinzella ist ein ehemaliges Benediktiner(innen)kloster in Paulinzella im Rottenbachtal in Thüringen. Die Ruine der Klosterkirche gehört zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken in Deutschland.
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Der Ursprung Paulinzellas liegt in einer Einsiedelei, welche um 1102 von der sächsischen Adligen Paulina gegründet wurde und damals noch Marienzelle hieß. 1106 begannen die Arbeiten am Klosterkomplex. Nach dem Tode Paulinas 1107 erfolgte erst 1124 die Weihe der Klosterkirche, die nach dem Vorbild der Klosterkirche in Hirsau errichtet worden war. Das Kloster erreichte im Verlauf der folgenden Jahrhunderte reichen Besitz. Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts war Paulinzella ein Doppel-, dann nur noch Mönchskloster. Während der Bauernkriege wurde das Kloster geplündert und im Verlauf der Reformation 1536 aufgehoben. Es begann ein allmählicher Verfall der gesamten Klosteranlage, den die Gewinnung von Sandsteinen für Bauzwecke beschleunigte. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann man mit behutsamen Renovierungsarbeiten.
Um 1800 erlangte die Ruine eine besondere Bedeutung durch eine romantische Hinwendung zur Vergangenheit, die eng mit dem erwachenden deutschen Nationalgefühl verbunden war. Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller waren tief beeindruckt von den malerischen Resten der verfallenen Klosteranlage.
Das lange Zeit Friedrich Schiller zugeschriebene Gedicht wurde am 26. August 1810 von A. E. Hermann verfasst :
Im nahe gelegenen Jagdschloss der Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt gibt es das Museum zur Kloster-, Forst- und Waldgeschichte. Die Klosterruine selbst ist das ganze Jahr jederzeit kostenlos zu besichtigen
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