In der linearen Algebra ist eine Komplexifizierung eine Operation, die einem reellen Vektorraum einen komplexen Vektorraum zuordnet, der sehr ähnliche Eigenschaften hat.
Dazu definiert man
. Hierbei ist i zunächst ein formales Symbol ohne weitere Bedeutung. Auf dem neuen Raum wird die Multiplikation und Addition für
definiert durch:
Auf
gibt es die komplexe Konjugation 
V lässt sich als Untervektorraum von
auffassen, wobei
genau dann in V ist, wenn
gilt.
Man kann die Komplexifizierung auch durch das Tensorprodukt definieren:
.Dann ist die Skalarmultiplikation mit
durch
gegeben.
Zu einer Bilinearform
gibt es eine Sesquilinearform
gegeben durch
. Es gilt
, die Einschränkung von
auf
ist also wieder Φ.
Φ ist genau dann ein reelles Skalarprodukt, wenn
ein komplexes Skalarprodukt ist.
Da das komplexe Skalarprodukt einfacher zu beschreiben ist als das reelle, komplexifiziert man es, um dann im komplexen Raum weiterzuarbeiten.
Jede
-lineare Abbildung
liefert eine
-lineare Abbildung
mit
. Dabei gilt:
für alle 


.
bezüglich xj + 0i.
Ist V euklidisch mit Skalarprodukt Φ und ist
der dazugehörige unitäre Vektorraum
mit
so gilt:
.
hat genau dann eine folgenden Eigenschaften wenn sie auch
hat:
Komplexifizierte Matrizen sind häufig einfacher zu beschreiben, als das reelle Original, so ist zum Beispiel jede komplexe Matriz trigonalisierbar. wobei die obenerwähnten normalen Matrizen sich sogar diagonalisieren lassen.