Kommentar (Journalismus)

Ein Kommentar im Journalismus ist ein Meinungsbeitrag zu einem Thema, der als solcher bei Printmedien auch optisch kenntlich gemacht ist und den Autor namentlich nennt. Besondere Formen des Kommentars sind Leitartikel, Glosse und Kolumne. Bei Magazinen werden nachrichtlicher Bericht und Kommentar teilweise auch innerhalb eines Beitrages vermischt.

„Der Kommentar nimmt im Regelfall zu einer aktuellen Nachricht Stellung. Er erläutert die Wichtigkeit des Themas, interpretiert die Bedeutung, macht mit Zusammenhängen vertraut, stellt Kombinationen an, wägt unterschiedliche Auffassungen ab, setzt sich mit anderen Standpunkten auseinander und verhilft dem Leser dazu, sich ein abgerundetes Bild über das Ereignis zu machen.“[1] In einem guten Kommentar sollte immer die persönliche Meinung des Schreibers deutlich werden. Er soll die Leser dazu anregen, sich eine eigene Meinung zum Thema zu bilden.

Walther von La Roche unterscheidet drei Arten von Kommentaren: den Argumentationskommentar, den „Geradeaus-Kommentar“ und den „Entweder-Oder-Kommentar“. Das sind aber keine journalistischen Fachbegriffe. Nowak/Schalkowski teilen die Kommentare ein in erklärende, bewertende und argumentierende.

Quellen

  1. Projektteam Lokaljournalisten (Hg, ABC des Journalismus, 6. Aufl. 1990, S. 109

Literatur

  • Walther von La Roche: Einführung in den praktischen Journalismus. Econ, Berlin 17. Aufl. 2006.
  • Werner Nowak, Edmund Schalkowski: Kommentar und Glosse. UVK, Konstanz 1998.

Weblinks

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