Kognizierte Kontrolle

Der Begriff kognizierte Kontrolle ist zu einem zentralen Begriff (sozial-) psychologischer Forschung geworden. Kontrolle wird definiert als die Überzeugung bzw. das Bestreben einer Person, erwünschte Zustände herbeizuführen und aversive Zustände zu vermeiden oder zumindest reduzieren zu können, sei es durch aktive Einflussnahme (tatsächliche Veränderung des Ist-Zustandes, auch primäre Kontrolle genannt) oder durch Kognitionen zur subjektiven Veränderung des Ist- oder Soll-Zustandes (auch sekundäre Kontrolle genannt).

Die Idee wurde schon früh von verschieden Autoren erwähnt, wie zum Beispiel von Nietzsche (1912) und Adler (1929). Die bekanntesten Wurzeln einer Kontrollmotivation stammen aber von White (1959) und DeCharms (1968).

Beide nahmen an, dass eine Motivation besteht, sich selbst als Verursacher von Handlungen und Veränderungen in der Umwelt zu erleben. Daraus resultieren entsprechende Erfahrungen von Gefühlen eigener Wirksamkeit und Kompetenz.

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