Unter Konsum (lat. consumere: verbrauchen) versteht man im Allgemeinen den Verzehr oder Verbrauch von Gütern. Im volkswirtschaftlichen Sinne steht der Begriff kurz für Konsumgüter, d. h. Güter des privaten Ge- oder Verbrauchs. Betriebswirtschaftlich wird oft der Output von Gütern als Konsum bezeichnet.
Konsum ist aber nicht mit dem im allgemeinen Sinn verstandenen Verbrauch zu verwechseln.
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In vereinfachter Darstellung sowie unter Auslassung des Exports und der staatlichen Nachfrage lässt sich das gesamte Bruttoinlandsprodukt bzw. das gesamte Einkommen aller an der Wirtschaft Beteiligten (Y) als Addition von privaten Konsumausgaben (C) und Investitionsausgaben (I) darstellen: Y = C + I
Damit es zu einem gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht kommt, müssen die Ersparnisse (S), also die Differenz zwischen Einkommen (Y) und Konsum (C) gleich den Ausgaben für die Investitionen sein: S = Y - C = I
Die Nachfragetheorie zielt nicht nur auf die Steigerung des Konsums als eigentliche Determinante des Wirtschaftswachstums ab, sondern allgemein auf eine ausgeglichene und angemessene Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern. Die Kaufkrafttheorie ist in diesem Sinne auch als eine Theorie zu sehen, wonach sich ein angemessenes Wirtschaftswachstum bei einer ausgeglichenen Einkommensverteilung ergibt.
Die Konsumquote gibt an, wie viel Prozent des Einkommens konsumiert werden.
Mit der Erklärung des Konsumverhaltens setzt sich die Konsumtheorie auseinander.
Der Konsum ist ein Aggregat des Bruttoinlandsprodukts nach der volkswirtschaftlichen Verwendungsrechnung. Die Konsumausgaben gliedern sich in drei Teile:
So gehören auch langlebige Güter, wie beispielsweise Möbel und Fahrzeuge zu den Konsumgütern. Generell werden nach der ESVG allerdings Immobilienkäufe in der Verwendungsrechnung des BIP zu den Investitionsausgaben gerechnet.
Im betriebswirtschaftlichen Sinne unterscheidet man zwischen Konsum- und Produktionsgütern. Die Konsumgüter sind Outputgüter, während die Produktionsgüter als Inputgüter in den Produktionsprozess eingehen, die danach letzten Endes wiederum Bestandteil von Konsumgütern sein können.
Den Konsum von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im betrieblichen Leistungserstellungsprozess wird in der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung als Werteverzehr oder Kosten bezeichnet.
in: Beiträge zur feministischen Theorie und Praxis, 15+16/1985, S. 35-52