Unter Konstellation fasst man in der visuellen Astronomie und astronomischen Phänomenologie die scheinbare Stellung der Himmelskörper und Fixsterne zueinander in Bezug zum Standpunkt des Beobachters zusammen. Es handelt sich dabei um scheinbare Himmelsanblicke. Das Wort kommt vom lateinischen stella „Stern“ und dem Präfix con, frei übersetzt „Zusammentreffen von Sternen“. Sein ursprünglicher Sinn wird bis heute in der Astronomie und Raumfahrt verwendet.
Konstellationen sind etwa die relativen Sternörter (Sternkonstellation), die Stellungen der Himmelskörper in Bezug zum Fixsternhimmel (Planetenstand, Mondstand usf.) in einen gewissen Koordinatensystem oder zueinander (Aspekt, v. lat.: aspectus = Anblick, Ansicht), wie auch die Position von Himmelskörpern zu den himmelsmechanischen Referenzpunkten (Äquinoktium, Periapsis, Himmelspol und andere).
Spezielle Konstellationen haben eigene Namen, werden aber heute nach den „Fixsternen“ (Sterne) und „Wandelsternen“ (Planeten, Planetoiden, Monde) getrennt als Phänomene der Astrometrie („Sternvermessung“) beziehungsweise astronomische Ereignisse der Ephemeridenrechnung („astronomisches Tagebuch“).
Die gebräuchlichsten Beispiele solcher Konstellationen beziehen sich auf den Winkel zwischen einem Objekt und der Sonne relativ zur Erde, die Elongation, die Differenz der ekliptikalen Längen von Sonne und Objekt:
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