Als Kolloquialismus (lateinisch) bezeichnet man in der Sprachwissenschaft einen umgangssprachlichen Ausdruck. So werden in der literarischen Analyse der Gebrauch von Begriffen die in der Schriftsprache traditionell gelten, und als solche eigentlich nur in der oralen Kommunikation gebräuchlich sind, als Kolloquialismus bezeichnet. Kolloquialismen sind vor allem in dramatischen und essayistischen Texten üblich. Beispiele für Kolloquialismen in einem geschriebenen Text wären etwa Kraftausdrücke wie "geil" oder "pfundig", Krudismen wie "ey" oder "boah" oder mundartliche Begriffe wie "schnieke" oder "paffen".