Der Kommandobunker Börfink, genannt Bunker Erwin, ist ein ehemals geheimer NATO-Bunker in Börfink bei Birkenfeld im Hunsrück (Rheinland-Pfalz) am Fuße des Erbeskopf, von dem aus die Luftüberwachung Mitteleuropas im Kalten Krieg gesteuert wurde.
Der Bunker wurde für 250 Soldaten konzipiert, war aber während des allgemeinen Dienstes stets mit 300 bis 350 Soldaten und bei Übungen gar mit bis zu 750 Soldaten besetzt. Er wurde aus diesem Grund mehrfach umgebaut und erweitert. Gesamtgröße der Anlage: 15.000 Quadratmeter.
Der unterirdische Komplex besteht aus einem Personalbunker (4 Etagen, Länge: 72 m, Breite: 53 m, Höhe: 25 m), einem Energiebunker (3 Etagen, Länge: 44 m, Breite: 53 m, Höhe: 21 m) und einem Energiebunker-Neubau (2,5 Etagen, Länge: 55 m, Breite: 47 m, Höhe: 21 m, Bauzeit 1990 bis 1994). Gesamtgröße der Liegenschaft: 68 000 Quadratmeter.
Die Außenwände sind 3,5 Meter dick, die Bunkerdecke besteht aus Doppel-T-Trägern, über denen sich eine Betonschicht (4 m) befindet. Eine Erdschicht (6 m) grenzt den Bunker zur Oberfläche ab.
Die Abgase der Generatoren wurden von einem Luftstrom (Umgebungsluft) ummantelt. Das Kühlwasser ging durch eine 2 km lange Leitung an die Eder, Wärmeabgabe erfolgte durch Wärmeübertrager. Damit war der Kommandobunker für Wärmebilder unsichtbar.
Der Bunker Erwin wird zur Zeit zum Verkauf angeboten.