![]() Konqueror 3.5.3 als Webbrowser |
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| Basisdaten | |
| Betriebssystem: | Linux und andere unixartige Betriebssysteme und Embedded Systems |
| Kategorie: | Webbrowser und Dateimanager etc. |
| Lizenz: | GNU GPL |
| Deutschsprachig: | ja |
| Website: | www.konqueror.org |
Konqueror ist der Dateimanager und Webbrowser der grafischen Betriebssystem-Oberfläche KDE.
Inhaltsverzeichnis |
Der Name Konqueror beruht auf einem Wortspiel der vorigen Generation von Browsern: Zuerst gab es den „Navigator“ von Netscape, danach den „Erforscher“ alias Explorer und nun den „Eroberer“ - Konqueror. Auf englisch eigentlich „conqueror“, das K kommt vom Namen der Oberfläche KDE (Die Bezeichnungen sehr vieler KDE-Programme enthalten ein großes K).
Der Konqueror stellt eine Schnittstelle dar, in der zahlreiche Komponenten (KParts) gleichsam als Plugins eingebettet werden können. Diese Komponenten stellen dann die eigentliche Funktionalität bereit.
Auf diese Art und Weise stellt der Konqueror einen Dateimanager für das K Desktop Environment (KDE) mit Funktionen für die Dateiverwaltung zur Verfügung. Diese reichen u. a. von einfachen Ausschneide-/Kopier- und Einfügeoperationen bis hin zum fortgeschrittenen Durchsuchen der Datei- und Verzeichnisstruktur. Dieses ist sowohl im Netzwerk als auch lokal möglich. Verzeichnisinhalte können auf vielfältige Weise im Text- und Symbol-Anzeigemodus dargestellt werden. Dies umfasst Minibildvorschauen von Dateiinhalten. Datei- und Verzeichniseigenschaften können auf einfache Weise untersucht und verändert werden, und Programme lassen sich mit einem Klick der linken Maustaste starten.
Konqueror nutzt KHTML als Rendering Engine, deren Fork WebKit auch Verwendung in Apples Webbrowser Safari findet. Sie befähigt den Konqueror als ein HTML-4.01-konformer Webbrowser mit eingebauter Unterstützung für JavaScript (ECMA-262) und CSS2 (Cascading Style Sheets) sowie für bidirektionale Schriften wie Arabisch zu agieren.
Er unterstützt den sicheren Betrieb von Java-Miniprogrammen (Applets), Netscape-Plugins für Flash, Real Audio und Real Video sowie SSL für sichere Verbindungen. Zu den fortgeschrittenen Funktionen gehören die automatische Vervollständigung von URIs, das automatische Ausfüllen von Formularen, die Verwendung einer Rechtschreibkontrolle mit freier Sprachwahl, die Fähigkeit Lesezeichen anderer Browser zu importieren und das Browsen in Karteikartenfenstern (engl. tabs).
Konqueror ist auch ein vollwertiger FTP-Client, kann problemlos mit Windows-Freigaben umgehen (sofern Samba im System installiert ist) und Dateien mittels Secure Shell mit einem entfernten Rechner austauschen. Außerdem kann er mit seinem Cervisia-Modul automatisch auf CVS-Repositories zugreifen.
Eine hervorragende Eigenschaft von Konqueror ist die Möglichkeit jedes Fenster oder Unterfenster zwei- oder mehrfach horizontal oder vertikal zu unterteilen. In jeden Bereich passen beliebige Inhalte. So können z.B. per "Drag and Drop" Dateien zwischen verschiedenen Maschinen verschoben oder Texte und Bilder von Websites kopiert werden.
Der Konqueror ist ein universeller Dateibetrachter, der Bilder und andere Dokumente darstellen kann, ohne dass man hierzu erst ein anderes Programm starten müsste. Dies wird ebenfalls durch die Einbettung von Komponenten (KParts) erreicht, die von anderen Programmen bereitgestellt werden; KView für die Betrachtung von Bildern, kdvi für die Betrachtung von DVI-Dateien, Kghostview für die Betrachtung von PostScript-Dokumenten und diverse KOffice-Anwendungen für ihre jeweiligen Dokumenttypen. Außerdem gibt es die möglichkeit, OpenOffice.org als Engine zur Dokumentbetrachtung einzubinden, da manche Distributionen standardmäßig auf Koffice verzichten. Seit der Version 3.2 von KDE ist mit KSVG auch ein Betrachter für SVG-Dateien integriert.
Die KHTML-Engine des Konqueror besteht seit Version 3.5 fehlerfrei den Acid2-Test.
Über die zuvor beschriebene Komponentenstruktur ist der Konqueror fast beliebig erweiterbar. Allerdings ist diese Möglichkeit hauptsächlich für Profinutzer geeignet. Dennoch ist der Konqueror auch noch für Laien vielfältig an die Benutzerbedürfnisse anpassbar. Dies betrifft den allgemeinen Stil, die Schrift- und Symbolgrößen, die Auswahl der in der Menüzeile angezeigten Symbole, die Anzahl und der Platz der Werkzeugleisten und die Definition neuer Tastenkürzel. Die verschiedenen Einstellungsprofile können gespeichert werden, um bei Bedarf schnell darauf zugreifen zu können.
Folgende Eingaben sind in der Adressleiste des Konquerors bzw. des KDE-Dateidialgogs möglich und sehr hilfreich:
Mittels der KParts-Technologie von KDE können auch Betrachter für verschiedenste Dateiformate einfach in Konqueror eingebunden werden.
Ein interessantes Merkmal sind die Web-Kurzbefehle (Web-Shortcuts), mit denen eine Suchmaschinenanfrage direkt aus der Adressleiste gestartet werden kann. Ein gg:Wikipedia sucht z.B. mit Google nach Seiten mit dem Stichwort Wikipedia. Mit wp:Artikel wird die Wikipedia nach Artikel direkt durchsucht und dieser sofort angezeigt. Man kann zusätzlich auch eigene Suchbefehle erstellen.
| Commons: Category:Konqueror – Bilder, Videos und Audiodateien |