Komplexität (v. lat.: complectari = umarmen, umfassen; Partizip Perfekt: complexum) wird je nach Autor und Wissenschaftsgebiet unterschiedlich definiert. Eine sehr allgemeine Definition ist folgende: Die Eigenschaft eines Systems oder Modells, welche die Beschreibungen seines Gesamtverhaltens in einer beliebigen Sprache erschwert, selbst wenn man vollständige Informationen über seine Einzelkomponenten und ihre Wechselwirkungen besitzt. Komplexität ist eine mögliche Form eines Gegenteils von Einfachheit.
Die Komplexität eines Sachverhaltes wird widergespiegelt durch die Menge der Details, die sich von allen anderen Details des Sachverhalts so unterscheiden, dass es keine vereinfachende Klassifizierung gibt, die den Detailierungsgrad verkleinert. Die Komplexität steht dann einer Handhabung entgegen, wenn einerseits zu viele und andererseits in der Summe zu komplizierte Details zu behandeln wären.
Ein Komplex stellt eine allumfassende Zusammenfassung dar (z. B. Gebäudekomplex beinhaltet Zufahrtswege und Bepflanzungen, Gärten usw. neben den Gebäuden), er muss nicht von besonderer Komplexität sein.
Es gibt Ansichten, dass der Begriff Komplexität autologisch ist, das heißt, dass man ihn man auf sich selbst beziehen kann: Der Begriff der Komplexität sei selbst komplex. In diesem Fall wäre obige Definition falsch.
Im Unterschied zur Kompliziertheit kommt bei der Komplexität eines Sachverhalts stets eine gewisse Kardinalität hinzu, die es unmöglich machen kann, mit dem Komplex umzugehen.